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31.12.2017

 

Jahresrückblick 2017

 

Nur noch wenige Stunden trennen uns vom Ende 2017. Ein guter Grund einmal auf das vergangene Jahr zurückzublicken ....

 

Insgesamt konnten wir 80 Tiere in ein neues Zuhause vermitteln. Es war nicht immer leicht, für das jeweilige Tier, ob Hund, ob Katze, ob Vogel, ob Kaninchen oder Schildkröte etc., den passenden Menschen zu finden, aber wir haben es geschafft. Auch Tiere von anderen Organisationen wurden über unseren Verein (Webseite und Facebook) vorgestellt, wodurch wir ebenfalls bei der Vermittlung helfen konnten.

 

Wiederholt haben wir Menschen geholfen, die nicht mehr in der Lage waren für die Kosten ihres Tieres, ob Futtermittel oder Arztkosten, aufzukommen. Selten hörten wir ein "Dankeschön", kam es dennoch einmal, haben wir uns gefreut.

 

Derartige Anfragen, ob wir Futtermittel zur Verfügung stellen können oder die Arztkosten übernehmen, erhalten wir mehrfach im Monat. Nicht allen können wir helfen, dafür reicht unser Geld nicht aus. Das wird uns immer wieder übel genommen.

 

Es gibt natürlich auch die "schwarzen Schafe" unter den Tierbesitzern, die der Meinung sind, was sollen wir Geld für unser Tier ausgeben, suchen wir uns doch einen Tierschutzverein, der dumm genug ist uns zu unterstützen. Leider kommt so etwas immer wieder vor, und es ist nicht einfach, den Spreu vom Weizen zu trennen.

 

Wir sind der Meinung, wenn man sich ein Tier anschafft, sollte es selbstverständlich sein, dass eine einwandfreie Versorgung von Futtermitteln und anfallenden Arztkosten gewährleistet ist. Natürlich kann mal etwas im Leben schief laufen und der Besitzer in Not geraten, dann sind wir auch bemüht zu helfen.

 

Viele Katzenbabys haben wir in diesem Jahr übernommen, die zum Teil krank waren und deren Gesundung viel Geld verschlungen hat. Das Problem der kranken Katzenkinder wäre durchaus in den Griff zu bekommen, wenn in allen deutschen Städten und Gemeinden die Kastrationspflicht eingeführt würde. Somit ließen sich die Tierarztkosten für Tierschutzvereine, die sich der kranken Tiere annehmen, stark reduzieren.

 

Am Anfang des Jahres beschäftigten uns zwei Nackthunde, die bereits durch mehrere Hände gewandert waren. Sie fanden durch uns ein neues Zuhause bei einem Ehepaar und waren rundum gut versorgt. Doch dann verstarb die Besitzerin und die Familie entsorgte die Beiden in ein Tierheim. Wir suchten verzweifelt nach den Kleinen und mussten einige Hürden nehmen, um ihrer wieder habhaft zu werden.

 

Eine nette Dame aus Süddeutschland interessierte sich dann für die Nackthunde. Wir verabredeten einen Kennenlerntermin, bei dem es zwischen der Dame und unseren Nackies zu Liebe auf den ersten Blick kam. Die Interessentin besaß bereits Nackthunde und für uns stand fest, hier werden die Lütten es gut haben. Der Abschied von den Beiden fiel uns zwar schwer, doch die Gewissheit, dass sie in ihr Paradies fahren, machte uns glücklich.

 

Bei Frau Barbara Geiger, die die "Igel- und Vogel-Station Waldbröl" betreibt, bedanken wir uns herzlich, denn ihr ist kein Weg zu weit, um einen Igel, Vogel, eine Maus und/oder Fledermaus usw. zu retten. Dieses Jahr fand sich sogar ein Bussard bei ihr ein, dem selbstverständlich geholfen wurde.

 

Zahlreiche in Not geratene Tiere fanden den Weg zu Frau Geiger auf die Station und wurden dort mit viel Liebe und Eifer versorgt und gepflegt. Leider schafften es nicht immer alle wieder gesund  zu werden und starben. Das ist dann sehr traurig; jedoch ist die Erfolgsquote sehr hoch und die meisten Tiere können nach ihrer Genesung in die Natur zurückgelassen werden. Die, die eine Behinderung zurückbehalten, bleiben auf Lebzeit auf der Station.

 

Eine Jungtaube wurde von Jugendlichen als Fußball benutzt ... - leider gibt es so etwas auch. Sie erlitt mehrere Brüche am Flügel und musste operiert werden. Eine sehr engagierte Tierärztin führte die OP erfolgreich durch. Nach sorgfältiger Hege und Pflege kann die Taube nun zwar nicht mehr fliegen, doch sie lebt glücklich und zufrieden weiterhin auf der Station zusammen mit anderen Tauben, die nicht mehr in die Freiheit entlassen werden konnten.

 

Der Tierärztin sagen wir ganz herzlichen Dank für ihren Einsatz!

 

Früh im Jahr kamen die ersten Igel. Momentan überwintern noch 28 Igel bei Frau Geiger. Die Freude, sie im Frühjahr wieder hinaus zu lassen, ist jetzt schon groß.

 

Seit zehn Jahren fahren wir regelmäßig mit Hunden, Katzen, Vögeln und hin und wieder sogar mit einem Igel in die Altenresidenz "Elisabeth Rook" in Solingen, um dort die älteren Herrschaften zu besuchen. Die Bewohner freuen sich immer sehr auf unsere Besuche und darauf, die Tiere zu streicheln, zu halten und zu füttern. Es ist immer wieder schön, ihre strahlenden Augen zu sehen und den Spaß, den sie bei unseren zwei- und vierbeinigen Besuchen haben.

 

Aber nicht nur die Heimbewohner sind erbaut von den Stippvisiten, auch unsere Hunde sind begeistert, wissen sie doch, wenn sie bereits vor der Eingangstüre stehen, dass es jede Menge Streicheleinheiten und Leckerchen gibt.

 

Ein Highlight ist es jedes Mal, wenn Frau Geiger ein Igelchen mitbringt. Das wird dann ganz vorsichtig, geschützt durch ein Tuch, gehalten und betrachtet. In den vergangenen Jahren waren schon eine Ziege, eine Krähe und Kaninchen mit dabei.

 

Jeden zweiten Freitag im Monat findet unser Vereins-Stammtisch im "Merscheider Schützenhaus", Kyllmannweg 33, 42699 Solingen, statt. Hinweise dazu gibt es regelmäßig auf unserer Webseite oder auf Facebook. Auch Nichtmitglieder sind gern gesehene Gäste!

 

Öffentlichkeitsarbeit halten wir ebenfalls für sehr wichtig. So haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, das Jahr über an verschiedenen Aktionen bei "Fauna" und "Coppelpark" teilzunehmen.

 

Bei unserer Webmasterin möchten wir uns auch einmal bedanken, denn sie bringt unsere Webseite und das Facebook stets auf den neuesten Stand. Sie ist verantwortlich für die Textgestaltung und die Bildbearbeitung der Fotos. Leider werden uns oftmals qualitativ schlechte Fotos übergeben, bei denen sie dann versucht zu zaubern.

 

Wir hoffen, Ihnen hiermit einen kleinen Überblick über unsere Arbeit in diesem Jahr verschafft zu haben. Auch in der Zukunft sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen, ob es sich dabei um eine Geldspende handelt oder um Sachspenden.

 

Weiterhin suchen wir stets und ständig nach tierlieben Menschen, die uns eine Pflegestelle für ein Tier anbieten. Darauf sind wir so sehr angewiesen. Fragen hierzu beantwortet Ihnen Frau von Itter gerne (Tel.-Nr.: 0212 - 20 94 52).

 

Zum Schluss bleibt uns nur noch, Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Tieren ein gesundes und friedliches Jahr 2018 zu wünschen.

 

Ihr Team von Tiere in Not Solingen e.V.

 

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