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Welcher Hundebesitzer kennt das nicht? Die meisten Vierbeiner sind kaum zu bändigen, wenn sie einen See oder das Meer erblicken. Herrchen und Frauchen stehen am Ufer und werfen das Stöckchen ins Wasser und der Hund springt übermütig in die kühlen Fluten. Jeder Hund ist von seiner Statur her dazu befähigt, zu schwimmen, nur ist es da bei den Vierbeinern genauso wie bei den Zweibeinern: Es gibt unter ihnen die Wasserratten und die Wasserscheuen. Eine besondere Leidenschaft für Wasser ist bei Jagd- und Apportierhunden, wie beispielsweise dem Golden Retriever oder dem Labrador festzustellen, da bei ihrer Zucht besonderer Wert auf die Fähigkeit zu schwimmen gelegt wurde. Dessen ungeachtet gibt es Umstände, unter denen ihr Hund auf die Abkühlung im Wasser verzichten sollte. Bei Infektionen mit Fieber, Hauterkrankungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder der Neigung zur Epilepsie sollten Sie Ihren Hund am See nicht von der Leine lassen. Hier droht Ertrinkungsgefahr!

 

Die Bewegung im Wasser wird auf der anderen Seite mittlerweile von Therapeuten bei chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates, wie zum Beispiel Hüftgelenksdysplasie, Arthrose, Ellenbogendysplasie, Spondylose oder zur Rehabilitation nach einer Operation eingesetzt. Schwimmen bremst Gelenkentzündungen (auch Arthrose genannt). Arthrose entsteht durch Beschädigung des Knorpels vom Gelenk. Während des Schwimmens werden die Gelenke bewegt, ohne dass sie belastet werden. Die Entlastung der Pfoten vermindert den Druck auf das Gelenk, wodurch weniger Beschädigung des Knorpels entsteht und es weniger schmerzlich ist, das schon verschlissene Gelenk zu bewegen. Gleichzeitig wird aber durch die Bewegung mehr Gelenkflüssigkeit gebildet. Diese Flüssigkeit speist den Knorpel und schmiert das Gelenk. Schwimmen in ruhigem Wasser ist gut für die Stärkung der Bauch- und Rückenmuskeln des Hundes mit einem langen Rücken, wie beim Dackel. Beim Schwimmen hat der Hund den Vorteil, dass das Wasser teilweise das Gewicht aufhebt, wodurch die Wirbelsäule weniger belastet wird. Strömendes Wasser massiert zusätzlich die Muskeln. Salziges Meerwasser hilft bei vielen Hautkrankheiten und kann diesen sogar vorbeugen. Generell steht dem Badevergnügen nichts im Wege, wenn die folgenden, allgemeinen Regeln eingehalten werden.

 

Wann sollten Sie Hunde nicht schwimmen lassen?

Nicht im sehr kalten Wasser, denn dann können die Muskeln verkrampfen. – Nicht in Gräben oder kleinen Pfützen. – Nicht, wenn das Wasser am Ende des Sommers so aufgewärmt ist und Algenwuchs aufweist. Davon können Hunde Juckreiz bekommen. – Nicht, wenn das Meer zu rau ist oder im Fall von ablandigem Wind oder einer starken Unterströmung. – Nicht, wenn der Hund Juckreiz vom salzigen Meerwasser bekommt. Sie sollten den Hund direkt nach dem Schwimmen mit lauwarmen Leitungswasser abspülen. – Nicht, wenn der Hund krank ist oder keine gute allgemeine Kondition hat, denn Schwimmen kostet viel mehr Energie als zum Beispiel neben dem Fahrrad herlaufen.

 

Welche Hunde dürfen oder können nicht schwimmen?

Hunde unter einem halben Jahr sollten nicht unbeaufsichtigt in offenen Gewässern baden. -Hunde, die durch Wasser Probleme mit den Ohren oder Durchfall bekommen. -Hunde mit einer kurzen Schnauze z.B. die englische Bulldogge und der Boston Terrier und Hunde mit kurzen Pfoten und einem schweren Körper, z. B der Bassett. - Hunde die versessen auf Wasser sind und tauchen, aber trotzdem nicht schwimmen können. Also schauen Sie, ob Ihr Hund schwimmen kann und sein Kopf dabei über Wasser bleibt. Schwimmen bedeutet nicht nur, mit den Vorderpfoten zu zappeln. Auch die Hinterpfoten müssen kräftige vorwärtstreibende Bewegungen machen.

 

Hundebaden bei Hitze: Temperaturschocks vermeiden

Da ist es bei unserem Vierbeiner nicht anders als bei uns: An besonders heißen Tagen ist es wichtig, dass er sich langsam abkühlt. Zuerst sollte der Hund nur mit den Pfoten das Wasser erkunden und sich dann nach und nach bis zu den Ellenbogen vorwagen, bis er schließlich den gesamten Körper eintaucht. Auf diese Weise kann man den Vierbeiner vor Herz-Kreislauf-Problemen schützen.

 

Nicht mit vollem Hunde-Magen ins Wasser

Diese Regel kennt wohl jeder noch aus der Kindheit ? und auch für unsere Hunde ist sie von großer Bedeutung. Aber geht man wirklich unter, wenn man mit vollem Magen schwimmen geht? Ja, im weitesten Sinne kann das eine Folge dieses Regelverstoßes sein. Das Blut wird nach dem Essen in erster Linie für die Versorgung des Magen-Darmtraktes benötigt. Ist das Wasser kalt und die Extremitäten sind nicht genügend mit Blut versorgt, führt dies schnell zu Schwächezuständen bis hin zur Ohnmacht. Eine weitere unangenehme Folge kann aus dem Druck des Wassers auf den Bauch hervorgehen. Der gesamte Mageninhalt wird nach oben geschoben und drückt von unten gegen die Herzspitze. Auch auf diese Weise kann dem Hund schnell die Kraft ausgehen.

 

Hund beim Baden nicht unbeaufsichtigt baden lassen

Ihr Hund verfügt, genau wie Sie, nur über ein gewisses Maß an Kondition. Wenn er mit anderen Vierbeinern im Wasser herumtollt, kann es schon mal passieren, dass er sich zu sehr verausgabt. Das Gleiche gilt auch für Tage, an denen Sie zusammen mit Ihrem Hund schwimmen. Normalerweise kann ein fitter Vierbeiner locker mithalten, wenn Sie nicht gerade ein extremer Schwimmer sind. Generell sollten Sie allerdings immer ein Auge auf den momentanen Zustand Ihres Hundes haben.

 

Hund im Meer: Kein Salzwasser trinken lassen!

Hunde, die größere Mengen Salzwasser trinken, können langfristig regelrecht austrocknen. Zusätzlich erbrechen die meisten Hunde und bekommen starken Durchfall. Am besten verhindern Sie, dass der Hund Meerwasser trinkt, indem Sie ihm vor und nach dem Badengehen ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stellen.

 

Hunde in der Sonne: Vorsicht vor Sonnenbrand!

Wer freut sich nicht über einen sonnigen Sommertag am Strand? So schön es auch ist, Sie sollten unbedingt darauf achten, dass sich Ihr Hund zum Relaxen ein schattiges Plätzchen sucht. Nach dem Bad im kühlen Nass sollte der Vierbeiner sorgfältig abgetrocknet werden, da bei nassem Fell viel nackte Haut zum Vorschein kommt, die – genau wie beim Menschen – einen Sonnenbrand bekommen kann. Im Anschluss an das Badevergnügen sollte das Salz wieder aus dem Fell des Hundes gewaschen werden, denn es kann die Haut angreifen. Auch wenn er diese „kosmetischen Duschen“ gar nicht liebt.

 

Welpenschwimmen – Früh übt sich!

Schon wenige Wochen alte Welpen dürfen unter Aufsicht baden gehen. Sie sollten allerdings beachten, dass der kleine Schwimmanfänger langsam an das Wasser gewöhnt wird. Am besten eignet sich für den Anfang ein kleines Gewässer mit sehr flachem Einstieg oder aber ein kleines Planschbecken im Garten. Sollte Ihr Welpe sich nicht die Pfoten nass machen wollen, hilft oftmals ein kleiner Hunde-Freund, der sich bereits traut. Aber auch hier gilt: Aufhören, wenn es am Schönsten ist! Denn für Ihren Welpen sollte das erste Schwimmerlebnis eine positive Erfahrung sein.

 

Hunde im Wasserrausch: Vorsicht vor Übermut

Schwimmen ist bestens für den schrittweisen Muskelaufbau geeignet und gleichzeitig sehr schonend für die Gelenke, da der Körper im Wasser scheinbar schwerelos ist. Wie bei anderen Hunde-Sportarten ist es auch hier wichtig, das Training im Wasser nicht zu übertreiben. Denn eines sollte man bei all dem Badespaß nicht vergessen: Das Toben im Wasser ist für den Vierbeiner doppelt so anstrengend wie das Herumtollen an Land.

 

Hunde nur ohne Halsband schwimmen lassen

Achten Sie bitte darauf, dass Sie Ihrer Wasserratte vor dem Bad das Halsband abnehmen. Andernfalls kann es schlimme Folgen haben, denn ist das Hundehalsband zu locker, können sich die Pfoten darin verfangen. Ihr geliebter Vierbeiner verliert die Kontrolle und dreht sich auf den Rücken. Das kann im schlimmsten Fall zum Ertrinken des Hundes führen.

 

Quelle: https://www.tophundeschule.de/blog/tipp-des-monats/hunde-baden-gehen-437979