Tiere in Not Solingen e.V. Tierschutz in Solingen Remscheid und dem Bergischen Land

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Stachelige Tierrettung entpuppt sich zu einer komplizierten Sache für Fachleute

Und dabei fing alles ganz harmlos an und löste einen Feuerwehreinsatz mit einem technischen Lastkraftwagen und fünf Mann Besatzung aus.

„Könnt ihr mal eben in Aufderhöhe einen eingeklemmten Igel aus seiner misslichen Lage befreien?“, fragte Frau von Itter von Tiere in Not Solingen e.V.

„Ja klar“, lautete unsere Antwort. Es ist ein Igel in einem Garagentor eingeklemmt. So die stille Post über die Melderin und Eigentümerin eines Hauses, wo sich ein kleines Drama abspielen sollte.

Was sich aber dann für ein Bild bot, war einfach unglaublich. Zwischen Mauerwerk und elektrischem Garagentor steckte ein ausgewachsener Igel. Vor- oder zurück war einfach unmöglich. Den beiden Tierrettern von Tiere in Not Solingen zeigte sich ein elendes Bild. Total verkeilt steckte der Stachelmann in einem kleinen Spalt fest. Aber: das Tier lebt!

Erfreulich war, dass der Igel noch Reaktionen zeigte und man das Atmen sehen konnte. Die Hauseigentümer sorgten sofort nach der ersten halben Stunde für ausreichend Wasser, sowohl für Mensch als auch für Tier. Und die Geschichte nahm ihren Lauf. „Das glaubst du nicht, der Igel steckt richtig verkeilt fest“, sagte Andreas in einer telefonischen Statusmeldung an Frau von Itter. Hier muss mehr her, als nur ein durch Handschuhe bewaffneter Webadmin.

Frau von Itter zögerte nicht lange und die Einsatzkräfte der Feuerwehr Solingen wurden informiert. Im Augenwinkel sahen wir einen Lastkraftwagen der Feuerwehr anrücken. Ist der für uns? Ja – besetzt mit fünf kräftigen jungen Feuerwehrleuten. Wir haben schon vor Augen: sie befreien das Haus um den Igel.

Aber weit gefehlt. Es wurden Spezialwerkzeuge zur Rettung von Insassen in verbeulten Autos herausgeholt (Pressluft Schere), mehrere Kisten Werkzeug, Axt und Brecheisen von der Nummer „was für große Männer“ bis hin zu Hammer und Meissel. Schnell wuchs die Garage zu einer technisch hochgerüsteten Werkstatt. Besitzer und Besitzerin versorgten uns wieder einmal mit frischen Gläsern, Erfrischungsgetränken und den Worten „…. kriegt man das hin?“. Mittlerweile wurde auch eine Nachbarin aufmerksam, die natürlich auch vom Lärm des Feuerwehrfahrzeuges neugierig geworden war.

Lange Rede: als geeignete Werkzeuge stellten sich Hammer und Meissel heraus. Beherzt aber enorm vorsichtig klopfte der Feuerwehrmann auf das Eisen, die Steinbrocken flogen.

Mit Spreizwerkzeug der Klasse „ganz grausam“ wurde dann, aber nach fast einer Stunde, der Igel unter Applaus befreit.

Irgendwie war es den Fachleuten gelungen, mit geschickten Drehungen das Tier zu befreien.

Alle waren erleichtert, als auch der Feuerwehrmann das Tier auf seinen Handschuhen den Anwesenden präsentieren konnte. Selbst das Garagentor war unversehrt und die Hausherren freuen sich jetzt auf einen wohlverdienten Urlaub in Holland.

Die Profis der Feuerwehr Solingen sind echte, tierliebe, vorsorgliche Extremhandwerker, die Ihren Job verstehen.

Foto: Tim Ölbermann

Genauso schnell wie gekommen waren, waren die Werkzeuge in Spezialkoffern verpackt, das Auto beladen, Mannschaft eingestiegen und Schwups war der professionelle Rettungsdienst verschwunden. So schnell, dass wir keine Gelegenheit hatten zu einem kurzen persönlichen Wort und natürlich einem riesen Dankeschön.

Daher auf diesem Weg: vielen Dank, Feuerwehr Solingen.

Dieses kleine Versehen und der Schreck brachte dem Igel große Anerkennung in

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