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Aktuelles/Berichte - TASSO-Informationen

08.12.20187

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TASSO-Serie „Mit dem Hund sicher durch das ganze Jahr“ –
Teil 4: Der Winter

 

Auch wenn diese Woche nicht gerade ihr winterlichstes Gesicht präsentiert – der Winter steht vor der Tür, und das erste Adventswochenende hat in vielen Teilen Deutschlands schon mit jeder Menge Schnee für die passende Stimmung gesorgt.

 

Unsere Vierbeiner haben bereits ihr Winterfell „angelegt“ und sind startklar. Alte und kranke Hunde freuen sich jetzt bei längeren Spaziergängen wieder über wärmende Pullover oder Mäntelchen. Achten Sie darauf, dass die Hundekleidung gut verarbeitet ist, und gewöhnen Sie Ihren tierischen Liebling langsam daran, wenn das für ihn noch neu ist. „Auch Hunde, die rassebedingt nur wenig Unterfell haben, können die Kälte nicht so gut vertragen, genießen aber mit einem Pullover oder Mantel den Winter dennoch sehr“, weiß TASSO-Leiter Philip McCreight. Sein vierbeiniger Begleiter, Berner-Sennenhund Ben, hat damit natürlich kein Problem. Er trägt längst sein dichtes Winterfell und hat den ersten Schnee in vollen Zügen genossen. Und manchmal möchte er auch gerne ein bisschen von der weißen Pracht fressen. Davon ist allerdings abzuraten: „Das übermäßige Fressen von Schnee kann zu einer Schnee-Gastritis führen. Besonders groß ist die Gefahr, wenn der Schnee verunreinigt ist“, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Achten Sie also darauf, dass Ihr tierischer Freund den Schnee beim Spielen nicht frisst.

 

Lauwarmes Pfotenbad gegen Salz- und Splittrückstände

 

Etwas aufwendiger ist in der kalten Jahreszeit auch die Pfotenpflege. Bei langhaarigen Tieren wie Ben bleiben gerne kleine Eisklümpchen, Splittstücke oder Streusalzreste im Fell hängen. Daher ist es wichtig, die Haare an den Pfoten vor allem im Winter kurz zu halten. Unabhängig von der Felllänge: Viele Hunde leiden im Winter unter dem aggressiven Salz. Lauwarme Pfotenbäder beim Nachhausekommen können helfen, die Rückstände abzuspülen. Auch Fettcremes schützen und pflegen die empfindlichen Hundeballen. Wo es geht, sollten Sie stark mit Salz gestreute Wege einfach umgehen. Ist das nicht möglich und ist Ihr vierbeiniger Freund sehr empfindlich, könnten auch Pfotenschuhe helfen.

 

Zeit für viel Gemeinsamkeit

 

Eines ist aber ganz besonders toll am Winter: Nach einem schönen ausgiebigen Spaziergang gemeinsam im warmen Zuhause kuscheln! Also los geht’: Genießen Sie die kalte Jahreszeit mit Ihrem vierbeinigen Freund!

 

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25.11.2017

 

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TASSO-Tipps für eine tierisch sichere Vorweihnachtszeit

 

Die ersten Lichterketten leuchten, im Kerzenlicht funkelnd drehen sich glitzernde Sterne in den Fenstern und in wenigen Tagen eröffnen die Weihnachtsmärkte. Die Vorweihnachtszeit ist eine Zeit mit vielen Erledigungen und Verpflichtungen, und damit die Besinnlichkeit dabei nicht auf der Strecke bleibt, soll es auch im eigenen Zuhause weihnachtlich zugehen. Kerzen, Lichter, weihnachtliche Dekoartikel und der Tannenbaum dürfen da nicht fehlen. Und mittendrin in diesem vorweihnachtlichen Tohuwabohu stehen unsere Haustiere, die auch gerne beim Dekorieren oder Geschenkeeinpacken dabei sein wollen.

 

Vor allem Katzenhalter wissen, wie „hilfreich“ ihre Stubentiger dabei sind. Im bunten weihnachtlichen Trubel lauern für Haustiere jedoch auch einige Gefahren. Damit Ihrem Liebling nichts zustößt, haben wir einige Hinweise zusammengestellt.

 

Vorsicht mit Feuer

 

Natürlich sollte ein Haustier niemals alleine mit einer Kerze im Zimmer zurückgelassen werden. Aber auch wenn der Mensch dabei ist, können sich zum Beispiel Katzen schnell den Schwanz in der Flamme versengen oder beim Spielen mit dem Hund stürzt eine Kerze um. Daher gilt: Geben Sie besonders gut acht, wenn Sie echte Kerzen verwenden oder steigen Sie gleich auf die zwar nicht ganz so gemütlichen, dafür aber sicheren LED-betriebenen Alternativen um.

 

Oh Tannenbaum!

 

Der große, bunt geschmückte Tannenbaum ist meist das zentrale Element im (vor)weihnachtlichen Wohnzimmer. Ängstliche Tiere könnte er jedoch verunsichern, also achten Sie gut auf die Reaktion Ihres Vierbeiners, wenn Sie zum ersten Mal einen Tannenbaum aufstellen. Vielleicht geben Sie Ihrem Tier zunächst einige Tage Zeit, sich an das grüne Ungetüm zu gewöhnen, bevor Sie es schmücken. Beim Spielen mit dem Hund ist nun ebenfalls Vorsicht geboten. Schnell bleibt eine Pfote im Kabel der Lichterkette hängen und das ganze Gesamtkunstwerk stürzt in sich zusammen.

 

Gefährlich sind auch die Scherben von heruntergefallenen Glaskugeln. Die Kugeln sollten daher besonders gut im Baum befestigt werden. Halten Sie Ihre Tiere fern von den Zweigen und vom Wasser im Weihnachtsbaumständer. Dekorieren Sie statt mit funkelnden Glaskugeln vielleicht lieber mit Kugeln aus Plastik oder mit Strohsternen oder Filzanhängern, wenn

 

Sie besonders verspielte oder junge Katzen haben. Vorsicht gilt auch bei Lametta. Wenn es gefressen wird, kann es schnell einen Darmverschluss verursachen. Auch der in vielen Haushalten beliebte Weihnachtsstern ist giftig für unsere Vierbeiner und sollte daher außer Reichweite stehen oder gleich beim Händler bleiben.

 

Apropos Essen

 

Besonders in der Zeit rund um Weihnachten, in der Süßigkeiten allgegenwärtig sind, können Tiere schnell mal etwas fressen, das nicht für sie gedacht war und ihnen nicht bekommt. Bestes Beispiel dafür ist Schokolade. Nur wenig von der süßen Nascherei reicht, um Hund und Katze in ernste gesundheitlich Bedrängnis zu bringen. Lassen Sie daher nichts offen liegen. Auch wenn Ihr Tier bislang kein Interesse daran gezeigt hat: Wenn es sich plötzlich doch einmal anders verhält, kann das böse Folgen haben.

 

Noch ein Hinweis, der Tierhaltern in der Regel bewusst ist, den Sie aber gerne in Ihrem Umfeld weitergeben können: Natürlich sind Tiere keine Geschenke. Sie sind gute Freunde, treue Begleiter, Familienmitglieder, aber keine „Sachen“, die man jemandem schenkt. Die Entscheidung für ein Tier sollte immer bewusst und mit allen Beteiligten gemeinsam getroffen werden.

 

Die freien Tage am Ende des Jahres sind nichtsdestotrotz natürlich eine gute Gelegenheit, um – falls geplant – im Familienkreis miteinander über den Wunsch nach einem (weiteren) Tier zu sprechen.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Vierbeinern eine besinnliche Vorweihnachtszeit. Lassen Sie sich nicht stressen und schalten Sie hin und wieder bewusst eine Zeit lang gemeinsam mit Ihrem tierischen Liebling ab!

 

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10.11.2017

 

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So wird die Martinsfeier zur Freude für Mensch und Tier

 

Ob nun der religiöse Aspekt im Mittelpunkt steht oder die Freude der Kinder an Laternen, Weckmännern und der Gesellschaft beim Martinsfeuer – St. Martin macht vielen Menschen großen Spaß. Allerdings gibt es aus Tierschutzsicht einiges zu beachten, damit diese Feiern rund um den heiligen Martin von Tours, der der Legende nach seinen Mantel mit einem Bettler teilte, richtig unbeschwert sein können.

Vor allem die wärmenden Martinsfeuer, an denen sich die Menschen nach den Laternenumzügen versammeln, sorgen für eine gemütliche und heimelige Stimmung und machen das Martinsfest zu einem besonderen Erlebnis. Diese Feuer, die Licht ins Dunkle bringen, können jedoch für Tiere zum Verhängnis werden. In den entzündeten Holzhaufen sterben jedes Jahr viele Wildtiere, während davor das gemütliche Beisammensein genossen wird. Denn häufig ziehen sich Tiere in die vermeintlich schützenden Reisighaufen zurück, um zu überwintern. Werden diese nun entzündet, kommen die Tiere in Feuer und Rauch um, bevor sie sich in Sicherheit bringen können.

Dieses Problem lässt sich aber zum Glück ganz einfach umgehen. Und zwar, indem die Reisig- oder Holzhaufen erst kurz vor dem Entzünden endgültig aufgebaut werden. Ist das nicht möglich, sollten sie zumindest kurz vorher noch einmal umgeschichtet werden, damit die Tiere eine Chance haben zu fliehen. Lediglich an den Haufen zu rütteln reicht nicht aus. Wird diese einfache Maßnahme beachtet, müssen die Menschen weder auf ihr Vergnügen verzichten noch werden Tiere in Gefahr gebracht.

 

Findet in Ihrer Nähe ein Martinsfeuer statt? Dann erkundigen Sie sich doch im Vorfeld, wie das Entzünden gehandhabt wird und regen Sie eine Umschichtung an. Viele Gemeinden appellieren vor Oster- oder Martinsfeuern bereits an die Veranstalter, tierbewusst zu handeln.

 

Ein weiteres Problem der Martinstage ist, dass leider vielerorts noch gerne die traditionelle Martinsgans auf den Tisch kommt. Die dafür in Massen gezüchteten Gänse wurden nicht selten unter tierschutzwidrigen Bedingungen großgezogen. Laut Statistischem Bundesamt stammten zum Beispiel im Jahr 2015 nur knapp 3.000 Tonnen des hier verzehrten Gänsefleisches aus Deutschland und etwa 21.000 Tonnen aus dem Ausland, hauptsächlich aus Polen und Ungarn. „Die Tiere werden oftmals in großen Gruppen auf engstem Raum in sogenannten intensiven Stallhaltungen gehalten. Häufig stammt das angebotene Gänsefleisch aus der in Deutschland verbotenen Stopfleberproduktion oder sogar aus Käfighaltung“, kritisiert Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO die Tradition der Martinsgans.

 

Dass aber auch hierzulande noch eine tierquälerische Massentierhaltung von Gänsen ohne Zugang zu einer Wasserstelle möglich ist, läge an der fehlenden Gesetzesgrundlage. „Verbindliche Haltungsvorschriften für Gänse existieren nicht in der deutschen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung. Auf EU-Ebene gibt es zwar eine 1999 für Hausgänse angenommene Europaratsempfehlung, die jedoch nicht rechtsverbindlich ist“, erläutert der Tierschutzexperte. In diesem Zusammenhang fordert TASSO die zukünftige Bundesregierung auf, endlich gesetzliche Vorschriften für die Haltung von Gänsen in die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung aufzunehmen.

Wenn Sie dem unsagbaren Leid der Gänse bewusst entgegenwirken möchten, finden Sie im Internet viele leckere vegetarische und vegane Alternativen. Wer dennoch nicht auf den Gänsebraten verzichten will, sollte Gänse aus ökologischer und regionaler Erzeugung kaufen. Gesetzlich geschützte Kennzeichnungen wie beispielsweise „Freilandhaltung“, „bäuerliche Freilandhaltung“ oder „ökologische Tierhaltung“ stehen für eine artgerechte Haltung mit Auslauf.

 

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6.11.2017

 

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Sichern Sie sich ab –
die Haftpflichtversicherung ist ein Muss für Tierhalter

 

Ob ein angenagter Stuhl im Hotelzimmer, ein verursachter Sturz oder gar eine Bissverletzung: Führt ein Haustier einen Schaden herbei, haftet sein Halter dafür. Auch wenn er nicht schuld hat oder noch nicht einmal dabei war. Das regelt § 833 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Die Kosten eines solchen Schadens können ganz schnell immens werden. Bei einem vom Haustier verursachten Autounfall, bei dem Menschen verletzt oder gar getötet werden, können beispielsweise schnell enorme Schadensersatzansprüche und Schmerzensgeldansprüche entstehen, die einen Tierhalter unter Umständen „in den Ruin“ treiben können. Wenn dieser nicht versichert ist.

 

Die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries rät daher unbedingt dazu, sich abzusichern. „Vielen Hundehaltern ist bereits bewusst, wie wichtig eine Hundehalterhaftpflichtversicherung ist, je nach Bundesland, in dem der Hund gehalten wird,  ist eine solche Versicherung ohnehin Pflicht. Katzenhalter wissen jedoch häufig nicht um die gesetzliche Schadenersatzpflicht“, weiß die Rechtsanwältin aus ihrer praktischen Tätigkeit. Das liege wahrscheinlich darin begründet, dass es nur für Hunde und Pferde spezielle Versicherungsangebote gibt, zum anderen aber auch darin, dass viele Menschen unterschätzen, wie schnell auch von einer Katze ein großer Schaden verursacht werden kann. Ein Beispiel dafür ist der vom Landgericht Bielefeld am 21.03.2012 entschiedene Fall, wo ein Katzenbiss in die Hand letztlich zu einer Operation und einem Krankenhausaufenthalt führte. Neben dem Schadensersatz musste auch ein Schmerzensgeld gezahlt werden (Az. 21 S 38/11).

 

Für Pferde- und Hundehalter sind eigene Haftpflichtversicherungen, mit denen sich die Halter für entstehende Schäden absichern können, ratsam. Schäden durch Katzen oder Kleintiere sollten im Idealfall in der bereits bestehenden Privathaftpflichtversicherung mitumfasst sein. Hat der Tierhalter keine Versicherung abgeschlossen, haftet er mit seinem gesamten privaten Vermögen.

 

TASSO-Tipp: Sorgen Sie lieber vor und sichern Sie sich selbst und Ihr Tier für den Ernstfall ab. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine bestimmte Versicherungsgesellschaft empfehlen können.

 

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28.10.2017

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Was tun bei einem Wildunfall?

 

Die Straße durch den Wald ist dunkel, der vereinzelte Gegenverkehr blendet. Links und rechts bilden Bäume eine schwarze Wand, Leitpfosten reflektieren im Fernlicht. Szenen wie diese kennt jeder Autofahrer, der im Herbst oder Winter abseits der Autobahn unterwegs ist. Immer aufmerksam, immer auf der Hut, weil jeden Moment ein Tier vor das Auto laufen könnte. Was zwar in den meisten Fällen nicht passiert, kann umso schlimmer enden, wenn es doch einmal vorkommt. Daher rät TASSO Autofahrern nun wieder zu erhöhter Vorsicht und Aufmerksamkeit, vor allem vor dem Hintergrund der am Wochenende beginnenden Winterzeit, die noch mehr Dunkelheit bringen wird.

Tempo anpassen, Abstand halten und bremsbereit sein – vor allem dort, wo gezielt vor Wildwechsel gewarnt wird, ist das wichtig. Sobald Wild am Straßenrand zu erkennen ist, sollten Verkehrsteilnehmer abbremsen und hupen, um das Tier zu verscheuchen. „Auf keinen Fall darf das Tier durch das Einschalten des Fernlichtes geblendet werden, da es hierdurch die Orientierung verliert und dadurch erst recht auf die Lichtquelle und somit die Straße zulaufen wird“, gibt TASSO-Leiter Philip McCreight zu bedenken. Sobald ein Tier zu sehen ist, sollte also unbedingt von Fern- auf Abblendlicht umgeschaltet werden. Achtung: Da Wildtiere meist im Rudel auftreten, gilt es außerdem abzuwarten, ob weitere Tiere folgen.

Autofahrer, die versuchen, ein vor das Auto gelaufenes Tier durch ein Ausweichmanöver zu schützen, begeben sich und andere Verkehrsteilnehmer in große Gefahr. Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr oder mit Bäumen am Straßenrand enden oft schwerwiegend. Daher rät zum Beispiel der ADAC: Wenn der Zusammenstoß unvermeidbar ist, Lenkrad festhalten und kontrolliert bremsen.

Und wenn es tatsächlich zu einem Zusammenstoß mit einem Wildtier gekommen ist?  

  • Bringen Sie das Auto zum Stillstand und versuchen Sie, Ruhe zu bewahren

  • Schalten Sie die Warnblinkanlage ein, ziehen Sie und alle weiteren Fahrzeuginsassen Warnwesten an, sichern Sie die Unfallstelle und versorgen Sie eventuell verletzte Personen

  • Informieren Sie die Polizei über Ihren Unfall

  • Bleiben Sie so lange bei dem verletzten Tier, bis Hilfe eintrifft

  • Machen Sie Fotos von der Unfallstelle und dem Tier und notieren Sie die Kontaktdaten möglicher Zeugen

So schwer es auch fallen mag, untätig zu bleiben: Die Eigensicherung geht vor. Ein verletztes Tier darf niemals angefasst werden, da es Schmerzen haben und in Panik beißen könnte. Ein verletztes oder totes Tier darf zudem niemals in guter Absicht mitgenommen werden. Diese Handlung gilt im Sinne des Gesetzes als strafbare Wilderei.

TASSO-Tipp: Es ist hilfreich, sich von der Polizei noch vor Ort für die Versicherung eine Wildunfallbescheinigung ausstellen zu lassen. Diese kann bei der eigenen Kfz-Versicherung eingereicht werden. Insbesondere, wenn das verletzte Tier geflüchtet ist, ist diese Bescheinigung für die Versicherung wichtig.

 

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13.10.2017

 

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Stachelige Gartenbewohner –
So helfen Sie Igeln richtig über den Winter

 

Es raschelt im Laubhaufen, dann erscheint ein kleines braunes Wesen und huscht schnell ins Gemüsebeet. Es ist Herbstzeit und in unseren heimischen Gärten sind wieder fleißig die Igel auf Futtersuche. Damit ein Igel in den Winterschlaf gehen kann, muss er sich zunächst ein gründliches Fettpolster anfressen. Das schaffen die stacheligen Tierchen in der Regel alleine, ohne dass wir Menschen eingreifen müssen. Mit einigen kleinen Taten können wir ihnen das Leben jedoch ein wenig erleichtern.

Laubnest für den Winter

Ein erster Schritt wäre es, den Garten für Igel zugänglich zu machen. Durch kleine Nischen in den Zäunen kommen die Tiere sicher in den Garten und können dort ausgiebig nach Futter suchen. Ebenfalls hilft es, wenn Menschen jetzt auf den Einsatz von Laubsaugern verzichten, da damit auch die Futtertiere der Igel aufgesaugt werden. Seien Sie auch vorsichtig beim Laub zusammenfegen und richten Sie gemütliche Laubhaufen in einer geschützten Ecke im Garten ein. Dort oder im Komposthaufen können sich die Stacheltiere zurückziehen und ihr Winternest bauen, in dem sie schlafen, bis das Frühjahr sie weckt.

Etwas Vorsicht ist bei Begegnungen zwischen Haustieren und Igeln geboten. Denn Igel sind häufig mit Flöhen befallen. Die  Expertenkommission für Parasitenbehandlungen bei Haustieren ESCCAP empfiehlt daher, falls es zu einem Kontakt gekommen ist, die Tiere danach anschließend umgehend auf Flohbefall zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. „Weiterhin können Igel auch Magendarmparasiten haben, die auf Haustiere übertragen werden können“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Haustier und Igel zuliebe sollte daher kein direkter Kontakt stattfinden.

Zusätzliches Futter brauchen gesunde Igel nur selten. Sie finden in der Regel genug in unseren Gärten. Damit die Tiere den Winter sicher überstehen, sollten Igeljunge etwa ein halbes Kilo wiegen, bevor der Frost einsetzt. Auch die Erwachsenen brauchen entsprechende Energiereserven, um gut überwintern zu können. Kommt der Frost sehr früh, können Tierfreunde Igel unterstützen und etwas zufüttern. Dafür bietet der Fachhandel spezielles Igelfutter an. „Zusätzlich kann Katzenfeuchtfutter mit Haferflocken vermischt oder ungewürztes gegartes Rührei und Hackfleisch angeboten werden. Zum Trinken sollte den Tieren frisches Wasser bereitgestellt werden, aber keine Milch, denn die vertragen sie nicht“, empfiehlt Dr. Anette Fach.

Igel sind keine Haustiere

Igel benötigen nur selten menschliche Hilfe. Wenn sie einen kläglichen Eindruck machen, sollten Tierfreunde sie zunächst eine Weile beobachten, bevor sie eingreifen. Da die Tiere besonders geschützt sind, dürfen nur wirklich hilfsbedürftige Igel mitgenommen, gesund gepflegt, sachgemäß aufgezogen und im Frühjahr wieder ausgewildert werden. Hierfür sollte sich der Finder in jedem Fall fachmännische Hilfe holen. Diese findet er bei einer Igelstation (beispielsweise unter www.pro-igel.de) oder alternativ auch beim nächstgelegenen Tierheim oder Tierarzt. Auf Unterstützung angewiesen sind die Tiere dann, wenn sie eindeutig verletzt, auffallend dünn sind, apathisch wirken und sich bei Kontakt nicht sofort zusammenrollen. Keinesfalls sollte ein Igel als Haustier gehalten oder als Spielgefährte für Kinder herhalten müssen.

 

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06.10.2017

 

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TASSO-Serie „Mit dem Hund sicher durch das ganze Jahr“
Teil 3: Der Herbst – Piksende Wegbegleiter und Spaziergänge im Dunkeln

 

In den Wäldern und Parks ist bereits deutlich sichtbar, dass der Sommer seinen Abschied verkündet hat. Die Blätter sind gefallen, Kastanien und Eicheln säumen wieder den täglichen Spaziergang. Auch im Herbst haben unsere Hunde besondere Ansprüche, denen wir gerecht werden müssen.

Die herbstlichen Tücken

Der zu heiße Asphalt ist Geschichte, nun bestehen die gemeinen Gefahren für empfindliche Hundepfoten in spitzen Kastanienschalen und harten Laubstücken. Prüfen Sie daher nach jedem Spaziergang die Pfotenballen Ihres tierischen Begleiters. Es kann auch schon mal vorkommen, dass Sie noch während der Gassirunde einen spitzen Kastanienstachel entfernen müssen.

Schon seit einigen Wochen sind neben Zecken und Flöhen auch wieder weitere Plagegeister unterwegs: die Grasmilben. Ihre Larven befallen im Spätsommer und Herbst vor allem Hunde und Katzen und machen ihnen jede Menge Ärger. Einige Tiere reagieren sehr empfindlich auf die Bisse. Oft hilft es schon, wenn Sie Ihrem Vierbeiner nach dem Rennen durch hohes Gras die Pfoten und Beine kurz abwaschen. Wenn Ihr Hund sich jedoch verstärkt schleckt und Sie sich Sorgen machen, suchen Sie vorsichtshalber den Tierarzt Ihres Vertrauens auf.

Sehen und gesehen werden

Zum Bedauern der meisten Menschen wird es nun auch wieder früher dunkel und viele Spaziergänge werden künftig in der Finsternis stattfinden. Sorgen Sie unbedingt dafür, dass Ihr Hund gesehen wird. Auch schon bei kleinen Runden besteht große Gefahr durch Autos oder andere motorisierte Fortbewegungsmittel. Auch Radfahrer könnten Ihren Vierbeiner schnell übersehen. Der Tierbedarfshandel bietet mittlerweile jede Menge Ausstattung an. Die Angebotspalette reicht von leuchtenden Halsbändern, über reflektierende Leinen und Geschirre bis hin zu Regenmänteln mit Reflektoren. Vergessen Sie sich selbst nicht: Auch Sie sollten in der Dunkelheit sichtbar sein. Stecken Sie zudem für unterwegs eine kleine Taschenlampe ein, wenn Sie für einen Spaziergang im Wald oder Feld die beleuchteten Bereiche verlassen. Dann sehen Sie besser, Sie werden besser gesehen und Sie finden bei der Entsorgung die Hinterlassenschaften Ihres tierischen Freundes in der Dunkelheit leichter wieder.

Vorsorge ist die halbe Miete

Vergessen Sie auch im Herbst niemals die TASSO-Marke an Halsband oder Geschirr. Ein interessantes Geräusch wie die Bewegung eines Wildtieres oder ein intensiver Geruch können besonders bei Hunden mit ausgeprägtem Jagdtrieb in einem ungünstigen Fall schon ausreichen, um das Weite zu suchen. Um auf Nummer sich zu gehen, sollten Sie Ihren Hund im Dunkeln an der Leine lassen, vor allem dort, wo Verkehr herrscht. So gut er auch hört und so hell er in der Dunkelheit auch leuchten mag – es kann immer jemanden geben, der ihn übersieht.

Haben Sie auf Ihrer Gassirunde einen Hund ohne sichtbare TASSO-Marke gesehen? Sprechen Sie sein Frauchen oder Herrchen doch mal darauf an, ob er bereits bei TASSO registriert ist. Denn egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: Mit der Registrierung bei TASSO erhält jedes Tier den größtmöglichen Schutz davor, nie wieder nach Hause zu finden.

Mit Ihrer Spende an TASSO schenken Sie Fellnasen-Glück! Rund fünf Millionen Hunde haben dank TASSO das Glück, in ein sicheres und liebevolles Zuhause zurückkehren zu können, wenn sie einmal entlaufen sind. Denn sie sind bei TASSO registriert. Mehr als 30.000 glücklichen Hunden konnte TASSO helfen, als sie im vergangenen Jahr nicht mehr den Weg zurück nach Hause gefunden haben. Denn TASSO ist die Organisation, die Mensch und Tier zusammenbringt. Lesen Sie mehr über unser Engagement für Hunde auf unseren Internetseiten und erfahren Sie dort, wie und wo wir uns für sie einsetzen. Setzen Sie noch heute ein Zeichen, indem Sie mit einer Spende den Hunden in Not helfen, denen ein Stück vom tierischen Glück fehlt. Für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit und Ihre Unterstützung schon heute unser herzlichster Dank!

 

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29.09.2017

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TASSO fordert zum Welttierschutztag:
Tierschutz in den Koalitionsvertrag!

 

Das deutsche Tierschutzgesetz gibt uns Menschen die Verantwortung für das Tier als Mitgeschöpf und stellt es somit unter unseren Schutz. Dennoch müssen täglich unzählige Tiere in Deutschland enorme Qualen leiden. Dies geschieht im Rahmen der „Nutztier“-Haltung, der Tiertransporte und Schlachtung, der Tierversuche, der Zoos und Zirkusse bis hin zu den Tierhaltungen im Privathaushalt. Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober fordert die Tierschutzorganisation TASSO e.V. die zukünftigen Regierungsparteien deshalb auf, bei ihren Koalitionsverhandlungen den Tierschutz endlich in angemessener Weise zu berücksichtigen.

 

Tierleid ist in Deutschland an der Tagesordnung

„Deutschland nimmt beim Tierschutz schon lange keine Vorreiterrolle mehr ein. Täglich werden in unserem Land Millionen Tiere systematisch gequält, ausgebeutet und getötet, obwohl der Tierschutz vor 15 Jahren als Staatsziel in unserer Verfassung verankert wurde. Gerade im Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung sind unhaltbare, tierschutzwidrige Zustände längst die Regel und nicht die Ausnahme“, erklärt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO die Grundproblematik.

 

Mehr Tierschutz in der Landwirtschaft!

In einem Rechtsgutachten wurde erst kürzlich festgestellt, dass die konventionelle Mastschweinehaltung in Deutschland rechts- und verfassungswidrig ist. Auch der grausamen Praxis des millionenfachen Kükenschredderns wurde immer noch kein Ende gesetzt. „Wir brauchen endlich eine grundlegende Agrarwende mit einer Abkehr von der agrarindustriellen Massentierhaltung. Dazu bedarf es in einem ersten Schritt der Aufnahme aller landwirtschaftlich genutzten Tierarten in die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, wie zum Beispiel Milchkühe, Mastrinder, Schafe, Ziegen, Puten, Enten oder Gänse“, fordert Mike Ruckelshaus. Bis jetzt schließt die Verordnung, die die Mindestanforderungen für die Haltung bestimmter Tierarten in der Landwirtschaft festlegt, lediglich Kälber, Legehennen, Masthühner, Schweine und Kaninchen ein.

 

Konsequentes Qualzuchtverbot!

Nicht nur Heimtiere, sondern auch sogenannte Nutztiere werden durch züchterische Maßnahmen derart umgestaltet, dass dies bei ihnen zu Schmerzen, Leiden oder Schäden durch Organveränderungen und/oder Verhaltensstörungen führt. Um dieses Tierleid künftig effektiv zu verhindern, muss endlich das Qualzuchtverbot gemäß § 11b TierSchG konsequent vollzogen werden. Auch das auf die Heimtierzucht bezogene „Gutachten zur Auslegung von § 11b des Tierschutzgesetzes“ von 1999 bedarf in diesem Rahmen einer Anpassung an neuere Erkenntnisse. Darüber hinaus müssen dringend weitere Gutachten in Bezug auf die Zucht landwirtschaftlicher „Nutztiere“ erstellt und veröffentlicht werden.

 

Bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht!

Im Bereich Heimtiere fordert TASSO schon lange eine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen. Wären alle Hunde und Katzen in Deutschland registriert, würde kein Fundtier längere Zeit im Tierheim zubringen. Der Halter könnte anhand der Eintragung in einem zentralen Tierregister sofort ermittelt werden. Mit einer solchen gesetzlichen Pflicht könnten nicht nur die deutschen Tierheime langfristig entlastet werden, sie ist auch ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel oder das Aussetzen von Tieren.

 

Weitere Forderungen an die künftige Bundesregierung

Darüber hinaus erwartet TASSO von der nächsten Bundesregierung eine umfassende Novellierung des Tierschutzgesetzes, die sich am Wohl der Tiere orientiert, einen konkreten Ausstiegsplan aus der tierexperimentellen Forschung nach dem Vorbild der Niederlande sowie die rasche Umsetzung der Bundesratsbeschlüsse zum Verbot der Anbindehaltung von Rindern und zum Haltungsverbot für bestimmte Wildtierarten im Zirkus. „Der künftige Koalitionsvertrag muss ein klares politisches Bekenntnis zum Staatsziel Tierschutz beinhalten und ein unmissverständliches Signal ausstrahlen, das den Wandel in unserem Umgang mit dem Mitgeschöpf Tier bekräftigt“, so Mike Ruckelshaus abschließend.

 

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Tierschutz hört nicht an der Grenze auf:
Erneuter TASSO-Einsatz in Litauen

 

Vertrauensvoll blickt Berta mit treuen Augen in das Gesicht ihres Frauchens. Die fast zweijährige Hündin ist die erste Patientin im zweiten Catch-Neuter-Release (CNR)-Bridge-Projekt dieses Jahres, das unsere Projektleiterin Gudrun Koller für TASSO in der dritten Septemberwoche im litauischen Vilnius durchführt. Gleich wird Berta in Narkose gelegt und anschließend kastriert. Denn Bertas Frauchen hat verstanden, dass nur die Kastration eine sinnvolle und humane Möglichkeit ist, unerwünschten Nachwuchs und somit auch das Leid der Tiere auf der Straße zu verhindern.
 
Tierleid ist keine Seltenheit
 
Die große Hündin hat in ihrem jungen Leben schon viel erlebt. Während eines Waldspaziergangs vor eineinhalb Jahren hörte ihr jetziges Frauchen plötzlich ein jämmerliches Wimmern. Sie folgte diesem Ruf und traf auf Berta: völlig allein und hilflos an einem Baum angebunden. Die damals gerade einmal vier Monate alte Hündin war ihrem Schicksal bei Schnee und eisiger Kälte völlig ausgeliefert. Bertas Retterin nahm das komplett verängstigte und ausgehungerte Tier mit nach Hause und päppelte es auf. Die Schicksalswende für Berta: Aus dem scheuen Junghund ist mittlerweile eine stattliche Hündin geworden, die sogar in der ungewohnten Klinikatmosphäre schnell Vertrauen fasst und mit ihrer ruhigen Art die Herzen des gesamten Projektteams erobert.
 
Bertas traurige Geschichte ist leider kein Einzelfall. Immer wieder kommt es in Litauen durch die Armut der Menschen dazu, dass Hunde und Katzen ausgesetzt werden, weil sich die Halter deren Versorgung einfach nicht mehr leisten können und kaum selbst über die Runden kommen. Doch genau wie Bertas Frauchen erkennen immer mehr Menschen durch den Aufklärungseffekt unserer Projekte und die Berichterstattung in den Medien, dass ein Tier kein Spielzeug ist und eine lebenslange Verpflichtung bedeutet.
 
Das Projektprinzip: Diplomatie unter Menschen zum Wohl der Tiere
 
Eine Brücke zwischen Menschen, Politik und Tierschutz zu bilden, das ist das Ziel der CNR-Bridge-Projekte. Dabei stehen C („catch“), N („neuter“) und R („release“) für das Einsammeln, Kastrieren und wieder Freilassen beziehungsweise das Vermitteln von Streunertieren an gute Besitzer. Und Bridge für die „Brücken“, die durch das Prinzip „Kastrieren statt Töten“ für ein verantwortungsvolles Miteinander zwischen Mensch und Tier entstehen.

Doch die CNR-Bridge-Projekte, die Gudrun Koller für TASSO seit 2015 in Litauen und seit 2016 in Montenegro durchführt, bieten noch viel mehr. Auch Menschen mit einem sehr kleinen Einkommen und solche, die von der Nothilfe leben, erhalten durch sie die Möglichkeit, ihre Haustiere kostenfrei kastrieren zu lassen. Denn gerade die Tiere von bedürftigen Menschen sind besonders gefährdet, ausgesetzt zu werden. Neben der Kastration von Besitzer- und Straßentieren ist auch deren Kennzeichnung und Registrierung im Haustierregister von TASSO Teil der Projektarbeit. So kann nicht nur die unkontrollierte Vermehrung der Tiere verhindert, sondern ein entlaufenes Tier auch wieder nach Hause zurückgebracht werden. Darüber hinaus besteht so die Möglichkeit, die Menschen zu identifizieren, die ihre Tiere ausgesetzt haben.
 
Nachhaltigkeit ist bei den CNR-Bridge-Projekten oberstes Gebot. Deshalb werden örtliche Tierarztassistenten und Tierärzte von unserem Projektteam in die Durchführung schonender Kastrationsmethoden und die komplexe Infrastruktur eines erfolgreichen CNR-Projekts eingewiesen, damit sie diese künftig selbstständig anwenden und einen aktiven Beitrag zum Wohl der Tiere leisten können.
 
„Für mich persönlich sind solche Geschichten wie die von Berta ein Zeichen dafür, dass die jahrelange und hartnäckige Projektarbeit in Litauen langsam aber sicher Früchte trägt“, freut sich Projektleiterin Gudrun Koller, die bei jedem einzelnen TASSO-Einsatz selbst vor Ort ist und neben der Organisation und Koordination auch aktiv bei den Kastrationseinsätzen mitarbeitet. „Ich hoffe, dass wir künftig noch viele weitere Aktionen in Litauen durchführen können, um das Umdenken der Bevölkerung im Umgang mit Tieren und den Tierschutz im Allgemeinen weiter voranzubringen.“
 
Sie wollen mehr über unsere Arbeit im Rahmen der CNR-Bridge-Projekte erfahren? Viele weitere Informationen finden Sie auf der TASSO-Homepage.

 

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20.09.2017

 

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Für immer zusammen –
Gemeinsame Bestattung von Mensch und Tier

 

Auf alle Ewigkeit mit dem geliebten Vierbeiner vereint? Das ist ein Wunsch, den zunehmend mehr Menschen haben. Die gemeinsame Bestattung mit dem Haustier ist mittlerweile längst kein unrealistischer Wunschtraum mehr, sondern tatsächlich möglich. Die Bestattungsbranche hat auf die gesteigerte Nachfrage reagiert und so gibt es in Deutschland bereits einige wenige Tier-Mensch-Friedhöfe. Tendenz steigend.

Bis vor wenigen Jahren war das noch undenkbar. Damals kamen gerade erst Friedhöfe allein für Tiere auf, auf denen Halter ihre tierischen Lieblinge begraben können. Doch die Verbundenheit der Menschen zu ihrem Tier nimmt zu. Für viele ist ihr vierbeiniger Begleiter viel mehr als „nur“ ein Haustier. Er ist Sozialpartner, Freund, Familienmitglied und bedeutet den Menschen entsprechend viel. Diese enge Verbundenheit möchten einige Tierhalter auch im Tode würdigen. Ganz so neu ist der Wunsch der gemeinsamen Bestattung allerdings nicht. In der Geschichte finden sich zahlreiche ehemalige mächtige Männer, die mit oder bei ihren Tieren begraben worden sind.

Doch ist das rein rechtlich eigentlich möglich? „Ja, eine solche Entscheidung obliegt allerdings den Betreibern der Tier-Mensch-Friedhöfe und muss in den jeweiligen Friedhofssatzungen der Städte und Gemeinden oder in den Friedhofsordnungen der kirchlichen Träger festgelegt werden“, weiß die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries. „Da in Deutschland in allen Bundesländern eine gesetzliche Bestattungspflicht für Menschen, nicht aber für ihre tierischen Begleiter gilt, ist es möglich, die Asche des geliebten Tieres zunächst in einer Urne mit nach Hause zu nehmen.“

Ann-Kathrin Fries rät Menschen, die sich eine solche Form der Bestattung wünschen, sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen und vorzusorgen. „Wenn auch Sie auf dem Friedhof Ihres Wohnortes beerdigt werden möchten und die Urne mit der Asche Ihres Tieres als Grabbeigabe hinzugefügt werden soll, sollten Sie sich vorab informieren, ob dies dort überhaupt möglich ist. Notfalls müsste die Friedhofssatzung, wie zum Beispiel im nordrhein-westfälischen Grefrath geschehen, auf Antrag eines oder mehrerer Bürger geändert oder die Erlaubnis des kirchlichen Trägers eingeholt werden.“ Zusätzlich kann man auch Kontakt zu Betreibern spezieller Tier-Mensch-Friedhöfe aufnehmen, um sich zu informieren. Damit die Hinterbliebenen dem Wunsch des Verstorbenen nachkommen können beziehungsweise müssen, sollten die genauen Bestimmungen in einem Testament festgelegt werden.

Die Einäscherung und die Überführung der Tiere finden natürlich streng getrennt statt. In der Regel sterben Tiere und Halter nicht gleichzeitig, dennoch ist eine gemeinsame Bestattung möglich. Die Tiere, die ja meist zuerst sterben, werden nach ihrem Tode eingeäschert und ihre Halter dürfen sie dann in der Urne mit nach Hause nehmen. Aber auch andersherum ist das gemeinsame Begräbnis möglich. Wenn ein Tier erst nach seinem Halter stirbt, kann es anschließend in der gemeinsamen Grabstätte zur Ruhe gebettet werden. Allerdings ist auch hier wichtig, dass der Halter frühzeitig entsprechende rechtswirksame Bestimmungen trifft.

Noch zu Lebzeiten festzulegen, was nach dem eigenen Tod mit dem Haustier passieren soll, ist – unabhängig von der gewünschten Art des Begräbnisses – in jedem Fall wichtig. Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

 

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TASSO-Tipp: Was braucht eine demente Katze?

 

Die Präzision von Rufus Sprüngen lässt nach. Immer häufiger verfehlt der grau-getigerte Kater sein Ziel. Immer öfter steht er orientierungslos im Raum und vor allem nachts schreit er häufig hilf- und ziellos. Rufus hat Demenz. Diese kognitive Dysfunktion tritt auch immer häufiger bei unseren Haustieren auf. Durch gutes Futter, entsprechende Pflege und gute medizinische Versorgung werden unsere Stubentiger heutzutage manchmal recht alt. Dementsprechend treten auch typische Krankheiten des Alters bei ihnen auf.

Wie lässt sich das Leben der dementen Katze erleichtern?

„Wichtig ist auf jeden Fall, dass zunächst eine sichere Diagnose gestellt wird“, sagt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Der Tierarzt kann den Gesamtzustand der Katze beurteilen und andere Krankheiten ausschließen. „Meist beginnt eine Demenz schleichend. Katzenhalter sollten ihre Tiere aufmerksam beobachten und kleine Veränderungen im Verhalten ernst nehmen.“

Diese Symptome könnten auf eine Demenz hinweisen

  • Nächtliches grundloses Schreien, manchmal auch tagsüber

  • Plötzliche Unsauberkeit

  • Falsche Wahrnehmung des Raumes, häufiges Verfehlen von Zielen beim Springen

  • Verwirrtheit bzw. desorientiertes Verhalten, häufig direkt nach dem Aufwachen

  • Verändertes Verhalten, plötzliche Probleme mit im Haushalt lebenden Artgenossen oder neue Ängste

Eine Demenz ist bei Katzen ebenso wie beim Menschen nicht heilbar, lässt sich jedoch mit Medikamenten in einem gewissen Rahmen behandeln. Die Behandlung sollte genauestens mit dem Tierarzt abgesprochen werden.

Doch wie können Sie Ihrer Katze darüber hinaus das Leben im Alltag erleichtern? Gewohnheit ist hier der Schlüssel zum Katzenglück. Am besten bleibt stets alles wie es ist. Ein umgestelltes Sofa kann bei einem dementen Tier schnell zu Stress führen. Zusätzlich sollten noch einige zusätzliche Katzenklos bereitgestellt werden, denn die Tiere vergessen häufig, wo ihr stilles Örtchen steht. Auch ein leichter Zugang zur Toilette wird der Katze helfen. Stellen Sie ruhig weitere Futter- und Wassernäpfe in der Wohnung auf, so wird das Tier immer wieder daran erinnert, zu essen und zu trinken.

Trainieren und Spielen macht auch mit Demenz Spaß

Eine demente Katze kann trotz ihrer Krankheit noch gefordert werden. Haben Sie früher Clickertrainig mit Ihrem Tier gemacht? Dann setzen Sie dies mit leichten Übungen fort. Auch demente Katzen spielen noch gerne mit ihren Menschen. Probieren Sie aus, was Ihrem Tier Spaß macht. Gemeinsames Spielen hält nicht nur den Kopf fit, sondern stärkt auch die Bindung zum Halter.

Feste Abläufe und beständige Strukturen helfen dementen Katzen im Alltag ungemein. War das Tier früher ein Freigänger, sollten Sie jedoch darüber nachdenken, es dennoch im Haus zu behalten, oder es nur in den gesicherten Garten zu lassen. Denn ein dementes Tier wird nicht mehr zuverlässig nach Hause finden, kann Gefahren draußen nicht mehr erkennen und ihnen ausweichen. Natürlich ist es für ein Tier, das die Freiheit gewöhnt ist, eine Umstellung. Bieten Sie ihrem Freigänger im Ruhestand daher zu Hause ausreichend Abenteuer und Abwechslung, es ist zu seinem Besten.

 

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Die schwere Suche nach einer neuen Wohnung

 

„Seit mehr als zwei Jahren suche ich eine neue Wohnung.“ In Sabrina Falkes E-Mail-Postfach stapeln sich die Absagen. Schon mehr als 40 Mal haben die Vermieter „Nein!“ gesagt zu der jungen Frau in Festanstellung und ihrer kleinen Hündin Lady.

 

Mit Haustier eine Mietwohnung zu finden ist schwer. Viele Tierhalter kennen das. Die erste Hürde ist, dass überhaupt ein Tier zur Familie gehört. Noch schwieriger als mit einer Katze ist die Suche mit einem Hund. Ist der Hund dann auch noch groß, ist es fast unmöglich, einen Vermieter von sich und seinem Tier zu überzeugen. TASSO-Mitarbeiterin Sabrina Falke kennt das. Obwohl Lady mit nur knapp vierzig Zentimetern Schulterhöhe und nicht mal acht Kilogramm wirklich eine kleine und sehr ruhige Vertreterin ihrer Art ist und ihr Frauchen jeden Tag zur Arbeit begleiten darf, blieb die Suche von Sabrina Falke bislang erfolglos. „Eine bezahlbare Wohnung im Main-Taunus-Gebiet zu finden ist ohnehin schwer. Ich habe aber das Gefühl, dass es mit Hund nahezu aussichtslos ist“, sagt sie niedergeschlagen.

 

Meist scheitert die Wohnungssuche schon vor der Kontaktaufnahme. Denn in den meisten Inseraten wird eine Tierhaltung noch immer kategorisch ausgeschlossen. Dabei ist ein Tierhaltungsverbot in einem Mietvertrag mittlerweile rechtlich gar nicht mehr wirksam, weil ein Mieter dadurch unangemessen benachteiligt wird. „Weder die Kleintierhaltung noch die Hunde- und Katzenhaltung darf pauschal verboten werden, das hat der Bundesgerichtshof bereits entschieden“, weiß die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries. Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings noch lange nicht, dass Vermieter die Haltung von Hunden und Katzen immer erlauben müssen. „Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs muss der Vermieter immer eine Einzelfallabwägung der Interessen aller Beteiligten vornehmen. Hierbei muss er unter anderem auch beachten, dass die Hunde- und Katzenhaltung mittlerweile zum Leben dazugehört. Nur wenn bei dieser Abwägung ein berechtigtes Interesse des Vermieters an einem Verbot herauskommt, ist die Ablehnung im Einzelfall möglich.“

 

Für Wohnungssuchenden ist das nur ein schwacher Trost, denn wenn der Vermieter nicht an jemanden vermieten möchte, der ein Tier hält, kann ihn niemand dazu zwingen. Im Zweifel wird er sich einfach ohne Angabe von Gründen für einen anderen Mieter entscheiden. Gerade auf dem derzeit sehr angespannten Wohnungsmarkt dürfte es an Interessenten nicht fehlen.

 

Doch was kann man als Wohnungssuchender tun? „Es ist gut nachvollziehbar, dass Mieter in der Not ihre Hunde oder Katzen verschweigen oder verleugnen. Rechtlich kann man aber nur dazu raten, von Anfang an mit offenen Karten zu spielen, insbesondere wenn es gleich mehrere Tiere sind. Das ist nicht nur fair, sondern auch rechtlich korrekt. Es sollte nicht verschwiegen oder verneint werden, wenn ein Hund oder eine Katze einzieht, da eine solche arglistige Täuschung den Vermieter zur Anfechtung und Kündigung des Mietvertrages berechtigen könnte. Auch wenn schon ein Mietverhältnis besteht und ein Hund oder eine Katze einziehen soll, sollte das unbedingt mit dem Vermieter abgesprochen werden, wenn die Haltung nicht ausdrücklich im Mietvertrag erlaubt ist. Am besten ist eine schriftliche Vereinbarung.“ Langfristig bleibt also nur Geduld zu haben und ehrlich zu sein. Und zu hoffen, dass sich die ablehnende Haltung vieler Vermieter durch positive Erfahrungen und vorbildliche Tierhalter schrittweise ändert.

 

Natürlich gibt es auch Wohnungseigentümer, die damit einverstanden sind, dass Mieter mit Tieren einziehen und gute Erfahrungen damit gemacht haben. Dass Katzen die Wände zerkratzen und Hunde den ganzen Tag lang bellen, sind schließlich absolute Ausnahmen, die aber leider dazu geführt haben, dass Tierhalter, die eine Wohnung mieten möchten, schlechte Chancen haben. Auch wenn Sie derzeit nicht auf der Suche nach einer Wohnung sind, seien Sie dennoch stets ein vorbildlicher Tierhalter und ein freundlicher Mieter, mit dessen Vierbeiner es keine Konflikte gibt. So wird sich ihr Vermieter vielleicht auch später wieder dafür entscheiden, an Tierhalter zu vermieten.

 

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Eine tragische Erfolgsgeschichte –

Die Rückkehr der totgeglaubten Miss Marple

 

Ein Blick nach links, ein Blick nach rechts. „Die Hunde sind da. Was will denn TASSO dann von mir?“ Stefanie Frischmuth aus Melbeck bei Lüneburg war irritiert, als an einem Donnerstagabend kurz vor 22 Uhr ihr Telefon klingelte und sich eine Mitarbeiterin der TASSO-Notrufzentrale meldete. Es sollte die Überraschung ihres Lebens werden. „Ihre Katze Miss Marple wurde gefunden“, lautete die Nachricht, die Stefanie Frischmuth wie ein Donnerschlag traf.

„Miss Marple ist seit Jahren tot“, versuchte sie die TASSO-Mitarbeiterin zu überzeugen. Im Laufe des Gesprächs jedoch sollte sie erkennen, dass ihre Miss Marple, die vor 14 Jahren entlaufen war, doch nicht wie angenommen auf der nahegelegenen Bundesstraße ums Leben gekommen oder einem Katzenhasser zum Opfer gefallen war. Die Beschreibung stimmte, ebenso die Nummer des Transponders, den Miss Marple unter der Haut trägt. Zu 100 Prozent überzeugt war die zweifache Mutter dann aber erst, als sie ihr Tier am nächsten Tag etwa 50 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt bei der Finderin abholte und in der älteren, etwas mageren Katzendame tatsächlich ihren tierischen Liebling erkannte. „So viel wie an diesem Tag habe ich seit Jahren nicht geweint“, erinnert sich Stefanie Frischmuth.

Doch es waren nicht nur Glücksgefühle, die in den kommenden Tagen folgen sollten. Stefanie Frischmuth musste eine schwere Entscheidung treffen. Ihre Katze, mittlerweile 16 Jahre alt, erblindet und fast taub, war ein bisschen mager, sonst aber sehr gepflegt und in einem guten Zustand. Daher war Familie Frischmuth überzeugt, dass Miss Marple in all den Jahren woanders ein Zuhause gehabt haben musste und versuchte herauszufinden, wo.

Mit Hilfe eines Zeitungsartikels fanden sich schnell die zwischenzeitlichen Halter. „Sie haben sie schon vermisst und erzählten, dass sie ihnen vor vielen Jahren zugelaufen ist. Wie Katzen so sind, hat sie sich über einen langen Zeitraum angenähert und ist schließlich geblieben. Das Paar war natürlich in all den Jahren mit ihr beim Tierarzt, aber leider hat man überhaupt nicht daran gedacht, zu prüfen, ob sie gechippt ist. Damals war das bei Katzen noch nicht unbedingt üblich“, berichtet Stefanie Frischmuth nachdenklich. „Aber ganz unabhängig davon: Miss Marple hat ein Zuhause. Eines, in dem es ihr gut geht und in dem sie sich wohlfühlt. Bei uns hingegen ist ihr alles fremd. Sie kennt weder unsere beiden Hunde noch unsere beiden Kinder. Deswegen haben wir sie schweren Herzens an ihre ‚neue‘ Familie zurückgegeben.“

Stefanie Frischmuth seufzt. Noch heute ist ihr anzuhören, wie schwer ihr diese Entscheidung gefallen ist. „Wir haben doch nicht das Recht, sie hier zu behalten, nur weil wir sie vor vielen Jahren mal als ‚unsere‘ Katze aufgenommen haben“, sagt sie und fügt hinzu: „Das wäre egoistisch. Wir sind eine tierverrückte Familie und möchten, dass es allen Tieren bei uns gut geht. Wir schulden es ihr, dafür zu sorgen, dass sie das allerbeste Zuhause hat. Und das ist nicht mehr bei uns.“ So verbringt Miss Marple ihren Lebensabend nun bei ihrer Adoptivfamilie. Welche Aufregung sie verursacht hat, dürfte ihr dabei nicht klar sein. Trotz des emotionalen Auf und Abs ist Familie Frischmuth froh, dass ihre Samtpfote noch lebt und es all die Jahre gut gehabt hat.

 

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Hilfe, meine Katze ist entlaufen: Was soll ich tun?

 

Katzen entlaufen zehnmal häufiger als Hunde. Das liegt in der Natur der Sache, denn viele Katzen dürfen Freigang genießen. Außerdem sind sie scheuer als Hunde und haben es leichter, sich zu verstecken. Dass eine Katze im Laufe ihres Lebens mal entwischt, ist also alles andere als unwahrscheinlich. Umso wichtiger sind die Kennzeichnung mit einem Transponder und die Registrierung bei TASSO. Halter vermisster Tiere verlassen sich aber natürlich nicht nur darauf, dass jemand ihr Tier findet, sondern suchen auch selbst nach ihrem verschwunden Liebling. Neben dem Verteilen von Suchplakaten und Verbreiten der Suchmeldungen über das Internet, gehört dazu auch die aktive Suche. Doch wie geht man dabei am besten vor? Was hilft und was sollte man unbedingt unterlassen?

Experten bei diesem Thema sind die Mitarbeiter in der TASSO-Notrufzentrale. Sie nehmen täglich hunderte Anrufe von verzweifelten Katzenhaltern entgegen, die auf der Suche nach ihren tierischen Freunden sind, notieren Sichtungen und vermerken Fundtierfälle. Um Tipps für die Suche zu geben, haben wir daher einige Ratschläge unserer Kollegen gesammelt.

Katzensuche ist Fleißarbeit

Oberste Regel ist: Ruhe bewahren! Es fällt schwer, aber panisches Rufen wird eine ängstliche Katze eher mehr verschrecken, als sie hervorzulocken. Das Rascheln mit den Lieblingsleckerlis hingegen kann dazu beitragen, dass das Tier sich zeigt. Unter Büschen, unter Autos, auf Bäumen, in kleinen Ritzen … Für Katzen gibt es unzählige Versteckmöglichkeiten. Vor allem für Tiere, die vor Schreck entlaufen sind, ist fast keine Lücke zu klein, um Schutz zu bieten. Sorgfalt und Geduld sind gefragt.

Erkundigen Sie sich bei den Nachbarn, ob sich die Katze bei ihnen auf dem Grundstück befindet und bitten Sie darum, selbst in Garagen, Kellern und Schuppen nachsehen zu dürfen. Eine Katze wird sich vielleicht Fremden nicht zeigen, aber bei ihrer vertrauten Person hervorkommen. Ein weiterer Tipp: Taschenlampe mitnehmen. Auch tagsüber, denn wenn sich eine Katze unter etwas versteckt, wird sie beim Hineinleuchten in Richtung der Bedrohung blicken und dabei reflektiert das Licht in den Augen.

Entlaufene Wohnungskatzen sind besonders in Gefahr 

Bei der Suche nach entlaufenen Wohnungskatzen ist besonderes Engagement gefragt. Die Tiere kennen das Leben draußen nicht und sind nicht für Gefahren, zum Beispiel durch den Straßenverkehr, sensibilisiert. Wenn Katzen aus dem Fenster oder vom Balkon gestürzt sind, befinden sie sich oft noch in der Nähe. Nicht zuletzt deshalb, weil sie bei dem Sturz unter Umständen verletzt wurden. Es empfiehlt sich daher, für vermisste Wohnungskatzen draußen einen geschützten Platz einzurichten. Ein Kleidungsstück, das nach dem vertrauten Menschen riecht, kann dabei helfen, die Katze anzulocken. Weiterhin kann eine Duftspur mit benutzter Katzenstreu gelegt werden. Im Idealfall erkennt das Tier seinen eigenen Duft und folgt diesem. Futter auszulegen ist hingegen keine so gute Idee, denn das lockt auch andere Tiere an und das gesuchte Tier traut sich dann vielleicht nicht heran.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, eine Spur mit einem für das Tier besonders leckeren Geruch zu legen. Es kann zum Beispiel die Flüssigkeit aus einer Thunfischdose mit Wasser vermischt und als Spur auf den Boden gespritzt werden. Am Ende der Spur ist Warten angesagt. Darauf, dass das Tier sich zeigt. Andere Katzen, die angelockt werden, können einfach vertrieben werden. Auch mit Suchhundstaffeln lassen sich vermisste Katzen finden. Es gibt zahlreiche Vereine, in denen sich ehrenamtliche Helfer mit ihren Hunden für die Suche nach verschwundenen Tieren engagieren. Natürlich passen diese Tipps nicht für jede Situation und es gibt noch viele weitere Kniffe, die die Suche nach einer entlaufenen Katze erleichtern können. Wir hoffen, dass unsere Ratschläge Ihnen  im Ernstfall helfen können und stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung, wenn Sie uns einmal brauchen sollten.

Mit Ihrer Spende an TASSO schenken Sie Samtpfoten-Glück! Vier Millionen Samtpfoten haben dank TASSO das Glück, in ein sicheres und liebevolles Zuhause zurückkehren zu können, wenn sie einmal entlaufen sind. Denn sie sind bei TASSO registriert. Über 32.000 glücklichen Katzen konnte TASSO 2016 helfen, als sie zu Weltentdeckern wurden. Denn TASSO ist die Organisation, die Mensch und Tier zusammenbringt. Unser Einsatz gilt aber auch allen anderen Katzen, denen ein Stück vom tierischen Glück fehlt. Lesen Sie mehr über unser Katzenengagement bei Katzenschutzverordnungen oder Kastrationsaktionen auf unseren Internetseiten und erfahren Sie dort, warum unsere Hilfe für Katzen weitergehen muss. Setzen Sie noch heute ein Zeichen und helfen Sie mit Ihrer Spende, damit TASSO Katzen in Not helfen und Ihre Samtpfoten stets in ihr sicheres Zuhause zurückbringen kann. Für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit und Ihre Unterstützung bedanken wir uns schon heute sehr herzlich!
 

 

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Was tun bei einem Insektenstich?

 

Plötzliches Aufjaulen, fluchtartiges Davonlaufen. Erst nach einigen Metern kommt Pepe wieder zum Stehen. Die Rute ängstlich zwischen die Beine geklemmt, dreht sich der junge Hund aufgeregt im Kreis, versucht an seinen Rücken heranzukommen und schaut hilfesuchend zu Herrchen. Viele Hundehalter kennen diese Situation. Aber auch Katzenhaltern dürfte das schmerzhafte Aufjaulen ihres Tieres nach einem Insektenstich nicht fremd sein. Gerade im Hochsommer werden unsere tierischen Begleiter immer wieder von Wespen, Bienen und Co. gestochen. Doch was sollten wir als Halter tun? Wie können wir helfen? Wann sollte es zum Tierarzt gehen?

„Grundsätzlich ist nach einem Stich nicht sofort ein Tierarztbesuch notwendig“, sagt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. „In der Regel reicht es, das Tier zu beruhigen, zu prüfen, ob der Stachel noch in der Haut steckt und diesen gegebenenfalls vorsichtig zu entfernen. Anschließend kann die Stelle mit einer kalten Kompresse oder mit Eiswürfeln gekühlt werden“, rät die Tierärztin. In den folgenden Tagen sollten die Halter ein Auge auf die Stelle haben, denn wenn die Vierbeiner vermehrt daran lecken oder kratzen, könnte sich der Stich entzünden. Innerhalb weniger Tage ist die unangenehme Zeit dann meist ausgestanden.

Anders sieht es aus, wenn das Tier Kreislaufprobleme hat, blasse Schleimhäute, erschöpft ist oder sich erbricht. „Diese Symptome weisen darauf hin, dass eine allergische Reaktion vorliegt. In diesem Fall sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Ebenso wenn das Tier ins Maul oder in den Hals gestochen wurde. Durch die Schwellung kann dann Atemnot auftreten“, sagt Dr. Bettina Schmidt.

Vor allem Katzenhalter sind natürlich nicht immer dabei, wenn ihre Samtpfote gestochen wird. Ist das Tier plötzlich unruhig, leckt oder kratzt es sich an einer bestimmten Stelle? Zeigt es Schmerzen bei Berührungen oder sind Schwellungen aufgetreten? Dann könnte es sein, dass der Vierbeiner mit den Folgen eines fiesen Stiches zu kämpfen hat.

TASSO-Tipp: Häufig von Insekten verletzt werden vor allem junge und übermütige Hunde. Um das Risiko zu minimieren, sollten Tierhalter ihren Hunden von klein auf untersagen, nach Fliegen zu jagen. Denn der Hund unterscheidet nicht, ob er eine Fliege oder eine Wespe schnappt. Im Zweifel kann das schlimm ausgehen.

 

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Graue Schnauze und behäbiger Gang –
Was brauchen unsere tierischen Senioren?

 

Graue Haare, erste Fettpölsterchen und ein schwerfälligerer Gang. Auch unsere vierbeinigen Freunde werden älter. Im Idealfall begleiten sie uns schon ihr Leben lang und dürfen bis zum Ende bei uns sein. Manche finden aber auch erst später ein liebevolles Zuhause in einer Familie. Unabhängig davon wünschen sich alle Halter dasselbe für ihren Begleiter: Er soll in allen Lebensphasen glücklich sein und in Würde altern. Aber ebenso wie bei uns verändern sich die Bedürfnisse unserer Lieblinge im Laufe ihres Lebens.

Ab wann sind unsere tierischen Begleiter alt? Wann müssen wir verstärkt Rücksicht auf sie nehmen und was benötigen sie dann? „Die Rechnung, dass ein Hunde- und Katzenlebensjahr in etwa sieben Menschenjahren entspricht, ist nicht korrekt“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. So sind die Tiere zwar schon mit etwa einem Jahr im Teenageralter und somit schneller erwachsen. Danach läuft der Alterungsprozess jedoch langsamer. So gelten Katzen in der Regel ab zwölf Jahren als „alt“, dennoch können sie noch viele Jahre gesund weiterleben. Bei Hunden gilt, dass große Tiere oft schneller altern als kleine. Andererseits können selbstverständlich auch große Vierbeiner gesund alt werden. Pauschal lässt sich also nicht sagen, ab wann ein Tier besondere Fürsorge benötigt. Es liegt an uns Haltern, darauf zu achten, wie sie sich entwickeln. Natürlich sollte im Zweifelsfall immer der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.

Nicht nur alleine das Alter sagt etwas über die Bedürfnisse von Hunden und Katzen aus. Schließlich sind sie auch in ihrer Jugend schon oft sehr verschieden. Der eine spielt für sein Leben gerne, die andere hat schon immer am liebsten geschmust. In der Regel schlafen jedoch die meisten Tiere im Alter mehr als in jungen Jahren. Und sie freuen sich darüber, wenn ihre Lieblingsplätze leicht zugänglich sind. Weniger Beweglichkeit oder Arthrose führen dazu, dass nicht mehr all das möglich ist, was viele Jahre lang geliebte Gewohnheit war. Auch die Sinnesorgane können im Alter nachlassen. Eine Katze, die ihr eigenes Maunzen nicht mehr so laut hört wie früher, wird beispielsweise vermutlich lauter miauen. Ein Hund, der nicht mehr so gut sehen kann, wird gewohnte Spazierwege genießen. Und auch die Ernährung unserer Haustiere sollte ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Starkes Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da es die Gelenke und den Kreislauf zusätzlich unnötig belastet und das Diabetes-Risiko steigt. „Bei Katzen ist zudem gerade im Alter besonders darauf zu achten, dass sie genug Wasser zu sich nehmen, damit sie keine Nierenprobleme bekommen. Dies erreicht man am besten über ein hochwertiges Nassfutter“, rät Tierärztin Dr. Bettina Schmidt.

Grundsätzlich sollten die Halter älterer Tiere auf Veränderungen bei ihren tierischen Lieblingen achten und sich regelmäßig mit dem Tierarzt besprechen. Ein Vorsorge-Check Up mit einer Blutuntersuchung kann dabei helfen, eine Alterserkrankung frühzeitig zu erkennen.

Wer rastet, der rostet

Doch Vorsicht: Nur weil ein Haustier älter geworden ist, möchte es nicht automatisch nur noch auf der faulen Haut liegen. Ebenso wie Ruheständler haben die Tiere noch jede Menge Lust, etwas zu erleben. Es muss nur eben nicht immer so wild zugehen wie in der Jugend. Auch in einem gemütlichen Tempo können Hunde beim Spaziergang noch viel entdecken. Wichtig ist, dass die Tiere in Bewegung bleiben und weiter ihren Bedürfnissen entsprechend ausgelastet und gefordert werden.

Respektieren Sie es, wenn Ihre Katze mehr Ruhe sucht und lassen Sie Ihren Hund gewähren, wenn er nicht mehr ganz so lange spazieren gehen mag. Das Wichtigste aber ist: Seien Sie an der Seite Ihres Tieres. In Gesundheit und Krankheit, unsere tierischen Lieblinge haben es verdient.

 

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Tierfreundlich reisen – Worauf sollte man achten?

 

Ferne Länder, exotische Abenteuer und eine aufregende Zeit – das wünschen sich viele Urlauber, wenn sie auf Reisen gehen. Sie möchten Ungewöhnliches entdecken und in fremde Kulturen eintauchen. Leider begegnen Touristen auf ihren Reisen aber auch zahlreiche Angebote, die für Tiere großes Leid bedeuten. Doch worauf müssen wir bei unseren Urlauben achten? Was sollten wir meiden, wenn wir möglichst tierfreundlich reisen möchten? Petra Zipp, bei TASSO zuständig für den Auslandstierschutz, gibt in unserem Interview einige Tipps und Anregungen.

TASSO: Petra, tierschutzkonform reisen, was bedeutet das?

Petra Zipp: Das bedeutet für mich, dass man auf seiner Reise auf vermeintliche Attraktionen mit Tieren verzichtet, für die Tiere gequält werden und leiden müssen. Und sich bewusst dafür entscheidet, dass am Urlaubsort keine Tiere zur eigenen Erheiterung leiden sollten.

Ist das wirklich ein so großes Problem?

Ja, leider ist es immer noch gerade in ferneren Ländern üblich, Touristen mit tierischen Attraktionen zu locken. Vielerorts wird beispielsweise angeboten, dass Reisende auf Elefanten reiten oder wilde Tiere streicheln können. Ebenfalls üblich sind Shows mit Delfinen, Orcas, Affen, Elefanten und Großkatzen. Zum Teil werden die Tiere dafür einfach aus der Wildnis gefangen, unter tierschutzwidrigen Bedingung gehalten, mit gewaltsamen Methoden gefügig gemacht und dressiert. Zum Beispiel werden Elefanten „gezähmt“, indem sie gefesselt und so lange mit Stöcken geschlagen werden, bis ihr Widerstand gebrochen ist und sie sich ihrem Schicksal willenlos ergeben. Auch Stierkämpfe sind leider in einigen Ländern immer noch im Veranstaltungsprogramm zu finden. Und auch Kutschfahrten werden häufig gedankenlos auf Kosten der Pferde gebucht.

Hast Du einen Tipp, was jeder Einzelne tun kann?

Zunächst natürlich auf die entsprechenden Angebote verzichten. Erst, wenn die Anbieter merken, dass kein Interesse an ihren grausamen „Attraktionen“ besteht, wird sich etwas ändern. Darüber hinaus sollten sich Reisende schon bei der Buchung ihres Urlaubs informieren und am besten nur Reiseveranstalter auswählen, die solche Angebote nicht im Programm haben. Natürlich ist es wichtig, den Reiseveranstaltern das auch mitzuteilen. Wenn sie erfahren, dass gerade dieser Verzicht sie für Urlauber attraktiv macht, werden sie solche Angebote auch in Zukunft bewusst meiden. Am Urlaubsort sollten Touristen dann auch auf die Speisen achten, die ihnen angeboten werden. Das Fleisch der Tiere kommt häufig nicht aus tierschutzkonformer Haltung und nicht immer isst man wirklich das, was man erwartet. Beispielsweise ist gerade kürzlich erst bekannt geworden, dass ahnungslosen Touristen auf der Insel Bali teilweise Hundefleischspieße serviert werden, deklariert als Hühnchen. Am tierfreundlichsten wäre es natürlich, ganz auf Fleisch zu verzichten.
 
Macht ein Urlaub denn überhaupt noch Spaß und bietet Erholung, wenn auf so vieles verzichtet werden muss?

Natürlich! Gerade in fernen Ländern bietet die für uns fremde Kultur doch jede Menge zu entdecken und zu staunen. Eine atemberaubende Landschaft zu genießen geht auch, wenn man nicht auf dem Rücken eines Tieres hindurchreitet, das dafür brutal „gezähmt“ worden ist. Natur und Menschen haben so viel zu bieten, da muss man wirklich auf nichts verzichten. Und natürlich macht alles gleich noch mal so viel Spaß, wenn man weiß, dass kein Tier dafür leiden muss. Außerdem gibt es ja auch häufig die Gelegenheit, friedliche Begegnungen mit frei lebenden Tieren zu haben oder diese aus angemessener Distanz ohne  Störungen zu beobachten. Und wer unbedingt Kontakt zu Tieren haben möchte, kann sich auch bei seriösen Tierrettungs- oder Hilfsaktionen vor Ort engagieren. Sinnvoll ist es natürlich, sich bereits zu Hause gründlich über Einrichtungen vor Ort zu informieren, die man dann auch bei einem tierischen Notfall kontaktieren kann.

Vielen Dank für Deine Zeit, Petra. Wir hoffen, dass viele Menschen in diesem Sommer möglichst tierfreundlich verreisen.

 

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TASSO-Serie „Mit dem Hund sicher durch das ganze Jahr“
Teil 2: Der Sommer – Urlaub, Hitze und Badevergnügen

 

Die für die meisten Menschen schönste Zeit des Jahres hat begonnen. Und auch viele unserer Vierbeiner genießen den Sommer. Da jedoch der Grat zwischen Wohlfühltemperatur und Hitze bekanntermaßen recht schmal ist, gilt es für Hundehalter in der heißen Jahreszeit einiges zu beachten. Im Rahmen unserer Serie „Mit dem Hund sicher durch das ganze Jahr“ haben wir Tipps und Hinweise für die warmen Tage vorbereitet.

Sommerzeit ist Reisezeit. Ob Ihr Tier Sie in Ihrem Urlaub begleitet oder während der Dauer Ihrer Abwesenheit gut untergebracht wird – In jedem Fall, sollten Sie vor Urlaubsantritt sicher sein, dass Ihr Tier bei TASSO registriert ist und Ihre aktuellen Kontaktdaten hinterlegt sind, damit wir Sie im Notfall gut erreichen können. Was darüber hinaus bei der Reise mit Hund weiterhin nicht fehlen darf, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Eines der Hauptthemen für Hundehalter im Sommer ist die Hitze. Da Hunde nicht so schwitzen können wie wir Menschen, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass sie nicht überhitzen. Das beginnt damit, dass die Tiere natürlich keinesfalls im Auto zurückbleiben dürfen, geht über Schattenplätze im Garten und führt bis zur Vorsicht beim Gassigehen auf heißem Sand und Asphalt. Die Hundepfoten sind empfindlicher als viele Menschen denken. Testen Sie mit Ihrer Handfläche, wie heiß der Boden ist. Müssen Sie Ihre Hand nach wenigen Sekunden vom heißen Boden zurückziehen, ist der Untergrund in jedem Fall zu heiß für die empfindlichen Ballen Ihrer Fellnase. Auch beim Fahrradfahren mit Hund ist große Vorsicht geboten. Machen Sie sich stets bewusst, dass Ihr Hund jeden Meter, den Sie entspannt radeln, aus eigener Kraft laufen muss. Verlegen Sie an besonders heißen Tagen die ausgiebigen Spaziergänge mit Ihrem Hund auf die kühleren Morgen- und Abendstunden.

Auch beim Baden gehen müssen Sie achtsam sein. Für viele Vierbeiner ist es das größte Vergnügen, sich in die kalten Fluten zu stürzen. Sie denken dabei nicht darüber nach, ob alles sicher ist. Das ist Ihr Job. Achten Sie darauf, dass Ihr Tier sich am Ufer nicht verletzen kann und nicht zu weit hinaus schwimmt. Bedenken Sie Strömungen, die im Meer, aber auch an Flüssen und sogar in manchen Seen herrschen, und lassen Sie Ihr Tier beim Baden nicht aus den Augen.

Trotz all dieser Hinweise: Der Sommer ist natürlich eine tolle Zeit, die Sie in vollen Zügen mit Ihrem tierischen Liebling genießen sollten. Ausgiebige Spaziergänge an lauen Sommerabenden, gemeinsam im Garten entspannen  und aufregende gemeinsame Ausflüge und Urlaube. Wir wünschen Ihnen und Ihrem tierischen Begleiter einen super Sommer und sind im Notfall jederzeit für Sie da.  

 

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Tier gefunden – Was tun?

 

Im Straßengraben liegt eine schwarze Katze. Soweit der Autofahrer im Vorüberfahren sehen konnte, bewegt sich das Tier nicht. Er fährt weiter, lenkt dann aber seinen Wagen in die nächste Haltebucht, steigt aus und geht zurück. Vorsichtig nähert er sich dem Tier, um zu prüfen, ob es noch lebt. Doch er sieht schnell, dass jede Hilfe zu spät kommt. Der Autofahrer zögert. Er überlegt. Dann steht er entschlossen auf und kehrt zu seinem Wagen zurück. Dort öffnet er den Kofferraum, nimmt eine Decke heraus, geht damit zu dem bedauernswerten Tier zurück und hebt es behutsam auf. Später, nachdem ein Tierarzt den Transponder ausgelesen hat und TASSO informiert wurde, wird die Halterin des kleinen Katers der TASSO-Mitarbeiterin am Telefon mit belegter Stimme sagen: „Immerhin weiß ich jetzt, was mit Krümel passiert ist.“

Auch ein totes Fundtier hat eine Familie

Das Schlimmste ist die Ungewissheit. Immer wieder berichten Tierhalter, deren vierbeiniger Liebling entlaufen war, von dieser quälenden Ungewissheit, die sie wochen-, monate- oder sogar jahrelang begleitet hat. Deswegen unser Appell: Fahren Sie nicht einfach weiter, wenn Sie ein verletztes oder totes Tier sehen. Prüfen Sie bitte, ob es noch lebt und helfen Sie ihm, falls das so ist. Ist das Tier bei Ihrem Eintreffen bereits tot, informieren Sie bitte wenigstens das nächste Tierheim oder die Polizei, damit sich jemand um das Tier kümmert und die Chance besteht, dass der Halter erfährt, was mit seinem Liebling passiert ist.

Darüber hinaus gibt es in vielen Regionen auch Gruppen, die sich um die Bergung toter Tiere kümmern. In Darmstadt beispielsweise setzen sich organisierte ehrenamtliche Helfer mit der Facebook-Gruppe „Vermisste/Gefundene Tiere Darmstadt und Umland“ dafür ein, dass jemand zum Fundort fährt und prüft, ob die betreffenden Tiere gekennzeichnet sind, damit ihre Halter von TASSO informiert werden können.

Zum Glück werden die meisten vermissten Tiere lebendig gefunden. Damit das gelingt, werden auch hier Tierfreunde benötigt, die nicht wegschauen. Also helfen Sie, wenn Ihnen ein Hund oder eine Katze zuläuft, und rufen Sie uns an. Wir überprüfen dann, ob das Tier in unserer Datenbank registriert ist und informieren die Halter. Bitte beachten Sie jedoch, dass es wichtig ist, einen Fund auch offiziell zu melden. Aus rechtlichen Gründen müssen Sie die zuständige Behörde (meist ist das das kommunale Fundbüro) oder nachts die Polizei über Ihren Fund informieren, wenn Sie das Tier mitnehmen. Die Meldung bei uns reicht nicht aus. Wenn Sie den Vierbeiner ins Tierheim bringen, wird dieses die Meldung übernehmen. Weitere Informationen rund um das richtige Vorgehen bei Fundtieren finden Sie auf unserer Homepage unter www.tasso.net/Tierregister/Tier-gefunden.

Ob tot oder lebendig, melden Sie bitte auch unregistrierte Fundtiere bei TASSO. Diese werden hier ebenfalls vermerkt. Häufig meldet sich ein Halter erst einige Tage später bei uns, um sein vermisstes Tier im Nachhinein registrieren zu lassen. Dank der Liste, kann er bereits dann erfahren, dass sein Tier gefunden wurde.

Sie haben auch die Möglichkeit, sich bei TASSO als Suchhelfer anzumelden. So erhalten Sie aktuelle Suchmeldungen aus Ihrer Umgebung und können aktiv Ausschau nach vermissten Tieren halten und die Suchmeldungen in sozialen Netzwerken teilen. Hier geht es zur Anmeldung: www.tasso.net/Suchhelfer

Wie auch immer Sie bereits helfen oder in Zukunft helfen werden. Wir danken Ihnen herzlich dafür. Jeder Tierhalter, der dank eines engagierten Helfers seinen tierischen Liebling wieder bei sich hat, wird es ebenfalls tun.

Übrigens: Um den Einsatz von Tierfreunden noch mehr zu würdigen und in den Vordergrund zu rücken, geht unser Tierschutzpreis, die Goldene Pfote, in diesem Jahr an Suchhelfer und Tierfinder. Klicken Sie mal rein:
www.tasso.net/goldene-pfote

Im Straßengraben liegt eine schwarze Katze. Soweit der Autofahrer im Vorüberfahren sehen konnte, bewegt sich das Tier nicht. Er fährt weiter, lenkt dann aber seinen Wagen in die nächste Haltebucht, steigt aus und geht zurück. Vorsichtig nähert er sich dem Tier, um zu prüfen, ob es noch lebt. Doch er sieht schnell, dass jede Hilfe zu spät kommt. Der Autofahrer zögert. Er überlegt. Dann steht er entschlossen auf und kehrt zu seinem Wagen zurück. Dort öffnet er den Kofferraum, nimmt eine Decke heraus, geht damit zu dem bedauernswerten Tier zurück und hebt es behutsam auf. Später, nachdem ein Tierarzt den Transponder ausgelesen hat und TASSO informiert wurde, wird die Halterin des kleinen Katers der TASSO-Mitarbeiterin am Telefon mit belegter Stimme sagen: „Immerhin weiß ich jetzt, was mit Krümel passiert ist.“

Auch ein totes Fundtier hat eine Familie

Das Schlimmste ist die Ungewissheit. Immer wieder berichten Tierhalter, deren vierbeiniger Liebling entlaufen war, von dieser quälenden Ungewissheit, die sie wochen-, monate- oder sogar jahrelang begleitet hat. Deswegen unser Appell: Fahren Sie nicht einfach weiter, wenn Sie ein verletztes oder totes Tier sehen. Prüfen Sie bitte, ob es noch lebt und helfen Sie ihm, falls das so ist. Ist das Tier bei Ihrem Eintreffen bereits tot, informieren Sie bitte wenigstens das nächste Tierheim oder die Polizei, damit sich jemand um das Tier kümmert und die Chance besteht, dass der Halter erfährt, was mit seinem Liebling passiert ist.

Darüber hinaus gibt es in vielen Regionen auch Gruppen, die sich um die Bergung toter Tiere kümmern. In Darmstadt beispielsweise setzen sich organisierte ehrenamtliche Helfer mit der Facebook-Gruppe „Vermisste/Gefundene Tiere Darmstadt und Umland“ dafür ein, dass jemand zum Fundort fährt und prüft, ob die betreffenden Tiere gekennzeichnet sind, damit ihre Halter von TASSO informiert werden können.

Zum Glück werden die meisten vermissten Tiere lebendig gefunden. Damit das gelingt, werden auch hier Tierfreunde benötigt, die nicht wegschauen. Also helfen Sie, wenn Ihnen ein Hund oder eine Katze zuläuft, und rufen Sie uns an. Wir überprüfen dann, ob das Tier in unserer Datenbank registriert ist und informieren die Halter. Bitte beachten Sie jedoch, dass es wichtig ist, einen Fund auch offiziell zu melden. Aus rechtlichen Gründen müssen Sie die zuständige Behörde (meist ist das das kommunale Fundbüro) oder nachts die Polizei über Ihren Fund informieren, wenn Sie das Tier mitnehmen. Die Meldung bei uns reicht nicht aus. Wenn Sie den Vierbeiner ins Tierheim bringen, wird dieses die Meldung übernehmen. Weitere Informationen rund um das richtige Vorgehen bei Fundtieren finden Sie auf unserer Homepage unter www.tasso.net/Tierregister/Tier-gefunden.

Ob tot oder lebendig, melden Sie bitte auch unregistrierte Fundtiere bei TASSO. Diese werden hier ebenfalls vermerkt. Häufig meldet sich ein Halter erst einige Tage später bei uns, um sein vermisstes Tier im Nachhinein registrieren zu lassen. Dank der Liste, kann er bereits dann erfahren, dass sein Tier gefunden wurde.

Sie haben auch die Möglichkeit, sich bei TASSO als Suchhelfer anzumelden. So erhalten Sie aktuelle Suchmeldungen aus Ihrer Umgebung und können aktiv Ausschau nach vermissten Tieren halten und die Suchmeldungen in sozialen Netzwerken teilen. Hier geht es zur Anmeldung: www.tasso.net/Suchhelfer

Wie auch immer Sie bereits helfen oder in Zukunft helfen werden. Wir danken Ihnen herzlich dafür. Jeder Tierhalter, der dank eines engagierten Helfers seinen tierischen Liebling wieder bei sich hat, wird es ebenfalls tun.

Übrigens: Um den Einsatz von Tierfreunden noch mehr zu würdigen und in den Vordergrund zu rücken, geht unser Tierschutzpreis, die Goldene Pfote, in diesem Jahr an Suchhelfer und Tierfinder. Klicken Sie mal rein:
www.tasso.net/goldene-pfote

 

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Benny im Backofen – Wenn „nur mal kurz“ schon zu lang ist

 

Das Auto rollt auf den Parkplatz, Herrchen kurbelt die Fenster ein wenig herunter, steigt aus, schließt die Türen und geht in Richtung Supermarkt. Der kleine Mischlingshund Benny blickt ihm kurz hinterher und legt sich geduldig hin. Es ist angenehm warm an diesem Tag. Noch nicht zu heiß. Im Inneren des Autos ist es sogar noch etwas kühl, weil bis eben die Klimaautomatik dafür zuständig war, die Temperatur konstant zu halten.

Die Türen des Supermarktes öffnen sich automatisch, Herrchen tritt ein und eilt zielstrebig zum Regal mit dem Produkt, das er beim Wocheneinkauf vergessen hatte.

Unterdessen wird es im Auto bereits wärmer. Keine Klimaanlage kühlt mehr. Benny dreht sich in seiner Box um und legt sich bequem hin. Herrchen ist ja gleich wieder da.

Im Supermarkt ist das Fach mit dem gewünschten Produkt leer. Ein Verkäufer holt die Ware aus dem Lager. Herrchen wartet.

Die Schokolade im Handschuhfach wird langsam weich. Auch Benny wird jetzt warm. Er beginnt ein wenig zu hecheln und setzt sich auf.

Der Supermarktmitarbeiter ist zurück. Herrchen eilt zur Kasse. Auf dem Weg dorthin spricht ihn ein wichtiger Kunde seines Unternehmens an. Ein kurzes Gespräch muss sein.

Benny fühlt sich unterdessen richtig erhitzt. Er hechelt stärker und beginnt nach Herrchen Ausschau zu halten. Von der frischen Luft, die durch das heruntergelassene Fenster kommen sollte, merkt er an diesem windstillen Tag nichts. Die Pfoten glühen, die Nase wird trocken.

Herrchen steht mittlerweile an der Kassenschlange. Sie ist nicht lang, gleich wird er dran sein. Doch in diesem Moment wechseln die Kassierer. Eine junge Mitarbeiterin löst ihren Kollegen ab, sie setzt sich, stellt ihre Kasse in die dafür vorgesehene Halterung, loggt sich ein, wechselt die Rolle mit dem Kassenbon-Papier, füllt Wechselgeld auf. Zeit vergeht.

Benny wird unruhig. Er hat großen Durst, ihm ist heiß, und auch der Boden seiner Box ist mittlerweile unangenehm warm geworden. Er beginnt auf und ab zu tigern, soweit es seine Box zulässt. Mit der Pfote scharrt er an der Tür der Box, doch natürlich bleibt sie verschlossen.

Eine Kundin, die einen aufwendigen Umtausch hatte, zählt nun sorgsam die einzelnen Cents aus ihrem Portemonnaie ab, um sie passend zu überreichen. Gleich ist Herrchen an der Reihe.

Die Schokolade im Handschuhfach ist flüssig geworden. Wie ein dunkler Bach läuft sie über die Warnweste und bildet am Boden des Handschuhfachs einen kleinen Schokoladensee. Benny legt sich erschöpft auf die Seite und hechelt flach. Nur mal kurz die Augen schließen …

Entsetzt reißt Bennys Herrchen die Tür auf. Er hebt seinen erschöpften Vierbeiner aus dem backofenheißen Auto, legt ihn in den Schatten, lässt sich von umstehenden Kunden des Supermarktes Wasser reichen, tropft es seinem Hund auf die Nase, durchnässt ein Handtuch und legt es ihm um die Pfoten. Langsam kommt Benny wieder zu sich. Ihm ist jetzt nicht mehr so heiß. Da ist Herrchen. Er hat es doch gewusst: Auf Herrchen ist Verlass. Der kommt zurück …

Damit kein Hund in diesem Frühjahr oder Sommer ähnliche Erfahrungen machen muss wie Benny, dessen Halter „nur mal kurz“ etwas im Supermarkt besorgen wollte, hat TASSO auch in diesem Jahr erneut die Aktion „Hund im Backofen“ ausgerufen. Helfen Sie uns, und klären Sie Hundehalter über die großen Gefahren auf. Alle Infos über „Hund im Backofen“, Tipps vom Tierarzt und Informationen zur rechtlichen Situation finden Sie hier: www.tasso.net/Hund-im-Backofen

Hier finden Sie zahlreiche Informationsmaterialien rund um unsere Aktion „Hund im Backofen“.

 

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Ein Tierschutzhund zieht ein – Das ist jetzt wichtig!

 

Sie haben sich entschieden: Ein Hund aus dem Tierschutz soll Ihre Familie erweitern. Das ist eine tolle Wahl, denn jedes Haustier hat ein liebevolles Zuhause verdient. Damit die Anfangszeit möglichst reibungslos verläuft, haben wir einige Tipps zusammengestellt.

Natürlich sind Hunde aus dem Tierschutz nicht generell vorbelastet, doch die Anforderungen, die sie stellen, sind anders als wenn zum Beispiel ein Welpe einzieht. Jedes Tier ist von seiner Vorgeschichte individuell geprägt und hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Der eine ist ein gut erzogener Hund, der aus familiären Gründen abgegeben wurde. Der andere ein übermütiger Artgenosse, der gerne etwas über die Stränge schlägt. Der nächste stammt aus dem Auslandstierschutz und erfährt in seinem neuen Zuhause erstmals, wie es sich anfühlt, von einer Familie geliebt zu werden. Das sind nur einige Beispiele für die Vielfalt der Tierschutzhunde, doch sie zeigen: Ein Patentrezept gibt es nicht.

Einige Dinge sollten aber in jedem Fall beachtet werden: Ob zu übermütig oder zu vorsichtig – Geben Sie Ihrem Hund Zeit. Er kennt Sie noch nicht und kann sich daher noch nicht auf Sie einstellen. Nehmen Sie eine anfängliche Zurückhaltung nicht persönlich, und versuchen Sie, sich in die Lage des Hundes zu versetzen. Seine Welt ist gerade auf den Kopf gestellt, und das nicht zum ersten Mal in seinem Leben.

Sicher auf allen Wegen

Registrieren Sie Ihr Tier sofort bei TASSO, beziehungsweise melden Sie es auf sich als neuen Halter um. „Dass ein Tier entläuft, passiert gerade in der Anfangszeit in einer neuen Familie leider sehr oft“, weiß TASSO-Mitarbeiter Tobias Kohl aus seiner Erfahrung in der TASSO-Notrufzentrale zu berichten. „Bedingt durch die völlig neue Umgebung, in die sich die Tiere erst einmal eingewöhnen müssen, ist die Gefahr groß und sollte nicht unterschätzt werden“, warnt er. Hinzu kommt, dass diese Hunde durch die fehlende Bindung zu ihren Menschen häufig besonders schwer wieder einzufangen sind, sollten sie einmal entlaufen sein.

Seien Sie nicht leichtsinnig, und sichern Sie Ihr Tier in der ersten Zeit doppelt und dreifach. Das gilt nicht nur für Angsthunde. Auch ein gelassener Hund kann Ängste haben, mit denen Sie niemals gerechnet hätten, und entläuft bei einem Schreck schneller als gedacht. Bis Ihr Tier eine Bindung zu Ihnen aufgebaut hat und sicher zurückkommt, vergeht einige Zeit und viel Training ist nötig. Bis dahin müssen Sie alles tun, um Ihren Hund nicht in Gefahr zu bringen.

Dazu gehört auch, dass der Hund zunächst an der Leine bleiben sollte. Spezielle Sicherheitsgeschirre mit zwei Bauchgurten verhindern, dass ein Tier sich aus dem Geschirr winden kann. Eine zweite Leine können Sie am Halsband befestigen. Wenn Sie eine Schleppleine nutzen, hängen Sie diese zusätzlich in einer weiteren Leine ein, die Sie sich umhängen. Seien Sie auch vorsichtig mit offenen Türen im Haus sowie beim Aussteigen aus dem Auto. Prüfen Sie, ob Ihr Garten wirklich ausbruchsicher ist, bevor Sie den Hund ohne Leine in den Garten lassen.

Rat & Hilfe

Scheuen Sie sich nicht, Experten um Rat zu fragen und mit Ihrem tierischen Liebling die Hundeschule zu besuchen. Auch wenn Sie bereits Erfahrungen mit Hunden haben, kann ein Blick von außen nie schaden, und den ein oder anderen wertvollen Tipp für ein gelungenes Zusammenleben können Sie sicher mitnehmen.

Vergessen Sie über all dies nicht, Ihren Hund bei der Steuer anzumelden sowie eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Trotz größter Sorgfalt und bester Vorbereitung: Hundertprozentige Sicherheit kann es nie geben.

Sie haben sich entschieden, einem Tierschutzhund ein Zuhause zu bieten, aber noch nicht den richtigen Vierbeiner gefunden? Dann schauen Sie sich doch in Ruhe in unserem Online-Tierheim shelta auf www.shelta.net um. Dort wartet bestimmt ein neuer tierischer Freund auf Sie

 

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Katzenleben leicht gemacht – TASSO-Tipps für Katzenhalter
Teil 1: Sicheres Balkonvergnügen

 

Im Gebüsch vor dem Haus ist jede Menge los. Die Vögel brüten, Insekten schwirren durch die Frühlingsluft und auf dem angrenzenden Baum sind Eichhörnchen unterwegs. All diese Aktivitäten zu beobachten, ist ein großer Spaß für Wohnungskatzen. Doch hinter dem Fenster ist der Ausblick natürlich stark eingeschränkt. Katzenhalter, die in einer Wohnung mit Balkon leben, können das ändern und sollten ihrem Stubentiger nach Möglichkeit Ausflüge nach draußen gestatten.

Da Katzen aber entgegen gängiger Behauptungen keineswegs immer unverletzt auf den Pfoten landen, und weil sie natürlich nicht wirklich über sieben Leben verfügen, ist es sehr wichtig, dass der Balkon gesichert wird. Auch eine Katze, die normalerweise gar kein Interesse am Jagen zeigt, kann verleitet werden, wenn ein Vogel direkt vor ihrer Nase entlangfliegt.

Sogar wenn die Höhe eine nur geringe Gefahr darstellt, weil sich die Wohnung im Erdgeschoss oder im ersten Stock befindet: Entwischt die Wohnungskatze, ist sie hilflos auf sich alleine gestellt. Da sie das Leben als Freigänger nicht kennt, kann sie schnell panisch weglaufen und sich verirren. Vor allem die Gefahren durch den Straßenverkehr sind für Wohnungskatzen völlig unbekannte Risiken. Daher sollten auch Stubentiger grundsätzlich mit einem Transponder gekennzeichnet und bei TASSO registriert sein.

Wohlfühloase auf Balkonien

Mit einfachen Mitteln lässt sich auf dem Balkon ein sicheres Katzenparadies schaffen. Die gängigste Schutzvariante ist ein sicher befestigtes, lückenlos angebrachtes Katzennetz. Bei Mietwohnungen muss  vor der Montage der Vermieter zustimmen, sofern dadurch Eingriffe an der Mietsache (zum Beispiel durch Verschraubungen in der Wand) vorgenommen werden oder das Netz eine optische Beeinträchtigung des Gebäudes darstellt. Wer auf seinen eigenen Blick vom Balkon nicht verzichten möchte, sollte sich für ein spezielles transparentes Katzenschutznetz entscheiden.

Nicht nur spezielle Katzennetze oder -gitter sind geeignet, um den Balkon zu sichern. Mit einem Obstbaumnetz, einem Pflanzendrahtgitter oder Rankgitter und Kabelbindern ersteht zum Beispiel ebenfalls schnell ein sicherer Schutz. Eine etwas teurere Anschaffung, die sich jedoch für besonders neugierige Katzen lohnen kann, sind Plexiglasscheiben. Wenn sie so hoch sind, dass die Katze nicht darüber springen kann, bieten sie einen hervorragenden Ausblick.

Damit sich die Katze auf dem Balkon rundum wohlfühlt, ist natürlich auch die Einrichtung wichtig. Ein Schattenplatz ist Pflicht, aber auch einen Sonnenplatz finden viele Katzen toll. Pflanzen sollten natürlich ungiftig und möglichst außerhalb der Reichweite von Katzen sein. Wo es möglich ist, freut sich der Stubentiger sicher über eine Katzenklappe in der Tür, die es ihm ermöglicht, frei zu entscheiden, ob er drinnen oder draußen sein möchte.

Wer die Gelegenheit hat, das Territorium seiner Katze durch den Balkon zu erweitern, sollte diese kleinen Handgriffe unbedingt vornehmen. Für die Katze wird das mit Sicherheit ein großes Vergnügen. Und gemeinsames Sonnenbaden macht ja auch doppelt Spaß!

 

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Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe?

 

Aus dem Gebüsch im Garten ist aufgeregtes Zwitschern zu hören. Die Amseln haben sich auch in diesem Jahr dazu entschieden, ihre Jungen dort aufzuziehen. In der Hecke am Ende des Gartens ist ebenfalls einiges los. Auch dort fliegen Altvögel regelmäßig zum Füttern ihrer Kleinen ins Nest. Die Brutzeit ist in vollem Gange und wir Menschen sollten dabei möglichst wenig stören. Dafür ist es wichtig, dass Hundehalter ihre Vierbeiner in Wald und Flur an die Leine nehmen und dafür sorgen, dass sie den Vogelnachwuchs in Ruhe lassen. Weiterhin sollten auch Menschen ohne tierische Begleitung versuchen, sich möglichst rücksichtsvoll zu benehmen.

Doch was ist zu tun, wenn ein Jungvogel anscheinend hilflos im Garten oder am Wegesrand sitzt? Grundsätzlich gilt: Nicht jeder einsame Jungvogel braucht Hilfe. Das beste Beispiel dafür sind Amseln. Es ist ganz normal, dass die Jungtiere das Nest verlassen, noch bevor sie flügge sind. Die Eltern versorgen sie nach wie vor und zwar so lange, wie sie noch etwas unbeholfen auf dem Boden umher hüpfen. Wer hier eingreift, kann mehr schaden als nutzen.

Daher ist es wichtig, dass hilfsbereite Tierfreunde die Vögel erst einmal eine Zeit lang beobachten und schauen, ob sie noch von ihren Eltern versorgt werden. Und zwar versteckt, denn solange ein Mensch neben dem Jungen steht, werden die Elternteile sich nicht nähern. Ziehen Sie sich also zurück und warten Sie ab. Sie könnten die Tiere zum Beispiel auch aus dem Haus heraus beobachten, falls sie von dort aus einen guten Blick haben.

Finden Sie einen Vogel, der noch kein Gefieder hat und eindeutig aus dem Nest gefallen ist, setzen Sie ihn vorsichtig wieder hinein. Anders als bei den meisten Säugetieren macht der menschliche Geruch den Vögeln nichts aus und sie werden sich in der Regel weiter um das Jungtier kümmern. Wenn ein Tier sich offenbar zu weit von seinem Nest entfernt hat und zum Beispiel Gefahr läuft auf die Straße zu geraten, nehmen Sie es vorsichtig auf und setzen Sie es am besten einfach in die nächste Hecke, wo es sicher ist.
Ein Vogelbaby per Hand aufzuziehen ist nur in Ausnahmefällen notwendig. Dann aber ist es sehr aufwendig und schwierig. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie eingreifen sollten, holen Sie sich Rat. Zum Beispiel bei einer Vogelpflegestation. Die Experten dort können Ihnen am besten sagen, wann und wie Sie helfen können. Auf der Internetseite des Naturschutzbundes (NABU) finden Sie eine Liste mit Pflege- und Auffangstationen in Deutschland.

Zahlreiche Tipps und Wissenswertes über Vögel erfahren Sie auch auf den Seiten des Naturschutzbundes NABU.

 

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Umzug mit Katze – Stressfrei ins neue Zuhause

 

Die Kartons sind gepackt, der Möbelwagen ist bestellt, und bald geht das große Abenteuer los. Der Umzug in eine neue Wohnung. Was für uns Menschen oft mehr Platz, eine schönere Lage oder eine positive private Veränderung bedeutet, bringt für die beteiligten Stubentiger zunächst meist nur eins mit sich: puren Stress. Als sehr territoriale Tiere mögen Katzen große Veränderungen in der Regel nicht. Da sich diese aber nicht immer umgehen lassen, sollten Katzenhalter versuchen, die aufregende Zeit eines Umzugs so angenehm wie möglich für den Vierbeiner zu gestalten.

Das beginnt schon bei den Vorbereitungen: Kistenpacken finden viele Samtpfoten noch sehr spannend, und sie sind gerne dabei. Andere irritiert schon das, und sie versuchen sich zu verstecken. In beiden Fällen sollten Sie vorsichtig sein, damit Ihr tierischer Liebling nicht aus Versehen in eine Kiste klettert, die anschließend verschlossen wird. Am besten hält sich das Tier in einem anderen Zimmer auf, während Sie packen.

Der Umzugstag

Der große Tag ist gekommen. Mit etwas Planung und Rücksicht gelingt es Ihnen hoffentlich, dass Ihre Katze davon möglichst wenig mitbekommt. Am besten ist es, wenn das Tier zum Beispiel bei Bekannten abwarten kann bis der Umzug über die Bühne gebracht wurde. Ist das nicht möglich, bringen Sie Ihren tierischen Liebling mit allem, was er benötigt, in einem eigenen Zimmer unter. Schließen Sie sicherheitshalber die Tür ab, damit nicht aus Versehen einer der Helfer die Tür öffnet, und räumen Sie dieses Zimmer zuletzt aus. Während der letzten Minuten in der alten Wohnung und auf der Autofahrt geht es dem Tier in der Transportbox am besten. Üben Sie schon einige Wochen vorher mit Ihrer Katze, damit sie freiwillig in diese Box hineingeht und sich darin wohlfühlt. Das ist unabhängig vom Umzug zum Beispiel auch für Tierarztbesuche wichtig.

Im neuen Zuhause angekommen, sollte sich das Tier ebenfalls zunächst in einem separaten Zimmer umsehen können. So ist gewährleistet, dass es nicht während des Trubels in Gefahr gerät oder sogar entläuft. Für alle Fälle ist es natürlich wichtig, dass sowohl Freigänger als auch reine Wohnungskatzen spätestens jetzt bei TASSO registriert sind.

Damit die Eingewöhnung möglichst sanft gelingt, sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze Vertrautes an vertrauten Orten findet. Ein Umzug mag zwar eine gute Gelegenheit sein, Dinge auszutauschen oder Standorte zu verändern, doch damit sollten Sie im Sinne Ihres Stubentigers besser noch ein wenig warten. Dann weiß er beispielsweise einen neuen Kratzbaum in einigen Wochen bestimmt mehr zu schätzen.

Langsam anfangen mit dem Freigang

Ist Ihre Katze Freigänger? Dann steht Ihnen und Ihrem tierischen Liebling nun möglichweise eine harte Zeit bevor. Denn in den ersten Wochen (empfohlen wird in der Regel mindestens ein Monat) sollte die Katze unbedingt in der Wohnung bleiben. Bevor sie die Nachbarschaft erkundet, ist es wichtig, dass sie ihr neues Zuhause als eigenes Territorium anerkennt. Zwar könnte der Protest Ihres Tieres nervenaufreibend sein, aber letztlich ist es ganz im Sinne seiner Sicherheit, dass Sie einige Zeit durchhalten. Spielen Sie in dieser Zeit viel miteinander, bieten Sie Ihrer Katze auch in der Wohnung möglichst viel Abenteuer, und haben Sie viel Verständnis für sie. Vor dem ersten Freigang sollten Sie zudem genau überlegen, ob die neue Umgebung wirklich sicher für eine Katze ist. Eine Hauptstraße oder Bahngleise vor dem Haus sind lebensgefährlich. Auch wenn die Gefahr lediglich auf einer Seite Ihres Zuhauses droht, sollten Sie sich nicht darauf verlassen, dass Ihr Tier die richtige Entscheidung trifft, denn Katzen erkunden aus Neugierde  beinahe alle Wege.  Begleiten Sie Ihr Tier anfangs in den Garten (falls vorhanden), und sprechen Sie vorher auch mit Ihren direkten Nachbarn, damit keine Missverständnisse entstehen.

Noch ein Tipp zur Vermeidung von Ärger: Wenn Sie zur Miete wohnen und eine Katzenklappe einbauen, sollten Sie dafür unbedingt die Erlaubnis des Vermieters einholen. Der unberechtigte Einbau einer Katzenklappe in die Wohnungstür einer Mietwohnung kann eine fristlose Kündigung nach sich ziehen. Dass eine Katze mit Ihnen in die Wohnung zieht, haben Sie natürlich vorher besprochen und schriftlich festgehalten.

 

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TASSO-Serie „Mit dem Hund sicher durch das ganze Jahr“

Teil 1: Das Frühjahr – alte Haare, Ungeziefer und Jungtiere

 

Das lange Frieren hat ein Ende, die Vögel zwitschern wieder, die Sonne gewinnt an Kraft. Mit großen Schritten rollt der Frühling auf uns zu. Im Gepäck hat er hoffentlich jede Menge Sonnenschein und viele schöne Stunden, die wir mit unseren Vierbeinern in der Natur verbringen können. Neben all dem bringt der Frühling für die Hundehalter unter uns aber auch Verpflichtungen und eine erhöhte Aufmerksamkeit mit sich.

Und für den ein oder anderen vermutlich auch vermehrtes Staubsaugen, denn besonders die langhaarigen Hunde entledigen sich nun langsam ihres dicken Winterfells und steigen auf leichte Sommer-Behaarung um. Unterstützen Sie diesen Wechsel durch tägliches Bürsten. Das führt dazu, dass weniger Haare in der Wohnung umherfliegen und hilft dem Hund auch beim Fellwechsel, denn beim Bürsten werden die abgestorbenen Haare entfernt. Außerdem bedeutet diese Routine für viele Hunde einen zusätzlichen Wohlfühlfaktor.

Die Gefahr im hohen Gras

So schön das Rennen über saftig grüne Wiesen für Sam, Luna und Co. ist, es birgt auch Risiken. Denn mit den wärmeren Temperaturen machen sich auch wieder Ungeziefer wie Flöhe und Zecken auf den Weg, unsere Vierbeiner und uns zu ärgern. Besonders gefährlich sind Zecken, die schon ab acht Grad Celsius aus ihrer Winterstarre erwachen. Sie übertragen gefährliche, teils lebensbedrohliche Krankheiten, wie Borreliose oder Babesiose. Ein wirksamer und frühzeitiger Schutz Ihres Hundes vor den krankheitsübertragenden Plagegeistern ist daher unerlässlich.

Dazu eignen sich zum Beispiel verschiedene Spot-On-Präparate oder Parasitenschutz-Halsbänder. Diese Anti-Zeckenmittel sind sowohl im Tierbedarfsmarkt als auch beim Tierarzt erhältlich. Das Angebot ist vielfältig. „Daher sollte jeder Tierhalter, der noch nicht weiß, welches Mittel für seinen vierbeinigen Liebling die beste Wahl ist, das unbedingt mit seinem Tierarzt besprechen, denn nicht für alle Tiere sind alle Lösungen gleich gut geeignet“, rät die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Zusätzlich zum prophylaktischen Schutz ist es wichtig, Zecken sofort zu entfernen. Denn: „Je länger eine Zecke vom Blut des Hundes saugt, desto höher ist die Gefahr, dass gefährliche Krankheitserreger übertragen werden“, weiß Dr. Anette Fach. Sie empfiehlt daher: „Suchen Sie Ihren Hund nach jedem Aufenthalt im Freien ab und entfernen Sie die Zecken zum Beispiel mit Hilfe einer Zeckenzange.“  Gleiches gilt übrigens auch für Katzen mit Freigang. Auch sie werden häufig Opfer der kleinen „Vampire“.

Kinderstube in der Natur

Nicht nur unsere Vierbeiner verdienen im Frühjahr Pflege und besonderen Schutz. Mit den wärmeren Temperaturen ab Mitte März beginnt die sogenannte Brut- und Setzzeit. In dieser Zeit werden Feld und Wald zur Kinderstube für Wildtiere und Vögel. Überall ist daher in dieser Zeit erhöhte Aufmerksamkeit und Rücksicht geboten, um die Tiere nicht beim Brüten oder bei der Aufzucht ihres Nachwuchses zu stören.

Daher gelten vielerorts bestimmte Regeln für Wald-, Jagd- und Naturschutzgebiete, die häufig die jeweiligen Gemeinden individuell festlegen. In Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt besteht während der Brut- und Setzzeit eine generelle Leinenpflicht in der freien Landschaft. Die Regelungen unterscheiden sich aber je nach Bundesland und auch je nach Gemeinde stark. Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeindeverwaltung, welche Regeln für Sie gelten. Denn eine Missachtung kann den Tieren unter Umständen schaden und zum Beispiel auch mit einem Bußgeld geahndet werden.

 

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Vorsorge für den Notfall –
Wer kümmert sich nach meinem Tod um mein Tier?

 

Was passiert, wenn mir etwas passiert? Das ist eine wichtige Frage, die sich jeder Tierhalter stellen und für sich beantworten sollte. Sie betrifft natürlich auch die Versorgung des Vierbeiners in einem plötzlichen Krankheitsfall, ist aber vor allem dann von großer Bedeutung, wenn ein Tierhalter stirbt und somit nicht mehr zu seinem tierischen Liebling zurückkehren wird. Damit nach dem eigenen Ableben keine Unsicherheiten, Streit zwischen den Hinterbliebenen oder im schlimmsten Fall langfristige Nachteile für das Tier entstehen, rät die für TASSO tätige Anwältin Ann-Kathrin Fries, frühzeitig zum Beispiel in einem Testament festzulegen, in wessen Eigentum das Tier nach dem eigenen Tod übergehen soll.

Besonders wichtig ist das dann, wenn der Erbe beziehungsweise die Erbengemeinschaft das Tier nicht aufnehmen will. „Wer zum Beispiel möchte, dass der Freund oder die Nachbarin den Hund oder die Katze erhält, sollte das vorher klären“, rät Ann-Kathrin Fries. Gerade auch bei nichtehelichen und unverpartnerten Lebensgemeinschaften ist dies dringend geboten. Dieses sogenannte Vermächtnis sollte unbedingt im Testament festgelegt werden. Dabei ist es auch möglich zu bestimmen, dass zum Beispiel aus dem Erbe ein monatlich festgelegter Geldbetrag bis zum Tode des Tieres oder eine einmalige Zahlung eines bestimmten Betrages für die Versorgung an den neuen Halter gezahlt wird.

„Wichtig ist, dass ein Testament rechtswirksam verfasst ist. So stehen nach dem BGB zwei Formen der Errichtung zur Verfügung: das private handschriftliche Testament und das öffentliche notarielle Testament. Das private Testament muss vollständig eigenhändig ge- und unterschrieben sein. Auch die Datums- und Ortsangabe sollten enthalten sein. Es sollte gut lesbar sein und auch problemlos gefunden werden können“, erklärt Ann-Kathrin Fries. Hierfür ist eine (kostenpflichtige) Hinterlegung beim Zentralen Testamentsregister der Bundesnotarkammer in Berlin möglich und ratsam. Ein notarielles Testament wird kostenpflichtig von einem Notar verfasst und hat unter anderem den Vorteil, dass spätere Anfechtungen von Erben erschwert werden.

Wurden keine Regelungen getroffen, zählt das Tier automatisch zur sogenannten Erbmasse und gehört damit den Erben beziehungsweise der Erbengemeinschaft. Diese können oder wollen sich allerdings nicht immer um ein Tier kümmern. Im schlimmsten Fall wird der Vierbeiner dann ins Tierheim gebracht und muss auf ein neues Zuhause hoffen. Manchmal gibt es jedoch auch nach der gesetzlichen Erbfolge keine Erben (dann erbt der Staat), oder ein Erbe wird ausgeschlagen, also abgelehnt.

Wer also auch über sein eigenes Leben hinaus das Beste für sein Tier will, sollte für den Ernstfall vorsorgen.

 

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Puh, du hast Mundgeruch!“ –
 Zahnhygiene bei Haustieren ist wichtig

 

Tube auf, Zahnpasta auf die Bürste, putzen – Für uns Menschen ist das mindestens zweimal täglich zwei bis drei Minuten lang Routine. Nicht weniger wichtig ist die regelmäßige Zahnpflege für unsere Haustiere. Denn auch bei Hunden und Katzen kann vernachlässigte Zahnhygiene zu Problemen führen. Das ist sogar ein häufiger Grund für Tierarztbesuche, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Da für die medizinisch sinnvolle Entfernung von Zahnstein eine Narkose notwendig ist, sollten Sie versuchen, möglichst viel für die Zähne Ihrer Haustiere zu tun.

Die Schwierigkeit: Natürlich putzen sich unsere Haustiere nicht alleine zweimal täglich die Zähne. Es gibt jedoch mehrere Möglichkeiten, die Zähne von Hunden und Katzen dennoch zu pflegen. Zum einen kann man sich das Futter zunutze machen. Trockenfutter gilt im Allgemeinen als besser für die Zahngesundheit, da das Kauen zu einem gewissen Abrieb an den Zahnflächen führt. Außerdem gibt es spezielle Zahnpflegefutter auf dem Markt, die aufgrund ihrer Textur zusätzlich zahnreinigend wirken. Speziellen Kaustangen können ebenfalls dabei helfen, die Zähne zu reinigen. Allerdings haben die industriell hergestellten Produkte auch Nachteile: Sie bestehen meist aus relativ viel Bindegewebe und nicht aus hochwertigem Eiweiß. Außerdem nehmen die Tiere dadurch zusätzlich Kalorien auf. Da viele Haustiere in Deutschland bereits zu dick sind, gilt hier Vorsicht. Desinfizierende Trinkwasserzusätze sind eine gute Alternative. Diese Produkte helfen auch für einen frischen Atem.

Aber Dr. Anette Fach weiß: „Am besten, man putzt seinem Tier aktiv die Zähne. Mit vielen Tieren lässt sich das trainieren.“ Für das Zähneputzen gibt es spezielle Katzen- und Hundezahncremes. Diese Cremes können von den Tieren problemlos abgeschleckt werden. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen (zum Beispiel Hühnchen oder Fisch) helfen bei der Akzeptanz. Man kann mit einer Zahnbürste oder auch mit einem Baumwolltuch die Zahncreme auf die Zähne des Tieres auftragen und verteilen. Hierbei gilt: Ein einfaches Auftragen auf die Zähne ist gut, ein regelrechtes Putzen der Zähne ist besser. Einem Tier das Zähneputzen beizubringen, sollte mit viel positiver Bestärkung, Geduld und schrittweisem Üben erfolgen.

Sie wollen wissen, ob mit den Beißerchen Ihres tierischen Lieblings alles in Ordnung ist? Unser Zahncheck für zu Hause hilft weiter: 

  1. Frisst oder kaut Ihr Tier abnormal, oder meidet es feste Futterbestandteile?

  2. Speichelt oder blutet Ihr Tier aus dem Maul?

  3. Riecht Ihr Tier unangenehm aus dem Maul?

  4. Ist das Zahnfleisch um die Zähne gerötet oder blutig?

  5. Fehlen bei Ihrem Tier Zähne?

  6. Sind auf den Zähnen (vor allem hinten im Maul an den oberen Zähnen nachschauen) Beläge zu sehen?

Wenn Sie eine oder mehrere Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, sollten Sie Ihr Tier bei einem Tierarzt vorstellen. Eine Erkrankung in der Maulhöhle ist dann wahrscheinlich.

Wenn Sie die Zähne Ihres tierischen Lieblings täglich pflegen und regelmäßig (ein bis zweimal jährlich vor allem bei älteren oder Tieren mit schlechter Zahngesundheit) beim Tierarzt vorstellen, steht einem langen und kräftigen Zubeißen Ihres Vierbeiners nichts im Wege.
 

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Bitte, verschenk mich nicht!
Keine Pfoten unterm Weihnachtsbaum

 

Plutos Start ins Leben war viel versprechend. Von seiner Mutter und seinen Geschwistern aus ging es sofort in ein warmes, kuscheliges Zuhause. Und als am Abend die Kinder ins Wohnzimmer stürmten, flossen sogar Freudentränen. Doch schnell wurde alles anders. Der Weihnachtsbaum war kaum entsorgt, schon verloren die Kinder die Lust an langen Spaziergängen durch Schnee und Matsch und am gemeinsamen Training. Die Erwachsenen übernahmen nur widerwillig die Aufgaben, die ihre Kinder zu erledigen versprochen hatten. Statt großer Freude herrschte nun Frust, die Erziehung blieb auf der Strecke, Pluto wurde ein ungestümer und unerzogener Junghund. Bis seine Menschen eines Tages aufgaben. Nur ein Jahr später wartet der junge Hund nun hinter Tierheimgittern verzweifelt auf eine Familie, die ihm das bietet, wonach er sich so dringend sehnt: ein Zuhause für immer.

Plutos Geschichte steht beispielhaft für viele Schicksale, denn leider werden nach wie vor häufig Tiere zur Weihnachten verschenkt. Besonders zu Weihnachten möchten Eltern ihre Kinder glücklich machen und ihnen etwas ganz besonders schenken. Schnell werden da die Bedenken kleingeredet oder über Bord geworfen, und ein Tier kommt ins Haus.

Die TASSO-Bitte: Verschenken Sie keine Tiere, und machen Sie andere Menschen darauf aufmerksam, dass es nicht im Sinne der Tiere ist, ein Weihnachtsgeschenk zu sein. Erklären Sie auch Ihren Kindern ruhig und vernünftig, warum es zu Weihnachten kein Haustier geben wird.

Auch ohne eigenes Haustier ist der Kontakt zu Tieren möglich und auch wichtig für Kinder. Vielleicht können die jungen Tierfreunde im Tierheim aushelfen oder regelmäßig Nachbarn oder Verwandte mit Haustieren besuchen, um auf diese Art erste, intensivere Kontakte zu Haustieren haben zu können.

Falls eine Familie mit dem Gedanken spielt, ein Haustier aufzunehmen, ist es wichtig, dass diese Entscheidung gründlich durchdacht, in Ruhe und gemeinsam mit allen Beteiligten getroffen wird. Und auch dann sollte damit lieber bis nach Weihnachten gewartet werden. Die stressige Vorweihnachtszeit ist nicht der richtige Zeitpunkt für eine so große Veränderung, und viele Tierschutzorganisationen und Tierheime vermitteln in der Weihnachtszeit bewusst keine Tiere, um Hunden, Katzen und Kleintieren zu ersparen als „ausgediente Geschenke“ eines Tages wieder abgegeben zu werden.

Der TASSO-Tipp für alle, die sich für tierischen Familienzuwachs entschieden haben: Nutzen Sie doch die besinnlichen Tage, um sich gründlich Gedanken über das Bevorstehende zu machen. Erstellen Sie gemeinsam Listen, auf denen Sie festhalten, was Sie alles für ihren tierischen neuen Freund benötigen. Legen Sie fest, wer welche Aufgaben übernehmen wird, und bereiten Sie sich gemeinsam vor. Wenn im neuen Jahr wieder etwas Ruhe eingekehrt ist, kann die Suche nach Ihrem vierbeinigen Freund losgehen. Schauen Sie sich dann vor allem auch in Tierheimen oder in unserem Online-Tierheim shelta um. Dort warten tauende Tiere auf ihre eigene liebevolle Familie. Eine, die ihnen nach reichlicher Überlegung ein Zuhause für immer bieten kann.

 

 

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Matsch und Schnee? Kein Problem!
So geht's entspannt und warm durch die kalte Jahreszeit

 

Der Herbst geht langsam in den Winter über. Vorbei die Zeit, in der die Laubbäume in den tollsten Farben leuchten und bei einem Spaziergang im Sonnenschein getrost auf die Jacke verzichtet werden kann. Der Winter kommt, und in einigen Regionen Deutschlands hat es bereits geschneit. Höchste Zeit, die Wintersachen herauszuholen.

Unsere langhaarigen Vierbeiner sind uns da häufig schon einen Schritt voraus und haben längst mit dem Fellwechsel begonnen, während wir noch gar nicht an die kommende Kälte denken wollen. Den Fellwechsel können Tierhalter auf unterschiedliche Weise unterstützen. Besonders hilfreich ist regelmäßiges Bürsten. Richtig ausgeführt, ausschließlich in Wuchsrichtung des Haares, ist das nicht nur ein besonderer Genuss für den Hund. Es hilft auch, lose Haare zu entfernen und fördert die Durchblutung der Haut, was den Fellwechsel zusätzlich begünstigt. Ein zusätzlicher Bonus: Weniger Haare landen auf Sofa oder Teppich.

Es darf auch mal ein Mantel sein

Schwieriger wird die Kälte für kurzhaarige Rassen mit wenig Unterwolle. „Bei kurzhaarigen, tropischen oder subtropischen Rassen ist gewisse Vorsicht geboten“, warnt TASSO-Leiter Philip McCreight. „Denn diese Hunde – beispielsweise der afrikanische Rhodesian Ridgeback – besitzen weniger Unterwolle und ein dünneres Unterhautfettgewebe. Sie frieren leicht.“ Abhilfe kann ein möglichst wasserabweisendes „Mäntelchen“ schaffen. Achten Sie darauf, dass es gut verarbeitet ist, und gewöhnen Sie Ihren tierischen Liebling langsam an die für ihn zunächst unbekannte Kleidung. Auf keinen Fall sollten  Hunde bei Minusgraden draußen angebunden werden. Das kann zu schweren Lungenentzündung und im Zweifel auch zum Erfrieren des Tieres führen.

Auch die Pfoten unserer Vierbeiner verlangen nun etwas mehr Pflege. Sind es beim matschigen Herbstwetter noch die Spitzen von Kastanienschalen oder harte Laubstücke, die sich in den Ballen der Pfoten festsetzen können, ärgern spätestens nach dem ersten Schneefall auch Streusalz und Kies die Pfoten unserer tierischen Lieblinge. Daher sollte nach jedem Spaziergang geprüft werden, ob die Ballen sauber und unverletzt sind. Mit speziellen Fettcremes oder Melkfett eingerieben, heilen kleine Risse schnell wieder ab. Gerade in Zeiten, in denen auf den Wegen massiv Streusalz eingesetzt wird, kann auch schon vor einem Spaziergang zum Schutz Vaseline aufgetragen werden. Bei besonders empfindlichen Hunden sind auch passende Pfotenschuhe eine gute Lösung zum Schutz.

Achtung, bissige Feinde

Ob Flöhe, Milben oder Zecken: Auch an kälteren Tagen, sollten Sie diese Gefahren nicht unterschätzen. Begegnet Ihr Hund beispielsweise im Laub einem Igel und schnüffelt an ihm, kann es durchaus sein, dass Flöhe den Sprung auf einen neuen Wirt wagen. Flöhe rufen Juckreiz, Hautirritationen oder sogar Blutarmut hervor. Zudem kann es bei allergischen Tieren zu einer Flohspeichelallergie kommen. Und, da Flöhe in Bezug auf Ihren Wirt nicht wählerisch sind, ist es sogar möglich, dass sie auch auf den Menschen übergehen. Verschluckt der Hund einen Floh, können sogar Bandwürmer übertragen werden.

Mit genauer Kontrolle nach dem Spaziergang, ein wenig Pflege und eventuell einem warmen Mäntelchen steht einer tollen Zeit im Winter aber nichts im Wege. Genießen Sie die kalten Tage gemeinsam mit Ihrem vierbeinigen Liebling!

 

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Am Martinstag das Tierwohl nicht vergessen

 

Stimmungsvoll leuchten die Laternen, der Gesang des berühmten Martinsliedes erklingt, und die traditionellen Feuer werden entzündet. Später wird zu Hause der alljährliche Gänsebraten auf den Tisch kommen. Jedes Jahr feiern die Menschen rund um den 11. November das Fest zu Ehren des heiligen Martin von Tours, der der Legende nach seinen Mantel mit einem Bettler teilte, um ihn vor dem Erfrieren zu retten. Leider bedeuten diese Feiern für viele Tiere großes Leid. Denn bei den Feuern sterben häufig Wildtiere, die in den meist schon Tage vorher aufgetürmten Reisighaufen Unterschlupf gefunden haben. Und auch die jährlich in Massen gezüchteten Martinsgänse wurden nicht selten unter tierschutzwidrigen Bedingungen großgezogen.

„Die Gänse werden oftmals in großen Gruppen auf engstem Raum in sogenannten intensiven Stallhaltungen, teilweise auch in Käfigen, gehalten. Die Schlachtreife wird durch künstliches Licht und Kraftfutter gefördert. Häufig stammt das angebotene Gänsefleisch aus der in Deutschland verbotenen Stopfleberproduktion“, kritisiert Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO.

Dass solch eine tierquälerische Haltung immer noch möglich ist, liegt an der fehlenden Gesetzesgrundlage. „Mindestanforderungen zur Haltung von Gänsen existieren weder in der deutschen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, noch auf EU-Ebene. Zwar wurde 1999 eine Europaratsempfehlung für Hausgänse angenommen, diese ist jedoch nicht rechtsverbindlich“, sagt der Tierschutzexperte. Leider wird es auch auf absehbare Zeit keine Haltungsvorschriften für Gänse in Deutschland geben. Dies hat die Bunderegierung kürzlich in einer Antwort auf eine Bundestagsanfrage (Drs. 18/9976) von BÜNDNIS90 / DIE GRÜNEN mitgeteilt, in der sie erklärte, dass sie die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung derzeit nicht um weitere Tiere erweitern wolle.

Wenn Sie diesem Tierleid bewusst entgegenwirken möchten, finden Sie im Internet viele leckere vegetarische und vegane Alternativen. Wer dennoch nicht auf den Gänsebraten verzichten will, sollte Gänse aus ökologischer und regionaler Erzeugung kaufen. Gesetzlich geschützte Kennzeichnungen wie beispielsweise „Freilandhaltung“, „bäuerliche Freilandhaltung“ oder „ökologische Tierhaltung“ stehen für eine artgerechte Haltung mit Auslauf.

Sorgsamkeit bei den traditionellen Feuern rettet Tierleben

Der Brauch des Martinsfeuers soll Licht ins Dunkle bringen und steht meist am Ende der Laternenumzüge. Besonders für Kinder ist das ein ganz besonderes Erlebnis. Damit allerdings keine Tiere durch das Feuer sterben, ist es wichtig das Brennmaterial erst kurz vor dem Anzünden aufzuschichten. Um ganz sicher zu gehen, dass sich nicht doch ein Lebewesen versteckt hat, sollten Sie das Holz vor dem endgültigen Anfeuern auch noch einmal umschichten, so werden die Tiere aufgescheucht und können sich in Sicherheit bringen. Vor allem für Igel ist das lebenswichtig, denn sie rollen sich bei Gefahr zum eigenen Schutz zusammen und bleiben unbewegt liegen, statt wegzulaufen.

Schon mit diesen kleinen Taten können Sie viel Tierleid verhindern und somit an Sankt Martins gute Taten anknüpfen.

 

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Vierbeiner an Bord – Hunde im Auto richtig sichern

 

Egal ob eine lange Urlaubsreise ansteht oder nur eine kurze Fahrt zur Hundewiese. Sobald der Hund im Auto mitfährt, muss er richtig gesichert werden. Schließlich will kein Hundehalter, dass seinem tierischen Liebling etwas passiert, falls er stark bremsen muss, oder es sogar einen Unfall gibt. Dass die Tiere gesichert werden müssen, steht auch im Gesetz. Dort gelten Hunde allerdings als „Ladung“, und es ist vorgeschrieben, dass diese ausreichend befestigt wird. Geschieht das nicht, wird ein Bußgeld fällig. Aber was ist schon ein Bußgeld im Vergleich zu dem, was auf uns zukommt, wenn wir, unsere Mitfahrer oder unser tierischer Liebling verletzt werden?

Auf keinen Fall darf der Hund daher im Auto frei umherlaufen. Sogar wenn er still ist, ruhig liegt und den Fahrer in der Regel nicht ablenkt: Schon bei einer Bremsung aus etwa 30 Stundenkilometern wird das nicht gesicherte Tier zum gefährlichen Geschoss, kann sich schwer verletzen und wird letztlich auch für die Menschen im Auto zur Lebensgefahr.

Doch welche ist die richtige Sicherung für die Fahrt im Auto? Wer sich auf der Suche nach der Antwort durchs Internet klickt, wird schnell enttäuscht. Die perfekte Lösung gibt es offenbar nicht. Alle Systeme haben Vor- und Nachteile. Es liegt im Ermessen des Halters, welchen Kompromiss er einzugehen bereit ist.

Ein kleiner Überblick über die gängigsten und sichersten Systeme

Das sicherste für Mensch und Tier ist die Transportbox: Eine auf die Größe des Tieres angepasste, sicher im Fußraum oder Kofferraum platzierte und gut befestigte Box ist optimal. Durch die großen Außenflächen entwickeln sich keine punktuell hohen Kräfte, die dazu führen, dass zum Beispiel die Rücklehnen durchbrochen werden und der Hund durch das Auto geschleudert wird. Die Box sollte so viel Platz bieten, dass der Hund aufrecht sitzen, sich umdrehen und hinlegen kann. Der ADAC empfiehlt zudem nach einem umfangreichen Test, die Box im Kofferraum parallel zur Fahrrichtung direkt an der Lehne der Rücksitze zu platzieren, oder – bei einem kleinen Hund – sie in den Fußraum vor die Rücksitze zu stellen.

Allerdings hat diese Lösung auch Nachteile. Das Auto muss groß sein, die Box nimmt viel Platz weg, vor allem dann, wenn der Hund mal nicht mitfährt. Außerdem sind Boxen teuer, unhandlich und nur dann sicher, wenn sie richtig platziert werden. Dennoch: Das Verletzungsrisiko für Tier und Mensch ist mit einer Box am geringsten.

Stabile Anschnallsysteme können guten Schutz bieten

Ebenfalls häufig genutzt werden Anschnallsysteme. Diese empfiehlt der ADAC jedoch nur bedingt. Der Autoclub kritisiert, dass die Geschirre reißen können und dass die Tiere zu viel Bewegungsfreiraum haben und so zur Gefahr werden. Von den beiden getesteten Systemen ist nur das besonders stabile Exemplar geeignet, den Menschen vor Verletzungen durch den Hund zu schützen, bei dem anderen brachen Karabinerhaken. Die Auto-Experten raten daher, massive Systeme zu nutzen, die fest im Gurtschloss beziehungsweise mit den Isofix-Haken auf der Rückbank verbunden werden. Weiterhin sollte die Länge der Gurte knapp bemessen sein, damit das Tier bei einer Bremsung nicht durch das Auto katapultiert wird. Auch wenn die Menschen im Auto so einigermaßen sicher sind, besteht für das Tier nach wie vor eine Verletzungsgefahr, weil es je nach Länge des Gurtes gegen die Sitze geschleudert werden kann.

Für kleinere Vierbeiner sind auch spezielle Hunde-Autositze geeignet. Zwar ist die Befestigung im Fahrzeug nicht so ganz einfach, und das Tier muss an das Geschirr gewöhnt werden, dann aber ist der Hund auf der Autofahrt gut geschützt.

Der Markt bietet nahezu für alle Bedingungen eine Lösung. Nicht alle Möglichkeiten schützen allerdings Hund und Insassen. TASSO rät daher: Lassen Sie sich im Fachhandel ausgiebig beraten, und entscheiden Sie sich im Interesse Ihres Tieres und Ihrer Mitfahrer für eine sichere Lösung.

Mehr zum Thema finden Sie auch auf der Homepage des ADAC.

Wir wünschen allzeit eine gute Fahrt mit Ihrem Vierbeiner!

Egal ob eine lange Urlaubsreise ansteht oder nur eine kurze Fahrt zur Hundewiese. Sobald der Hund im Auto mitfährt, muss er richtig gesichert werden. Schließlich will kein Hundehalter, dass seinem tierischen Liebling etwas passiert, falls er stark bremsen muss, oder es sogar einen Unfall gibt. Dass die Tiere gesichert werden müssen, steht auch im Gesetz. Dort gelten Hunde allerdings als „Ladung“, und es ist vorgeschrieben, dass diese ausreichend befestigt wird. Geschieht das nicht, wird ein Bußgeld fällig. Aber was ist schon ein Bußgeld im Vergleich zu dem, was auf uns zukommt, wenn wir, unsere Mitfahrer oder unser tierischer Liebling verletzt werden?

Auf keinen Fall darf der Hund daher im Auto frei umherlaufen. Sogar wenn er still ist, ruhig liegt und den Fahrer in der Regel nicht ablenkt: Schon bei einer Bremsung aus etwa 30 Stundenkilometern wird das nicht gesicherte Tier zum gefährlichen Geschoss, kann sich schwer verletzen und wird letztlich auch für die Menschen im Auto zur Lebensgefahr.

Doch welche ist die richtige Sicherung für die Fahrt im Auto? Wer sich auf der Suche nach der Antwort durchs Internet klickt, wird schnell enttäuscht. Die perfekte Lösung gibt es offenbar nicht. Alle Systeme haben Vor- und Nachteile. Es liegt im Ermessen des Halters, welchen Kompromiss er einzugehen bereit ist.

Ein kleiner Überblick über die gängigsten und sichersten Systeme

Das sicherste für Mensch und Tier ist die Transportbox: Eine auf die Größe des Tieres angepasste, sicher im Fußraum oder Kofferraum platzierte und gut befestigte Box ist optimal. Durch die großen Außenflächen entwickeln sich keine punktuell hohen Kräfte, die dazu führen, dass zum Beispiel die Rücklehnen durchbrochen werden und der Hund durch das Auto geschleudert wird. Die Box sollte so viel Platz bieten, dass der Hund aufrecht sitzen, sich umdrehen und hinlegen kann. Der ADAC empfiehlt zudem nach einem umfangreichen Test, die Box im Kofferraum parallel zur Fahrrichtung direkt an der Lehne der Rücksitze zu platzieren, oder – bei einem kleinen Hund – sie in den Fußraum vor die Rücksitze zu stellen.

Allerdings hat diese Lösung auch Nachteile. Das Auto muss groß sein, die Box nimmt viel Platz weg, vor allem dann, wenn der Hund mal nicht mitfährt. Außerdem sind Boxen teuer, unhandlich und nur dann sicher, wenn sie richtig platziert werden. Dennoch: Das Verletzungsrisiko für Tier und Mensch ist mit einer Box am geringsten.

Stabile Anschnallsysteme können guten Schutz bieten

Ebenfalls häufig genutzt werden Anschnallsysteme. Diese empfiehlt der ADAC jedoch nur bedingt. Der Autoclub kritisiert, dass die Geschirre reißen können und dass die Tiere zu viel Bewegungsfreiraum haben und so zur Gefahr werden. Von den beiden getesteten Systemen ist nur das besonders stabile Exemplar geeignet, den Menschen vor Verletzungen durch den Hund zu schützen, bei dem anderen brachen Karabinerhaken. Die Auto-Experten raten daher, massive Systeme zu nutzen, die fest im Gurtschloss beziehungsweise mit den Isofix-Haken auf der Rückbank verbunden werden. Weiterhin sollte die Länge der Gurte knapp bemessen sein, damit das Tier bei einer Bremsung nicht durch das Auto katapultiert wird. Auch wenn die Menschen im Auto so einigermaßen sicher sind, besteht für das Tier nach wie vor eine Verletzungsgefahr, weil es je nach Länge des Gurtes gegen die Sitze geschleudert werden kann.

Für kleinere Vierbeiner sind auch spezielle Hunde-Autositze geeignet. Zwar ist die Befestigung im Fahrzeug nicht so ganz einfach, und das Tier muss an das Geschirr gewöhnt werden, dann aber ist der Hund auf der Autofahrt gut geschützt.

Der Markt bietet nahezu für alle Bedingungen eine Lösung. Nicht alle Möglichkeiten schützen allerdings Hund und Insassen. TASSO rät daher: Lassen Sie sich im Fachhandel ausgiebig beraten, und entscheiden Sie sich im Interesse Ihres Tieres und Ihrer Mitfahrer für eine sichere Lösung.

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Lebensgefahr für Katzen –
gekippte Fenster sind unterschätzte Fallen

 

Nur mit einer Betäubung durch einen Tierarzt und dank der Hilfe der Polizei konnte eine kleine Katze im Taunusort Friedrichsdorf kürzlich aus einer misslichen Lage befreit werden. Die Freigängerkatze war auf dem Rückweg in die Wohnung in einem gekippten Fenster steckengeblieben und kam aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Das fatale an diesem Fall: Die Halterin hatte die Katze Medienberichten zufolge gezielt durch das gekippte Fenster wieder in die Wohnung lassen wollen. „Offenbar ist einigen Katzenhaltern noch immer nicht bewusst, wie groß die Gefahren sind, die von gekippten Fenstern ausgehen“, bedauert Dr. Cristeta Brause, Referentin Tierschutz Inland bei der Tierschutzorganisation TASSO e.V.

Wenn Katzen versuchen, durch ein auf Kipp stehendes Fenster zu klettern, kann es passieren, dass sie in dem Spalt steckenbleiben. Wenn die Katzen dann versuchen, sich zu befreien, rutschen sie durch die Bewegungen immer tiefer in den Fensterspalt und werden immer mehr eingequetscht. „Dabei können schwerste innere Verletzungen entstehen, die oft zu irreparablen Schäden und sicherlich auch zu großen Schmerzen führen“, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. „Es werden zwar viele Katzen noch lebend gefunden, oft müssen sie dann aber doch eingeschläfert werden, da die Schädigungen zu schwerwiegend sind.“ Es kann aber auch passieren, dass die Katzen schon verenden, während sie eingeklemmt sind. Durch die Quetschung der hinteren Körperhälfte, werden die abgeklemmten Körperteile nicht mehr mit Blut versorgt und sterben ab, was wiederum schnell zu tödlichem Organ- und Herzkreislaufversagen führt. „Das ist ein elender Tod“, weiß Dr. Anette Fach. Mittlerweile gibt es sogar einen Begriff für diese Art von Verletzungen: das Kippfenster-Syndrom.

Daher rät TASSO: Achten Sie auf Ihre Fenster! Auch wenn Ihre Katze bislang kein Interesse an dem gekippten Fenster gezeigt hat, sollten Sie sie auf keinen Fall alleine in einem Raum mit einem ungesicherten Fenster lassen. Es kann ausreichen, dass auf der anderen Seite der Scheibe etwas Spannendes passiert, um die Katze zu motivieren, hindurch zu schlüpfen oder mit der Pfote durch den Spalt zu langen.

Um nicht auf geöffnete Fenster verzichten zu müssen, gibt es zahlreiche Hilfsmittel. Besonders gängig ist der sogenannte Kippfensterschutz. Dabei werden spezielle Gitter rund um das Fenster montiert. Sie verhindern, dass die Katze in den Spalt gelangen kann. Natürlich können auch andere Gitter oder Netze montiert werden. Weiterhin gibt es spezielle Keile für die Fenster. Sie sorgen ebenfalls dafür, dass die Katze nicht in den engen Spalt rutscht.

Natürlich können Sie Ihr Fenster auch vollständig öffnen und davor ein stabiles Netz anbringen, so dass die Katze nicht hinaus kann. Dabei sollten sie aber darauf achten, dass das Fenster bei Durchzug nicht zuschlagen kann. Ist Ihr Fenster gut gesichert, kann Ihre Katze gemütlich und gefahrlos auf der Fensterbank liegen, hinausschauen und die Aussicht genießen.

 

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Welttierschutztag: TASSO fordert Wildtierverbot im Zirkus

 

Sie gehören in die Weite der Savanne oder in tropische Regenwälder und nicht in Käfige auf deutsche Festplätze: Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober fordert TASSO e.V. weiter nachdrücklich ein Verbot der Haltung bestimmter wild lebender Tierarten im Zirkus. Gleichzeitig appelliert die Tierschutzorganisation an Kommunen, bei der Platzvermietung an Zirkusse den Tierschutz zu berücksichtigen. Und auch Sie können helfen!

Oft werden wildlebende Tierarten im Zirkus gehalten, deren Ansprüche an eine verhaltensgerechte Unterbringung so hoch sind, dass sie in einem reisenden Zirkusunternehmen nicht angemessen berücksichtigt werden können. Sie werden entweder zu Dressur- oder auch nur zu reinen Schauzwecken gehalten. Besonders problematisch ist das vor allem für Elefanten, Affen, Großbären, Giraffen, Nashörner und Flusspferde. „Der Stress durch die ständigen Transporte, die engen Transportwagen, schlecht ausgestattete Gehege, die Einzelhaltung sozialer Tiere, ungeeignetes Futter sowie die Dressur zu artwidrigem Verhalten wie das Springen durch brennende Reifen sind nur einige der vielen tierschutzrelevanten Probleme“, zählt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO, auf und stellt klar: „Ein artgerechtes Leben ist für diese Tiere im Zirkus nicht möglich!“

Bleiben Sie Zirkussen mit Wildtieren fern, und fordern Sie Lokalpolitiker zum Handeln auf
Auch Sie können aktiv werden und Ihre Stimme gegen Wildtiere im Zirkus erheben. Sprechen Sie die Politiker in Ihrem Wohnort an, und fordern Sie, dass diese tätig werden und keine öffentlichen Plätze mehr an Zirkusse mit Wildtieren vermieten. Meiden Sie Zirkusse, die Wildtiere mit sich führen. Dass wilde Tiere zu unserer Belustigung unter nicht artgerechten Umständen gehalten werden und unnatürliche Kunststücke vollführen müssen, muss ein Ende haben. Das sollten wir auch schon unseren Kindern erklären. Schließlich kann kein Tierfreund wollen, dass Tiere zu unserer Unterhaltung leiden müssen. Dass Zirkusunternehmen auch ohne Wildtiere erfolgreich sein können, beweisen z.B. die Zirkusse Roncalli oder FlicFlac.

Zum Hintergrund 
Der Bundesrat hat in diesem Frühjahr bereits zum dritten Mal einem Entschließungsantrag zum Verbot der Haltung bestimmter wild lebender Tierarten zugestimmt. Die Bunderegierung hat dazu jedoch bis heute nicht Stellung genommen und keine Rechtsverordnung erlassen. „Das muss sich dringend ändern“, fordert Mike Ruckelshaus und verweist auf eine Stellungnahme der Bundesregierung aus dem Jahr 2012. Schon damals hatte die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme zum Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Tierschutzgesetzes (Drucksache 17/10572) Folgendes festgestellt:

  • eine tierschutzgerechte Haltung bestimmter Tierarten ist unter den Bedingungen eines Zirkusbetriebes mit ständigem Ortswechsel nicht realisierbar

  • ein Haltungsverbot könnte für bestimmte Tierarten erforderlich sein

  • ein Haltungsverbot für bestimmte Tierarten stellt keinen Eingriff in die Berufswahlfreiheit dar

Konsequenzen wurden daraus jedoch bislang nicht gezogen. Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern, die bereits ein vollständiges oder teilweises Wildtierverbot für Zirkusse realisiert haben. Dazu gehören beispielsweise die Niederlande, Belgien, Österreich, Großbritannien und erst seit wenigen Wochen auch Norwegen, wo die Regelung ab Januar 2017 greifen wird.

Zum Glück handeln in Deutschland aber bereits viele Kommunen im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch ohne gesetzliches Verbot. Etwa 60 Städte und Gemeinden vermieten beispielsweise keine öffentlichen Plätze mehr an Zirkus-Unternehmen, die bestimmte Wildtierarten mit sich führen. Zuletzt hat sich beispielsweise der Stadtrat der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover für ein kommunales Wildtierverbot ausgesprochen. Die Rechtmäßigkeit eines solchen Verbotes wurde durch ein Urteil des Müncheners Verwaltungsgerichts bestätigt, das seit April 2016 rechtskräftig ist.

TASSO appelliert daher an alle Kommunalpolitiker, ebenfalls diese tierschutzpolitische Möglichkeit einer Widmungsbeschränkung für öffentliche Plätze bei der Vergabe an Zirkusse mit Wildtieren zu nutzen, und empfiehlt in diesem Zusammenhang eine Mustersatzung der Tierschutzbeauftragten des Landes Baden-Württemberg.

 

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Zwischen klebrigen Fingern und schmutzigen Pfoten – 
Kinder, Haustiere und die Hygienefrage

 

Haustiere sind ein großer Gewinn für Kinder. Sie fördern das Verständnis und den Respekt für andere Lebewesen, unterstützen Kinder dabei, Verantwortung zu lernen und stärken das Selbstbewusstsein. Außerdem sind sie treue Freunde in allen Lebenslagen. Ein gut organisierter Haushalt mit verantwortungsbewussten Eltern, ihren Kindern und Haustieren kann für alle ein großer Gewinn sein.

Einige Regeln sollten beachtet werden

In der Schnauze, im Fell oder auch im Darm tragen Hunde häufig Krankheitserreger, die zwar sie selbst nicht krank machen, dem Menschen aber schaden können. Was bei einem Tier ganz normal ist, kann für seinen Halter also zur Gefahr werden. „Es gibt etwa 200 Infektionskrankheiten, sogenannte Zoonosen, mit denen Tiere Menschen und Menschen Tiere anstecken können“, erläutert die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Die Keime, die Hunde mitbringen, können unter anderem zu Durchfall, Übelkeit, Fieber oder sogar zu Lungenentzündungen führen. Weiterhin bringen Hunde oder Freigängerkatzen auch manchmal Parasiten mit in die Wohnung, die so zu den Menschen gelangen können. „Aber auch Wohnungskatzen können zum Beispiel von Flöhen befallen sein“, weiß Dr. Anette Fach.

Kein Grund zur Panik

Die Hygiene sollte daher auf keinen Fall vernachlässigt werden – vor allem dann nicht, wenn Säuglinge oder Kleinkinder mit den Tieren in einem Haushalt leben. Denn das kindliche Immunsystem befindet sich noch in der Entwicklung. Sie sind daher anfälliger für Infektionskrankheiten.

Dennoch besteht kein Grund zur Panik. Es ist überhaupt nicht nötig – sondern sogar kontraproduktiv – die ganze Wohnung regelmäßig zu desinfizieren. Ein gewisses Maß an Keimen ist ganz normal und nicht gefährlich. Dennoch sollte natürlich regelmäßig geputzt und gesaugt werden. Dazu gehört es auch, die Schlafplätze der Tiere sauber zu halten und die Decken, auf denen die Tiere liegen, regelmäßig zu waschen. Eine tägliche Reinigung der Katzentoilette sowie der Futter- und Wassernäpfe sollte ebenfalls selbstverständlich sein.

Wichtig im Zusammenleben mit Kleinkindern und Tieren ist regelmäßiges Händewaschen. Nach dem ausgiebigen Kuscheln sollte immer der Weg zum Waschbecken anstehen. Auch vorher schon, falls die Kinder zuvor gegessen oder gemalt haben und noch Rückstände an den Fingern kleben: So bleibt das Fell des Vierbeiners ebenfalls sauber.

Wenn das Tier dem Kind über das Gesicht geleckt hat, sollten Sie Ihrem Kind anschließend das Gesicht mit Seife abwaschen. Weiterhin ist es aus hygienischer Sicht besser, wenn Tiere nicht in den Betten von Säuglingen oder Kleinkindern schlafen. Denn so können Keime und Parasiten in die Betten gelangen. Gerade bei Säuglingen besteht zusätzlich die Gefahr, dass sich ein Tier auf das Baby legt und es so in Lebensgefahr bringt. Daher sollten Sie Tiere nie mit Kindern unbeaufsichtigt lassen. Auch andersrum gilt die Regel: Zum Bett des Tieres und zur Katzentoilette sollten Kleinkinder keinen Zugang haben. So vermeiden Sie nicht nur die Ansteckung mit Krankheiten, sondern bringen Ihren Kindern darüber hinaus auch bei, die Rückzugsorte eines anderen Lebewesens zu respektieren.

Impfen und Entwurmen

Mit Händewaschen und getrennten Betten alleine ist es aber noch nicht getan. Auch die gesundheitliche Vorsorge ist wichtig. „Der Impfschutz der Haustiere sollte immer aktuell sein. Auch regelmäßige Untersuchungen von Kotproben beziehungsweise Wurmkuren gemäß den Empfehlungen der Vereinigung der Venterinärparasitologen, European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (kurz: ESCCAP) sind wichtig“, betont Dr. Anette Fach. „Untersuchen Sie Ihren tierischen Liebling auch regelmäßig auf Parasiten. Katzen und Hunde tragen manchmal unfreiwillig Ungeziefer mit sich. Wenn Sie auf diese wichtigen Hygieneregeln achten, steht einem gemeinsamen, gesunden Familienleben mit Kindern und Haustieren nichts im Wege.

Weitere Informationen zu Parasiten bei Hunden und Katzen finden Sie auf der

Homepage der ESCCAP.

 

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Zwischen Vorsicht und Vertrauen: Der richtige Umgang

mit einem ängstlichen Hund

 

Es ist schnell passiert, der Hund erschreckt sich, reißt sich von der Leine los, verschwindet im Wald oder taucht mitten in der Stadt im dichten Verkehrsgetümmel unter. Wir bei TASSO haben täglich mit solchen Fällen zu tun. Wenn ein Hund in Panik gerät, kann das gefährlich werden. Für ihn, aber auch für Menschen. Weglaufen ist nur eine mögliche Reaktion auf Angst. Einige Tiere frieren ein, sind unfähig sich zu bewegen und reagieren nicht auf Ansprache. Und wieder andere schnappen in ihrer Verzweiflung zu – Sogenannte Angsthunde sind für ihre Besitzer eine große Herausforderung.

Doch nicht jeder unsichere Hund ist auch gleich ein Angsthund“, klärt Alexandra Grunow vom K-9 Suchhundezentrum auf. Gerade Hunde, die aus dem Tierschutz adoptiert werden, seien in der Anfangszeit häufig unsicher. Aber sie müssen nicht zu Angsthunden werden. Die Stellschrauben für das weitere Leben können in  der Anfangszeit gerichtet werden. Dabei ist es wichtig, dem Hund viel Zeit zu geben, damit er Vertrauen fassen kann. „Bedrängen Sie Ihr Tier nicht, und erwarten Sie nicht zu viel von ihm“, rät Alexandra Grunow. „Und nehmen Sie es nicht persönlich, wenn der Hund auch Ihnen gegenüber anfangs vorsichtig ist. Denken Sie nicht, dass er Sie nicht mag.“ Diese Zeit kann auch mal einige Wochen oder sogar einige Monate in Anspruch nehmen. Das hängt natürlich individuell vom Tier und seinem Halter ab.

Die Sicherheit geht immer vor

Besonders in dieser Zeit ist es wichtig, verstärkt für die Sicherheit des Tieres zu sorgen. Der Halter sollte seinem Hund das Gefühl vermitteln, dass ihm nichts passieren kann, wenn er bei ihm ist. Dazu gehört es auch, dafür zu sorgen, dass er beim Gassi gehen nicht entwischen kann. „Viele Halter glauben schon nach kurzer Zeit, dass sie ihr Tier kennen und immer wissen, wie es reagiert. Das ist aber häufig nicht so, schließlich gibt unzählige Situationen, in die Hund und Halter geraten können“, weiß Alexandra Grunow, die in ihrem Job fast täglich nach Hunden suchen muss, die vor Schreck weggelaufen sind.

Daher empfiehlt die Expertin besonders sicheres Equipment für die Anfangszeit mit einem neuen tierischen Mitbewohner. Dazu gehören ein Sicherheitsgeschirr mit zwei Bauchguten und/oder ein sogenanntes Zugstopp-Halsband. Wichtig ist, dass dieses Halsband nicht zu dick ist, denn sonst ist es möglich, dass der Hund sich befreien kann. „Er darf auf keinen Fall jemals das zweifelhafte ‚Erfolgserlebnis‘ haben, aus dem Halsband oder aus dem Geschirr zu entkommen. Das wird er sonst immer wieder versuchen, und dann bietet ihm das Halsband auch nicht mehr das Gefühl, sicher zu sein“, erklärt Alexandra Grunow die Hintergründe dieser doppelten Sicherung. Auch die Leine selbst sollte noch einmal zusätzlich eingehängt werden. Am besten in einem Karabiner an einem Jogginggurt oder in einer weiteren Umhängeleine. Auch Schleppleinen sollten unbedingt noch extra gesichert werden.

Zuhause empfiehlt Alexandra Grunow eine Sicherheitsschleuse zwischen Haustür und Wohnung, so dass der Hund auch hier nicht zufällig ausreißen kann. Denn das kann schnell ein schlimmes Ende nehmen, weiß die Expertin aus zahlreichen traurigen Einsätzen.

Wenn die Halter merken, dass ihr Tier über die anfängliche Vorsichtig hinaus besonders unsicher ist, rät Alexandra Grunow, einen Experten hinzuziehen. „Es reicht manchmal auch eine Stunde mit einem Hundetrainer. Der kann einem dann aber sagen, wie man am besten mit dem Tier trainieren kann“, erklärt sie. Denn Training muss in so einem Fall sein. Und das kann sich auch lohnen. „Wenn ein ängstlicher Hund eines Tages seinen Kopf in die eigene Hand legt und Zuneigung zeigt, ist das wirklich ein Wahnsinnsgefühl“, versichert Alexandra Grunow. Und mit genug Zeit und dem richtigen Training steht dann einer gemeinsamen glücklichen Zeit nichts im Wege.

TASSO rät: Nehmen Sie sich Zeit für Ihr unsicheres Tier, und sorgen Sie stets für seine Sicherheit. Verlangen Sie nicht zu viel von Ihrem Hund, und werden Sie nicht ungeduldig. Fragen Sie einen Experten um Rat, wenn Sie Hilfe brauchen.

 

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Mut zur Verantwortung – Senioren sind tolle Tierhalter

 

Plötzlich war da diese Leere. Dieses Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. Viele Rentner berichten, dass sie nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben erst einmal in ein tiefes Loch gefallen sind.  Überflüssig zu sein, ist eine Sorge, die viele ältere Menschen umtreibt. Natürlich ist das nicht so. Rentner sind wichtig für die Gesellschaft, sie engagieren sich im Ehrenamt, kümmern sich um ihre Familien und haben häufig zahlreiche Hobbies. Und dennoch fehlt einigen etwas. Sie wünschen sich einen Begleiter an ihrer Seite und möchten für jemanden sorgen. Wer Tiere liebt und spürt, dass er noch viel zu geben hat, sollte vielleicht darüber nachdenken, ein Haustier zu adoptieren. Rentner können hervorragende Tierhalter sein. Sie haben meist mehr Zeit als Menschen, die voll im Berufsleben stehen, sind häufig noch sehr fit und haben jede Menge Liebe zu geben.

Gesundheit, Fitness und persönliche Vorlieben

Wichtig bei der Entscheidung, ob und welches Tier einziehen soll, sind allerdings nicht nur persönliche Wünsche und Vorlieben, sondern auch Ehrlichkeit, sich selbst gegenüber. Einige Fragen sollte sich jeder – grundsätzlich auch Jüngere – vor der Entscheidung für ein Tier stellen: Bin ich (noch) fit genug? Habe ich Zeit und Lust, immer an der Seite meines Tieres zu sein oder möchte ich lieber die Welt bereisen? Was passiert, wenn ich krank werde? Habe ich genug Geld? Wer unsicher ist, lässt sich am besten in einem Tierheim vor Ort beraten. Die Experten dort wissen genau, worauf es bei der Adoption eines Vierbeiners ankommt.

Ein Hund braucht zum Beispiel Auslauf und Auslastung. Bestimmte Rassen müssen besonders beschäftigt werden, einige Tiere sind anspruchsvoller als andere. Menschen, die nicht mehr so fit sind, könnten einem Welpen vielleicht nicht mehr gerecht werden. Sie können sich im Tierschutz aber sehr gut nach erwachsenen Hunden umsehen, die zu ihrer Lebenssituation passen. Zum Beispiel auf shelta, dem Online-Tierheim von TASSO unter www.shelta.net werden viele Tiere jeglichen Alters vorgestellt. Dort warten neben Welpen, Junghunden und ausgewachsenen Tieren auch vierbeinige Senioren, die sich für ihren Lebensabend noch ein liebevolles Zuhause wünschen.

Von der Adoption eines Hundes profitieren aber keineswegs nur die Tiere – im Gegenteil: Der Hund ist ein Grund, sich auch an nicht so guten Tagen aufzuraffen und rauszugehen. Spaziergehen hält nicht nur fit, sondern steigert auch das Wohlbefinden. Und Hunde fördern die Sozialkontakte, weil Hundehalter sich gerne unterwegs austauschen.

Auch Katzen sind tolle Begleiter

Wer nicht Gassi gehen möchte oder einfach nicht der größte Hundefreund ist, könnte seine Wohnung und sein Herz auch einer Katze öffnen. Wohnungskatzen müssen allerdings ebenfalls ausgelastet werden, damit das Leben in der Wohnung nicht einsam oder langweilig wird. Außerdem sollten sie im Idealfall nicht alleine gehalten werden. Und auch Freigängerkatzen machen Arbeit. Auch sie brauchen Streicheleinheiten und müssen gefüttert werden. Ebenso steht das tägliche Reinigen der Katzentoilette auf dem Programm. Auch Katzen verlangen also noch einiges von ihrem Halter. Weiterhin können sie deutlich älter werden als ein Hund.

In jedem Fall ist es wichtig,  zu klären, wer sich um das Tier kümmert, wenn man selbst einmal nicht kümmern kann. Sei es aufgrund eines Unfalles, eines Krankheit oder einfach, weil die körperliche Fitness plötzlich rapide nachlässt.

Anpacken im Tierheim

Wer sich gerne mit Tieren umgeben möchte, sich die Haltung eines eigenen Vierbeiners aber nicht mehr zutraut, kann sich auch bei einem Tierheim in seiner Nähe melden. Dort werden immer Menschen gesucht, die die Hunde ausführen, Katzen streicheln, Kleintiere versorgen oder bei einer der anderen unzähligen Aufgaben helfen. Bestimmt freut man sich dort sehr über Hilfsangebote.

Tiere sind tolle Begleiter – sowohl für junge Menschen als auch für ältere. Egal ob frischer Neu-Ruheständler oder gemächlicher Senior, das richtige Tier wartet bestimmt irgendwo auf Sie! Lassen Sie sich doch im Tierheim in Ihrer Nähe beraten.

 

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Wenn der gemeinsame Weg zu Ende ist - Die Bestattung eines Haustieres

 

Als Katharina mit ihrem Hund Paule zum Gassi gehen aufbrach, wusste sie noch nicht, dass sie ohne ihren geliebten Vierbeiner und völlig verzweifelt heimkehren würde. Denn während des Spazierganges geschah das Unfassbare: Obwohl Paule in der Regel aufs Wort hört, stürmte er an diesem Tag übermütig auf die Straße, weil er glaubte, sein Herrchen auf der anderen Seite gesehen zu haben. Ein schwerwiegender Irrtum. Paule wurde von einem Auto erfasst und schwer verletzt. „Wenig später erlöste unsere Tierärztin meinen treuen Freund“, erzählt Katharina traurig.

Zusätzlich zu der alles überschattenden Trauer, musste sich Katharina plötzlich mit der Frage auseinandersetzen, wie sie Paule würdevoll bestatten soll. „Ich habe da nie drüber nachgedacht, immerhin war Paule erst drei Jahre alt“, sagt sie. „Ich war völlig ratlos, denn er war mein erstes Tier, und ich hatte gar keine Erfahrung mit so etwas.“ So wie Paules Frauchen geht es vielen Tierhaltern, denn niemand denkt gerne darüber nach, was ist, wenn der tierische Liebling nicht mehr lebt. Um der zusätzlichen Belastung im Trauerfall zuvor zu kommen, rät TASSO e.V. aber dennoch, sich frühzeitig mit dieser Frage zu beschäftigten.

Für immer im eigenen Garten
Eine besonders beliebte und schöne Möglichkeit ist der heimische Garten. „Die gesetzliche Regelung erlaubt es, Heimtiere auf einem dem Tierhalter gehörenden Gelände‘, also im eigenen Garten, zu begraben“, weiß die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries. In der Durchführungsverordnung zum Tierische Nebenprodukt-Beseitigungsgesetz sind die weiteren Voraussetzungen zu finden. „Das Tier darf nicht an einer ansteckenden Krankheit oder einer Seuche gestorben sein, zudem darf das Grundstück weder in einem Wasserschutzgebiet noch in unmittelbarer Nähe zu öffentlichen Wegen und Plätzen liegen“, erläutert Ann-Kathrin Fries weiter. Da der Körper des verstorbenen Tieres mit einer ausreichenden, mindestens aber 50 cm starken Erdschicht, gemessen vom Rand der Grube bedeckt sein muss, ist es beim heimischen Begräbnis wichtig, die Grube tief genug auszuheben. Einen Meter tief sollte sie schon sein.

Beim Tierarzt lassen
Wenn das Haustier beim Tierarzt gestorben ist, informiert dieser die Halter sicherlich auch gerne über die verschiedenen Möglichkeiten. Die meisten Tierärzte bieten an, sich um den Körper des verstorbenen Tieres zu kümmern. Das bedeutet allerdings in der Regel, dass das Tier zur kommunalen Tierkörperbeseitigung gebracht wird. Dort wird der Körper des Tieres dann zu Tierfett oder Tiermehl verarbeitet. Das kostet zwischen 20 und 30 Euro. Der Halter kann sein Haustier auch selbst dort hinbringen und vor Ort Abschied nehmen. Viele Menschen möchten ihre geliebten Haustiere jedoch auf eine würdevollere Art und Weise bestatten.

 

Eine Urne mitnehmen
Weiterhin besteht die Möglichkeit, den Vierbeiner in einem Tierkrematorium einäschern zu lassen. Die Kosten sind sehr unterschiedlich und variieren je nach Größe und Gewicht des Tieres. Sie hängen auch davon ab, ob es alleine oder zusammen mit anderen verbrannt wird. Wird es alleine kremiert, sind die Kosten deutlich höher (im Durchschnitt rund 300 Euro), aber dafür kann der Halter die Asche seines tierischen Freundes auch mit nach Hause nehmen.

Letzte Ruhestätte Tierfriedhof
Im Trend liegen zurzeit auch Tierfriedhöfe. In vielen Städten gibt es bereits diese letzte Ruhestätte speziell für Haustiere. Eine schöne wenngleich teure Lösung. Schon für die Beisetzung fallen einige hundert Euro an, hinzu kommt die Miete für das Grab. Vereinzelt gibt es sogar schon Friedhöfe, auf denen sich Menschen gemeinsam mit ihren Tieren begraben lassen können, zum Beispiel in Essen. Dort können verstorbene Hunde und Katzen bestattet werden, und wenn Herrchen oder Frauchen sterben, wird ihre Urne neben der des Tieres begraben.

Für welchen Weg Sie sich auch entscheiden, wir wünschen allen, die sich dieser schweren Situation stellen müssen, viel Kraft. Katharina hat ihren Paule schließlich auf einem kleinen Tierfriedhof im Nachbarort bestatten lassen. 

 

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Rolltreppen sind für Hunde tabu

 

Viele von Ihnen kennen das: Die Bahnfahrt war lang, der Bahnhof ist voll, es ist heiß, wir sind spät dran und wollen nur noch ans Tageslicht. Wie attraktiv scheint da die Rolltreppe, die uns gerade an besonders tiefen U-Bahnstationen die endlos scheinenden Treppenstufen an die Oberfläche erspart. Aber trotz dieser süßen Verlockung gilt: Für Hundehalter in Begleitung ihrer Vierbeiner ist die Rolltreppe tabu.

Hunde haben auf einer Rolltreppe nichts zu suchen. Leider gibt es immer wieder Halter, die ihre Tiere mit auf die Rolltreppe nehmen, immer wieder kommt es dabei zu schlimmen Unfällen. Das ist für Hunde viel zu gefährlich“, warnt der Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V., Philip McCreight, eindringlich. Sehr schnell kann sich das Tier vor allem am Ende der Treppe mit den Krallen oder Haaren in dem kamm-ähnlichen stählernen Aufsatz verfangen. Die Folgen sind meist dramatisch. Wahnsinnig schmerzhaft und blutig ist es für die Tiere zum Beispiel, wenn ihnen dabei eine Kralle gezogen wird. Nicht selten mussten auch schon vor Ort Zehen amputiert werden, um das Tier zu retten.

McCreight wünscht sich daher, dass deutlicher auf die Gefahren von Rolltreppen für Hunde hingewiesen wird. „Die kleinen Schilder, die oft am Fuße der Treppe angebracht sind, werden leicht übersehen oder nicht ernstgenommen“, kritisiert der Tierschützer und appelliert an Verkehrsbetriebe und Kaufhäuser, deutlicher auf das Verbot von Hunden auf der Rolltreppe hinzuweisen.

Vor allem ist aber der Halter gefragt: Das richtige Verhalten und die Unversehrtheit des Hundes liegen in seinen Händen. Kleine Hunde gehören auf einer Rolltreppe auf den Arm, mit großen sollte unbedingt eine normale Treppe oder der Aufzug genutzt werden. Auch wenn es viele Stufen sind oder der Andrang auf den Aufzug groß ist: Gehen Sie kein Risiko ein und suchen Sie sich zum Wohle Ihres tierischen Lieblings andere Wege!

 

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Das Risiko reist mit –

TASSO rät weiterhin vom Urlaub mit Hund in Dänemark ab

 

Schon die Verwicklung in einen einzigen Beißvorfall in Dänemark kann unter Umständen Hundeleben kosten: Trotz einer Überarbeitung des strengen Hundegesetzes von 2010 rät TASSO e.V. Hundehaltern daher noch immer von einem Urlaub in Dänemark ab.

Zwar ist es seit 2014 nicht mehr gestattet, dass Grundstückseigentümer unter bestimmten Voraussetzungen freilaufende Hunde auf ihrem Gelände erschießen, dennoch zeichnet sich Dänemark noch immer durch strenge Regelungen aus. Besonders betroffen sind 13 als gefährlich eingestufte Hunderassen (eine Liste finden Sie am Ende dieses Newsletters). Tiere dieser Rassen dürfen in Dänemark weder gezüchtet noch gehalten noch eingeführt werden. Bringen Touristen diese Hunde mit, müssen sie damit rechnen, dass ihre Vierbeiner im schlimmsten Fall getötet werden. So kann es auch Tieren ergehen, die einer der im Gesetz genannten Rasse lediglich ähneln. Im Zweifel müssen Tierhalter beweisen, dass ihr Hund keiner dieser Rassen angehört. Besonders schwierig wird das bei Mischlingen.

Für Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO, sind Rasselisten grundsätzlich eine haltlose Maßnahme: „Hunde pauschal aufgrund ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich einzustufen, ist willkürlich und wissenschaftlich unhaltbar. Rasselisten, ganz gleich ob in Dänemark oder Deutschland, gaukeln lediglich eine Scheinsicherheit vor, leisten aber keinen effektiven Beitrag zum Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden.“

Ein Beißvorfall kann mit der Tötung enden

Weiterhin dürfen auch Hunde, die auf dänischem Boden in einen Beißvorfall verwickelt werden, sichergestellt und getötet werden. Diese Regelung betrifft alle Hunde, nicht nur die sogenannten gefährlichen Rassen. Seit dem 1. Juli 2014 entscheiden nicht mehr Polizeibeamte, sondern sogenannte „dog experts“ (Hundesachverständige) darüber, ob das betreffende Tier getötet wird. Dennoch ist auch nach mehr als zwei Jahren noch nicht festgelegt, welche Ausbildung diese Experten haben müssen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, gegen die Tötung des Tieres zu klagen, eine rechtzeitig eingereichte Klage hätte dann eine aufschiebende Wirkung auf die Tötung.

Offiziellen Angaben des dänischen Landwirtschaftsministeriums zufolge wurden bisher über 600 Hunde auf Basis des Hundegesetzes getötet, die dänische Organisation fairdog schätzt diese Zahl jedoch weitaus höher ein.

Fernbleiben erhöht den Druck auf die Regierung

Hundehalter, die ihren Urlaub in Dänemark verbringen möchten, sollten sich zum Schutz ihrer Tiere vorab umfangreich informieren. Besonders zu beachten ist die Pflicht, Hunde an den Stränden zwischen dem 1. April und dem 30. September an der Leine zu führen. Weiterhin ist das Mitbringen der Vierbeiner in Restaurants in Dänemark nicht erlaubt.

Grundsätzlich rät TASSO allerdings von einem solchen Urlaub ab, solange die Regelungen in Dänemark nicht grundlegend verändert werden. Auch wenn die meisten Urlaube problemlos ablaufen werden: In einem unglücklichen Fall kann es schnell zu Schwierigkeiten kommen, die mit der Tötung des geliebten Haustieres enden könnten. Daher sollten Sie dieses Risiko gar nicht erst eingehen. Weiterhin zeigen Hundehalter – auch wenn sie kleine, sogar in den Augen der dänischen Gesetzgeber völlig unproblematische Hunde haben – mit ihrem Fernbleiben Solidarität mit dänischen Hundehaltern und erhöhen den Druck auf die Regierung, die strengen Regeln zu überarbeiten. Schließlich ist der Tourismus in Dänemark ein wichtiger Wirtschaftszweig.

Diese Hunde und Mischlinge dieser Rassen gelten in Dänemark als gefährlich. Sie dürfen nicht gehalten, nicht gezüchtet und nicht eingeführt werden:

American Bulldogs, American Staffordshire Terrier, Boerboels, Dogo Argentinos, Fila Brasileiros, Kangals, Kaukasische Owtcharkas, Pitbull Terrier, Sarplaninacs, Südrussische Owtcharkas, Tornjaks, Tosa Inus  und Zentralasiatische Owtcharkas

Weitere Informationen zur dänischen Hundegesetzgebung finden Sie auf der Homepage des dänischen Außenministeriums.

 

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Die TASSO-Checkliste für einen sicheren und

gut vorbereiteten Urlaub mit Vierbeiner

 

Wenn in einigen Wochen die Ferien beginnen, steht bei vielen Familien auch wieder der Sommerurlaub an. Für Tierhalter stellt sich dann die Frage, ob ihr Haustier sie in den Urlaub begleiten wird oder lieber zu Hause betreut werden soll. Katzen, die ein starkes Revierverhalten haben, verlassen ihr Zuhause eher ungern und kommen gut damit klar, in ihrer gewohnten Umgebung betreut zu werden. Der Hund als Rudeltier will seine Familie sicher gerne begleiten, wenn der geplante Urlaub es zulässt. In vielen Hotels und Ferienunterkünften ist es bereits gestattet, den Hund mitzubringen. Dennoch braucht eine gemeinsame Reise viel Vorbereitung und auch damit am Urlaubsort alles glatt geht, gibt einiges zu beachten.

Auf jeden Fall sollte Ihr Hund vor der Reise bei TASSO registriert sein. Denn egal ob in Deutschland oder im Ausland – der Urlaubsort ist immer fremd, da ist die Gefahr verloren zu gehen größer als Zuhause, wo sich die Tiere auskennen. Deswegen sollten Sie vor Urlaubsantritt auch Ihre Handynummer bei TASSO hinterlegen, damit unsere Notrufzentrale Sie im Ernstfall erreichen kann. Bitte nutzen Sie hierfür das Online-Formular. Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, dass ein Tier verloren geht, rät TASSO-Leiter Philip McCreight: „Leinen Sie Ihren Hund sowohl während der Pausen auf der Fahrt als auch in den ersten Tagen am Urlaubsort sicherheitshalber an.“ 

Vor einer weiten und anstrengenden Reise ist es zudem ratsam, noch einmal Rücksprache mit dem Tierarzt zu halten, damit sichergestellt ist, dass die Reise nicht zu viel für das Tier wird. Auch die Fahrt zum Urlaubsort muss gut geplant werden. Optimales Verkehrsmittel dafür ist das Auto. Es bietet dem Hund den größten Komfort, weil regelmäßig Pausen eingelegt werden können. Flugreisen bedeuten für Hunde oft großen Stress, besonders wenn die Tiere größer sind und im Frachtraum reisen müssen. Bei Bahnfahrten benötigen Hunde ein eigenes Ticket, müssen häufig einen Maulkorb tragen und die Enge in den Zügen kann schnell stressig werden. Vor allem aber ist es bei einer Reise mit der Bahn nicht möglich, dem Tier regelmäßige Pausen zu gönnen.

Im Auto sichern und regelmäßig pausieren

Geht es mit dem Auto in den Urlaub, müssen Sie Ihren Hund auf der Fahrt unbedingt gut sichern. Er darf bei einer starken Bremsung oder einem Unfall nicht von umherfliegenden Gepäckstücken verletzt oder selbst durch das Auto geschleudert werden. Damit die Fahrt nicht zu anstrengend für Ihr Tier wird, sollten Sie etwa alle zwei Stunden eine Pause einlegen, Ihren Vierbeiner trinken lassen und einige Meter mit ihm spazieren gehen. Da viele Hunde im Auto schnell unter Übelkeit leiden, ist es ratsam, sie etwa vier bis sechs Stunden vor Abfahrt das letzte Mal zu füttern. Es macht den Tieren nichts, einige Stunden ohne Futter auszukommen. Im Auto sollten die Fenster während der Fahrt geschlossen bleiben und die Klimaanlage darf nicht zu stark eingestellt sein, da Hunde leicht eine Bindehautentzündung bekommen. Und natürlich gilt auch für die Pause auf dem Rasthof die Regel, einen Hund an warmen Tagen niemals im Auto zurückzulassen.

Heimtierausweis und Transponder sind im Ausland Pflicht

Führt die Reise zudem ins Ausland, ist es wichtig, dass Sie einen EU-Heimtierausweis für Ihr Tier haben. Diesen erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt. Weiterhin ist die Kennzeichnung mit einem Transponder, auch Mikrochip genannt, vorgeschrieben. Klären Sie vor Reiseantritt unbedingt die Einreisebestimmungen, und informieren Sie sich darüber, welche Vorschriften vor Ort gelten. In einigen Ländern müssen bestimmt Rassen zum Beispiel einen Maulkorb tragen, manchmal gilt Leinenpflicht, oder Hunde dürfen nicht mit ins Restaurant.

Damit Sie auch nichts vergessen, hier die TASSO-Checkliste für das Reisegepäck Ihres tierischen Lieblings:

  • Für die Sicherheit: Heimtierausweis mit Informationen zu den letzten Impfungen, Telefonnummer des Ansprechpartners bei der Haftpflichtversicherung und die Adresse eines Tierarztes vor Ort

  • Für die Fahrt und den Aufenthalt: Transportbox, Maulkorb (wenn nötig), Leine, Hunde-Kissen oder Körbchen sowie Decke und Spielzeug

  • Für Hygiene und Hunger: Fressnapf, Kot-Tüten, Handtuch, Kamm und Bürste, Futter und Leckerlies

  • Für die Gesundheit: Reiseapotheke mit den Medikamenten, die das Tier benötigt, Mitteln gegen Reiseübelkeit und Durchfall, Wund- und Desinfektionsspray, Tüchern zum Reinigen der Augen und Pfoten, Zeckenzange und Verbandsmaterial

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Wenn es rumpelt und blitzt –

Wie Tierhalter ihren Lieblingen durchs Gewitter helfen

 

Grelle Blitze, krachender Donner: In den vergangenen Wochen hat uns das Wetter einiges zugemutet und vermutlich wird es noch eine Weile so weitergehen. Blitz und Donner sind schon fast an der Tagesordnung. Das wird besonders für unsere Haustiere zum Problem, wenn sie Angst vor Gewitter haben. Diese Angst können wir ihnen zwar nicht vollständig nehmen, aber mit einigen Maßnahmen und unserer Gelassenheit können wir unseren tierischen Lieblingen dennoch helfen.

Bleiben Sie drinnen

Hundehalter sollten bei Gewitter nicht mit ihren Vierbeinern Gassi gehen. Da die Unwetter allerdings oft sehr plötzlich aufziehen, kann es natürlich passieren, dass Sie beim Spaziergang überrascht werden. Gehen Sie dann möglichst unaufgeregt und direkt nach Hause. Fängt es an zu donnern und zu blitzen, nehmen Sie Ihren Hund an die Leine. Denn wenn es plötzlich laut knallt, ist die Gefahr groß, dass er sich erschreckt und wegläuft. Auch Ihre Katze sollten Sie wenn möglich bei Gewitter in die Wohnung holen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass die Tiere mit einem Transponder gekennzeichnet und bei TASSO registriert sind. So ist die Chance am größten, dass Ihre Lieblinge wieder nach Hause gebracht werden, wenn sie vor Angst auf Abwege geraten.

Sperren Sie das Gewitter aus

Auch zu Hause können Sie etwas tun, um den Stress für ängstliche Tiere zu verringern. Schließen Sie Fenster und Türen, ziehen Sie die Vorhänge zu, beziehungsweise lassen Sie die Rollos herunter. Je mehr von dem Gewitter draußen bleibt, desto besser.

Lassen Sie Ihrem Tier Freiraum. Ängstliche Katzen werden sich ein Versteck suchen, auf Schränke klettern oder unter dem Sofa verschwinden. Lassen Sie die Samtpfote dort in Ruhe. Auch Hunde suchen möglicherweise einen Ort, an dem sie sich sicher fühlen. Lassen Sie sie gewähren. Versteckt sich Ihr Hund zwar nicht, wirkt aber dennoch beunruhigt, versuchen Sie, ihn ein bisschen abzulenken. Ein Gewitter lässt sich gut mit einer ausgiebigen Spieleinheit verbringen – allerdings nur dann, wenn der Hund darauf Lust hat. Zwingen sollten Sie ihn natürlich auf keinen Fall.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass Halter die Angst ihrer Tiere nicht verstärken. Beruhigendes Streicheln und tröstende Worte bestätigten für die Tiere nur den Eindruck, dass etwas nicht stimmt und ihre Sorge berechtigt ist. Dennoch sollten Sie Ihr Tier auch nicht links liegen lassen und es völlig ignorieren. Wenn Sie plötzlich Ihr Verhalten ändern, wird das Tier nur verunsichert. Versuchen Sie, das richtige Maß zwischen Unterstützung und Gelassenheit zu finden. Am besten gelingt das, wenn Sie selbst völlig ruhig und unaufgeregt sind. Sind Sie ängstlich und unsicher, wird Ihr Tier das sofort merken.

Bleiben Sie entspannt, lassen Sie das Gewitter draußen toben und machen Sie sich eine schöne Zeit mit Ihren vierbeinigen Freunden. 
 

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Hundesitting – Wer haftet im Falle eines Falles?

 

Arbeit, Urlaub, Arzttermin oder ein besonderer Ausflug: Im Leben eines Hundehalters gibt es immer wieder Momente, in denen der tierische Freund leider nicht dabei sein kann. Die Betreuung für diese Zeit zu regeln, ist häufig eine Herausforderung. Und wenn der Hund dann ausgerechnet in der Obhut eines Hundesitters einem Dritten gegenüber einen Schaden verursacht, kann es schnell richtig stressig werden. TASSO e.V. klärt über die gesetzlichen Regelungen auf und gibt Tipps.

Es ist schnell passiert: Plötzlich tritt ein Hund beim Gassi gehen ohne Vorankündigung zur Seite, der näherkommende Radfahrer bemerkt es zu spät, steigt in die Bremsen und stürzt. Der Radfahrer verletzt sich am Arm und auch das Fahrrad hat einiges abbekommen. Doch wer zahlt für Reparatur des Fahrrades, die Arztkosten und ein mögliches Schmerzensgeld?


Gefälligkeit oder Vertrag

„In jedem Fall haftet der Hundehalter gemäß § 833 Satz 1 BGB und zwar unabhängig von der Tatsache, dass er gar nicht dabei war und den Vorfall nicht verhindern konnte“, gibt die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries zu bedenken. Für die Beantwortung der Frage, ob zusätzlich zum Halter auch der Hundesitter haften muss, ist es wichtig zu klären, ob es sich beim Hundesitten um eine Gefälligkeit handelte, oder ob es einen Vertrag gab. Diese Abgrenzung kann im Einzelfall mitunter schwierig sein. Wurde zwischen Halter und Sitter ein Vertrag geschlossen, muss auch der Hundesitter für entstandene Schäden haften und möglicherweise ein Schmerzensgeld zahlen. Eine solche Vereinbarung kann auch mündlich geschlossen werden, bei professionellen Tiersittern sollten die Regelungen zu Beweiszwecken aber besser schriftlich festgehalten werden.

Doch wo beginnt ein Vertrag und wo endet die Gefälligkeit? „Maßgeblich für die Abgrenzung ist, ob ein Rechtsbindungswille vorhanden war und ob eine Gegenleistung vereinbart wurde", erklärt Ann-Kathrin Fries. Bezahlt der Hundehalter den Aufpasser, oder erbringt er eine andere Gegenleistung, handelt es sich um ein vertraglich vereinbartes Hundesitting. Das kann unter Umständen zum Beispiel schon der Fall sein, wenn zwei Hundehalter sich regelmäßig zu festen Zeiten mit der jeweiligen Betreuung der beiden Hunde abwechseln. „§ 834 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) regelt, dass derjenige, der für einen anderen die Führung und Aufsicht eines Tieres durch einen Vertrag übernimmt, auch für den Schaden verantwortlich ist, der einem Dritten zugefügt wird“, betont Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries. Professionelle Hundesitter haben daher in der Regel eine gewerbliche Haftpflichtversicherung.

„Passt die beste Freundin nur gelegentlich einige Stunden aus Nettigkeit kostenlos auf den Hund auf, handelt es sich um eine Gefälligkeit“, erklärt Ann-Kathrin Fries. Passiert dann etwas, übernimmt die Haftpflichtversicherung des Halters die Kosten für entstandene Schäden, sofern das Hüten durch fremde Personen im konkreten Vertrag eingeschlossen ist. Dann würde die Freundin - neben dem Halter - nur noch dann haften, wenn sie grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat.


Der TASSO-Tipp:

„Damit Sie als Halter auf der sicheren Seite sind, sollten Sie sich vergewissern, dass Ihre Haftpflichtversicherung das gelegentliche Hüten des Hundes durch Fremde einschließt“, rät Ann-Kathrin Fries. Da auch ein kleiner Hund schnell Schäden in enormer Höhe anrichten kann, zum Beispiel wenn er einen Verkehrsunfall verursacht, sollten Sie unbedingt auf eine hohe Versicherungssumme achten. Prüfen Sie Ihre Versicherungsunterlagen, und achten Sie beim professionellen Hundesitting darauf, dass Ihnen ein Vertrag vorgelegt wird.

 

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Sorgenfrei ins neue Zuhause
Ein Tier aus dem Tierheim holen

 

Für viele Menschen ist ein Leben ohne Tiere nicht vorstellbar. Groß ist der Wunsch nach vierbeiniger Gesellschaft. Da in Tierheimen und Tierschutzorganisationen jedoch sehr viele Tiere sehnsüchtig auf ein neues Zuhause warten, sollte der erste Gang immer dorthin führen.

TASSO gibt Ihnen Tipps, was Sie beachten müssen, wenn Sie einem Tier aus dem Tierschutz ein Zuhause schenken wollen.

Vorab: Welches Tier passt zu mir?

Hunde und Katzen sind bei vielen Tierfreunden beliebt. Familien mit Kindern wünschen sich oft Kleintiere. Überstürzen Sie nichts: Bevor Ihre Entscheidung fällt, setzen Sie sich ausgiebig mit der artgerechten Haltung der entsprechenden Tierart auseinander. Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Sind alle Familienmitglieder mit der Adoption einverstanden? Ist die Wohnsituation für das gewünschte Tier geeignet?

  • Wer übernimmt Pflichten wie Fütterung, Reinigung des Käfigs oder der Katzentoilette, Gassigänge oder Beschäftigung?

  • Welche finanzielle Belastung kommt auf mich zu für Futter, Pflegeartikel, Tierarztbesuche oder Betreuung im Fall meiner Abwesenheit?

  • Kann ich dem Tier zeitlich gerecht werden? Muss es eine bestimmte Zeit lang alleine zu Hause bleiben?

Haben Sie diese Fragen geklärt und sich für den Einzug eines oder mehrerer Haustiere entschieden, legen wir Ihnen Tiere, die in Tierheimen oder Tierschutzorganisationen auf ein neues Zuhause warten, besonders ans Herz.

TASSO-Tipp: Für einen unkomplizierten Überblick über Tierschutztiere in Ihrer Nähe besuchen Sie unser Online-Tierheim shelta unter http://www.shelta.net/.

Im Tierheim: Zeit lassen und Fragen stellen

Haben Sie sich für eine Tierart entschieden, und wissen Sie, welche Eigenschaften Ihr neuer Mitbewohner mitbringen sollte, damit er zu Ihren Lebensumständen passt, sprechen Sie mit den Mitarbeitern des Tierheims. Diese werden Ihnen die Tiere vorstellen, die für Sie in Frage kommen. Auch die Tierheimmitarbeiter werden Ihnen Fragen stellen, denn schließlich sollen auch Sie zum Wunschtier passen. Zudem werden Sie wahrscheinlich einen Selbstauskunftsbogen ausfüllen, in dem Sie beispielsweise Ihre Wohnsituation skizzieren. Bitte haben Sie Verständnis für die Fragen der Tierschützer, sie agieren zum Wohl der Tiere: Nur bei genauer Kenntnis der familiären Situation können Sie zielgerecht beraten werden.

Haben Sie ein Tier entdeckt, das für Sie in Frage kommt, nehmen Sie sich viel Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen. Handelt es sich um einen Hund, besteht vielleicht die Möglichkeit, ihn mehrmals zu besuchen und auszuführen. Bei einer Katze können Sie eventuell vorbeikommen und etwas Zeit mit ihr vor Ort verbringen. Kleintiere werden in der Regel schon nach dem ersten oder zweiten Besuch vermittelt.

Die Vorkontrolle

In der Regel führen die Mitarbeiter des Tierheims oder der Tierschutzorganisation eine Vorkontrolle bei Ihnen als „Adoptionswilligem“ durch. Dabei werden Sie von einem Mitarbeiter zu Hause besucht, wo Ihre Lebenssituation nochmal in Augenschein genommen und Ihre Angaben im Selbstauskunftsbogen überprüft werden.

TASSO-Tipp: Nutzen Sie diese Möglichkeit, um noch bestehende Fragen zu stellen und sich den einen oder anderen Tipp in Hinblick auf das Tier, dem Sie ein Zuhause schenken wollen, zu holen.

Formalitäten: Wichtig zu wissen

Ist die Vorkontrolle positiv verlaufen, steht dem Vermittlungsvertrag nichts mehr im Wege. Schriftlich werden Rechte und Pflichten geregelt wie beispielsweise, dass Sie als neuer Halter Ihr Tier artgerecht halten und gut pflegen müssen. Auch eventuelle Nachkontrollen können Gegenstand des Vertrages sein. Sind alle Formalitäten geregelt, übergibt Ihnen der Tierheimmitarbeiter gegen die sogenannte Schutzgebühr Ihren neuen vierbeinigen Freund. Die Höhe variiert je nach Tierschutzeinrichtung, bewegt sich jedoch meist im Rahmen von 100 bis 300 Euro. Wichtig: Selbst nach besten Vorbereitungen auf das neue Haustier kann sich herausstellen, dass ein Zusammenleben schlussendlich doch nicht möglich ist. Achten Sie deshalb im Schutzvertrag auf die Klausel, dass Sie Ihr Tier zu jedem Zeitpunkt im späteren Leben der Tierschutzeinrichtung wieder anvertrauen können. Nehmen Sie die Hilfe Ihres Tierheimes bei der Lösung von Problemen in Anspruch, bevor Sie ein Tier zurückgeben. Oft helfen einfache Tipps.

Im neuen Zuhause: Viel Ruhe

Natürlich haben Sie alles, was Ihr Tier benötigt, zu Hause bereit stehen, sodass Ihr neuer Schatz direkt lernen kann, wo er was findet. Ganz klar möchten alle Verwandten und Bekannten das neue Familienmitglied begrüßen und kennenlernen. Die gesamte Situation kann jedoch für ihren neuen vierbeinigen Freund belastend sein. Lassen Sie es lieber ruhig angehen, und geben Sie ihm Zeit, sein neues Revier ausgiebig zu erkunden, bevor Sie Besuch empfangen.

Falls Sie noch mehr über Tierhaltung erfahren möchten, besuchen Sie uns unter www.tasso.net/Wissensportal.

TASSO wünscht Ihnen und Ihren neuen tierischen Mitbewohnern alles Gute. 

 

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Wenn’s juckt und tränt
Heuschnupfen ist auch bei Hunden und Katzen keine Seltenheit

 

Der Frühling ist eine Jahreszeit, auf die sich viele Menschen freuen. Endlich wird es wärmer, endlich ist es wieder länger hell. Wären da nur nicht die Pollen, die so vielen von uns zu schaffen machen. Die Nase läuft, die Augen tränen und dann noch dieses ständige Niesen. Heuschnupfen ist wirklich nervig. Allerdings betrifft diese Allergie längst nicht nur Menschen. Auch Hunden und Katzen bereiten die Pollen häufig Probleme. Heuschnupfen ist die häufigste Allergie bei den Vierbeinern.

Die Auswirkungen der Allergie sind bei Tieren teilweise ganz ähnlich wie beim Menschen. Auch ihnen läuft die Nase, sie müssen niesen und häufig tränen auch die Augen. „Anders als die Menschen haben Vierbeiner jedoch auch massiv mit Juckreiz kämpfen“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. Die Allergene dringen in die Poren ein und sorgen für ein starkes Jucken der Haut. Die Tiere versuchen, sich Erleichterung zu schaffen, in dem sie sich an Möbeln, Teppichen oder Menschenbeinen scheuern. Außerdem knabbern und beißen sie häufig an den betroffenen Stellen, was zu Hautausschlägen führen kann. „Gerade bei langhaarigen Tieren bleibt dieses Problem manchmal lange Zeit unbemerkt“, erklärt Dr. Bettina Schmidt.

Die Allergie kann auch bei den Vierbeinern zu Atemproblemen führen. Dann leiden die Tiere entweder unter akuter Atemnot, oder es sind deutliche Atemgeräusche zu hören. „Durch das Einatmen der Allergene wird Histamin ausgeschüttet. Dadurch können die Atemwegsschleimhäute anschwellen, und das Atmen wird erschwert“, erklärt Dr. Bettina Schmidt. Im Ernstfall kann das sogar lebensbedrohlich werden. Sie rät in solchen Fällen, schnell einen Tierarzt aufzusuchen.


Für die Diagnose unbedingt zum Tierarzt

Auch die Diagnose „Heuschnupfen“ kann nur ein Tierarzt stellen. Er führt dazu verschiedene Untersuchungen durch, wertet die Symptome aus und fragt die Krankheitsgeschichte des Tieres ab. Dazu gehört zum Beispiel die Frage, wann die Symptome auftreten. Ist das vorwiegend im April und Mai sowie im September und Oktober, ist das ein Hinweis darauf, dass der Vierbeiner unter einer Pollenallergie leiden könnte. Die genaue Untersuchung ist jedoch in jedem Fall wichtig, schließlich könnte auch eine andere Allergie bestehen.

Sollte die Diagnose „Heuschnupfen“ gestellt werden, ist das aber kein Grund zu Panik. „Das kann gut behandelt werden“, beruhigt Dr. Bettina Schmidt. Dafür gibt es verschiedene Methoden und Medikamente. Einige mildern die Symptome, andere bekämpfen die Ursache. Und: Auch bei Haustieren ist eine sogenannte Hyposensibilisierung möglich. Dabei wird den Tieren über einen langen Zeitraum immer wieder eine geringe Dosis der Allergene gespritzt. Die Dosis wird schrittweise erhöht, so dass sich das tierische Immunsystem an die Allergene gewöhnt und die Reaktion darauf nicht mehr so heftig ausfällt.

Auch mit einigen einfachen Maßnahmen kann den Tieren die Allergiezeit erleichtert werden. Zum Beispiel sollten die Spaziergänge mit Hunden nicht allzu lang werden und am besten dann stattfinden, wenn der Pollenflug nicht so stark ist. Außerdem sollte bei langhaarigen Tieren das Fell in dieser Zeit möglichst kurz gehalten werden. Weiterhin ist es wichtig, Decken und Kissen, auf denen die Tiere viel liegen, regelmäßig zu waschen.


TASSO wünscht Ihnen und Ihren Vierbeinern einen beschwerdefreien Frühling. 
 

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Zecken auf dem Vormarsch
Was Hunde- und Katzenhalter beachten müssen

 

Die Temperaturen steigen und locken zunehmend ins Freie. Im Grünen lauert jedoch eine ganz besondere Gefahr: Zecken, die durch ihren Biss mitunter tödlich endende Krankheiten übertragen können. Milde Winter begünstigen die Zeckenpopulation zusätzlich.

TASSO e.V. erklärt, worauf Hunde- und Katzenhalter jetzt achten müssen.

Unabhängig davon, ob Hundehalter mit ihrem Tier im Park, Wald oder im eigenen Garten unterwegs sind, und ganz gleich welchen Schutz sie anwenden: Das Tier sollte nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken abgesucht werden. Dasselbe gilt für Katzen mit Freigang. „Je länger die Zecke am Blut des Hundes oder der Katze saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass lebensgefährliche Erreger übertragen werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, immer beispielsweise einen Zeckenhebel bei sich zu tragen, um schnellstmöglich reagieren zu können“, empfiehlt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. Nicht immer gelingt es jedoch, die ganze Zecke zu entfernen. „Bleibt der Kopf stecken, sollten Tierhalter keinesfalls an der Stelle drücken oder quetschen. In den meisten Fällen schafft es der Körper von selbst, den Zeckenkopf abzustoßen. Sollten Tierhalter jedoch eine Entzündung oder Eiter feststellen, muss das Tier dem Tierarzt vorgestellt werden.“

Es gibt viele Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden können. „Die häufig durch Zecken verbreiteten Krankheiten bei Hunden sind die Anaplasmose und die Lyme-Borreliose. Gegen Borreliose können Hunde ab dem Alter von zwölf Wochen vorsorglich geimpft werden, ein vollständiger Schutz gegen diese Krankheit lässt sich dadurch jedoch nicht erreichen“, erklärt die Tierärztin. „Hat sich ein Tier angesteckt, kann die Borreliose nach einer Inkubationszeit von zwei Wochen bis hin zu fünf Monaten ausbrechen. Die sogenannte Wanderröte rund um die Einstichstelle ist ein typisches Symptom beim Mensch, tritt aber bei Hund und Katze selten auf oder kann durch das Fell oder eine Hautpigmentierung verdeckt werden. Des Weiteren können Fieber, Schmerzen und Entzündungen der Gelenke und damit wechselnde Lahmheiten auftreten. Der Verlauf kann beschwerdefrei bis hin zu schwer erkrankt sein.“ Besteht der Verdacht auf eine Borrelien-Infektion muss das Tier unverzüglich dem Tierarzt vorgestellt werden, der nach der Diagnose eine Behandlung ansetzt.

Anti-Zeckenmittel sind sowohl im Tierbedarfsmarkt als auch beim Tierarzt erhältlich. Da das Angebot jedoch breit gefächert ist und nicht alle Zeckenarten aufgrund ihrer Rezeptoren gleich gut auf die verschiedenen Mittel ansprechen, ist eine tierärztliche Beratung zu empfehlen. Entdeckt der Halter trotz Vorsorge eine Zecke am Tier, muss sie schnellstmöglich mit einer Zeckenzange oder einem Zeckenhebel entfernt werden. Von der Entfernung der Zecke mit bloßen Fingern ist abzuraten, da dann oft der Kopf abreißt oder die Zecke gequetscht wird.

Neben Anaplasmose und Borreliose können Zecken auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Das Robert-Koch-Institut stellt eine Karte mit Risikogebieten in Deutschland zur Verfügung.

 

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Demenz bei Hund und Katze
Ein Leben mit veränderten Ansprüchen

 

Ratlos schaut sich der Hund oder die Katze in der gewohnten Umgebung um und weiß plötzlich nicht weiter. Unter Demenz leiden nicht nur Menschen. Auch unsere Haustiere können mit steigendem Alter daran erkranken.

TASSO e.V. erklärt, welche Wesensveränderungen Hunde- und Katzenhalter aufmerksam beobachten sollten.

Dank einer guten medizinischen Versorgung, ausgewogener Ernährung und einer verantwortungsvollen Haltung können Hunde und Katzen ein relativ hohes Alter erreichen. Mit zunehmenden Jahren können jedoch auch alterstypische Erkrankungen auftreten, wie beispielsweise Demenz. „Demenz wird in der Tiermedizin auch als kognitive Dysfunktion bezeichnet“, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. „Dabei spielen mit Plaque-Ablagerungen im Gehirn ähnliche Veränderungen wie bei Alzheimerpatienten eine Rolle.“

Schleichender Beginn: Die Symptome sind vielseitig

Um eine einsetzende Demenz frühzeitig zu erkennen, müssen Hunde- und Katzenhalter ihre Tiere aufmerksam beobachten und bereits kleine Veränderungen im Verhalten ernst nehmen. „Sogar ein veränderter Schlafrhythmus beziehungsweise eine Änderung in der Aktivität generell können Anzeichen für Demenz sein“, weiß Dr. Anette Fach. Auffälliger und somit deutlicher wahrzunehmen sind Verwirrtheit und Desorientierung beim Tier. „Weiß Ihr Hund während seiner gewohnten Gassi-Runde nicht mehr, wohin er gehen soll, erkennt er ihm bekannte Dinge, Menschen oder Tiere nicht mehr, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Aber auch andere Anzeichen können auf Demenz hinweisen: Teilnahmslosigkeit, aber auch Unruhe können genauso symptomatisch für Demenz sein, wie Appetitlosigkeit, Unsauberkeit oder zwanghaftes Verhalten wie Drangwandern. Beim Drangwandern ist das Tier bis zur Erschöpfung ständig in Bewegung.“

Der Tierarzt kann helfen

Vermuten Sie, dass Ihr Hund oder Ihre Katze an Demenz erkrankt ist, suchen Sie den Tierarzt auf. Dieser überprüft den Allgemeinzustand des Tieres, schließt eventuelle andere Erkrankungen aus und fragt Sie gleichzeitig, ob und welche Veränderungen im Verhalten Ihnen aufgefallen sind. Vermutet der Tierarzt eine Demenz, wird er auch weitere Symptomen erfragen, um die Krankheit zu diagnostizieren. Hat sich der Verdacht erhärtet, schlägt der Tierarzt eine auf das Tier angepasste Behandlung vor. Ebenso wie beim Menschen ist Demenz beim Tier nicht heilbar, aber in einem gewissen Rahmen behandelbar. „Bei kognitiver Dysfunktion besteht die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung“, erklärt Dr. Anette Fach. „Nach einer Testphase von vier bis sechs Wochen zeigt sich, ob die Behandlung zu einer Verbesserung der Lebenssituation des Tieres führt. Ist das der Fall, sollte die Therapie lebenslang fortgeführt werden. Unterstützend können Tierhalter zusätzlich B-Vitamine verabreichen.“

Machen Sie es Ihrem Tier einfach

Unabhängig von tierärztlicher Betreuung und Medikamentengabe können Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze das Leben mit Demenz vereinfachen. Vermeiden Sie so gut es geht jeglichen Stress und größere Veränderungen im täglichen Ablauf. Geben Sie Ihrem Liebling das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und begegnen Sie seinen vermeintlichen Marotten mit viel Verständnis und Einfühlungsvermögen. Sie können Ihrem Hund oder Ihrer Katze zusätzliche Futter- und Wassernäpfe im Haus oder in einer größeren Wohnung zur Verfügung stellen. So ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das Tier immer etwas findet. Katzen, die aufgrund ihrer Demenz unsauber geworden sind, nehmen gerne weitere Katzentoiletten an. Für Hunde sind spezielle Windeln erhältlich.

Hundehalter sollten ihren dementen Hund draußen zu seiner eigenen Sicherheit nur noch an der Leine führen. Denn entfernt er sich zu weit von Ihnen und eventuell sogar aus Ihrem Sichtbereich, findet er vielleicht nicht mehr zurück. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass er auf Ihr Rufen nicht mehr hört, weil er es Ihnen nicht mehr zuordnen kann.

Katzenhalter sollten sich überlegen, ob sie ihre Freigängerkatze nicht lieber ausschließlich zu Hause halten. Denn verirrt sich das Tier oder begibt sich in lebensbedrohliche Situationen, weil es bereits Erlerntes vergessen hat, ist das Unglück vorprogrammiert. Wenn möglich, stellen Sie Ihrer Katze einen gut gesicherten Balkon zur Verfügung.

 

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TASSO-Erfolg auf EU-Ebene:
Klare Mehrheit der Europaabgeordneten fordert
Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht

 

Am 25.02.2016 wurde im Plenum des Europaparlaments in Brüssel erfolgreich über einen einheitlichen Antrag fast aller politischen Fraktionen abgestimmt: Die EU-Kommission wird aufgefordert, eine EU-weite Harmonisierung der Kennzeichnung und Registrierung von Heimtieren herzustellen.

Hauptargument für diesen Schritt ist die Gesundheitsgefährdung für Mensch und Tier, die mit einem auch weiterhin zunehmenden illegalen Welpenhandel einhergeht. Sogenannte Wühltischwelpen sind fast immer schwer erkrankt, auch an ansteckenden Krankheiten. Zudem werden sie unter extrem schlechten Bedingungen transportiert, die eine Verbreitung von Krankheiten weiter fördern. Schlussendlich sterben sie häufig nach wenigen Wochen, da sie nicht geimpft und entwurmt sind.

„Wir fordern bereits seit 2010 eine solche Maßnahme und haben daher in einer interdisziplinären Expertengruppe (CAROdog/cat) in Brüssel die Machbarkeit mit einem konkreten Konzept für ein solches EU-weites System bewiesen“, sagt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. „Wir zeigen, wie mit allen zu ergreifenden Maßnahmen eine EU-weite Harmonisierung erreicht werden kann und sind somit die einzige Organisation, die nicht nur ein solches EU-weites System fordert, sondern sogar eine konkrete Lösung anbietet“, so Philip McCreight weiter. Jetzt folgt die Umsetzungsarbeit für das Konzept – ebenfalls unter maßgeblicher Mitwirkung von TASSO.

TASSO konnte im Rahmen der Konzepterstellung seine mehr als 30-jährige Erfahrung mit dem größten Heimtierregister Europas zielführend einbringen und unter anderem nachweisen, dass die Maßnahme der Kennzeichnung und Registrierung auch wirtschaftlich nicht nur sinnvoll, sondern geradezu geboten ist. „Wir vermitteln jährlich rund 60.500 entlaufene Tiere an ihre Halter zurück, und ersparen den Tierheimen somit Kosten in Höhe von 11 Millionen Euro, da diese Tiere dort nicht versorgt werden müssen. Wären deutschlandweit alle Haustiere bei TASSO registriert, könnten wir Tierheime sogar um 27 Millionen Euro jährlich entlasten“, fasst Philip McCreight die wirtschaftlichen Vorteile zusammen.

TASSO begrüßt somit das Ergebnis dieser Abstimmung im Interesse der Gesundheit für Mensch und Tier, insbesondere jedoch auch im Interesse der kranken Welpen, die zu früh den Müttern entrissen und weite Strecken transportiert werden. Auch ist das Ergebnis im Interesse der geschundenen Muttertiere, die unter unsäglichen Umständen zur Zucht gezwungen werden, im Interesse aller verloren gegangenen Tiere und deren verzweifelten Halter, und schließlich im Interesse aller chronisch überfüllten Tierheime. „Der Heimtierschutz in Europa ist einen großen Schritt weitergekommen. Wir bleiben am Ball“, sagt Philip McCreight abschließend.

Weitere Informationen

Die Zusammenfassung des Konzeptes der Expertengruppe (CAROdog/cat) finden Sie hier: www.tasso.net/Europapolitik/TASSO-Erfolg-auf-EU-Ebene

 

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Knaller, Böller, Stressalarm
Den Jahreswechsel haustiergerecht gestalten

 

Jedes Jahr aufs Neue gehen in unserer Notrufzentrale vermehrt Vermisstenmeldungen ein: Verzweifelt schildern uns Hunde- und Katzenhalter, wie ihre Lieblinge inmitten der lauten und bunten Feuerwerke, die den Jahreswechsel oft schon einige Tage vor Silvester ankündigen, plötzlich Reißaus genommen haben und nun unauffindbar sind.

Denn: Was für viele von uns ein aufregendes Erlebnis ist, ist für Haustiere der reinste Stress. Tiere haben ein weitaus besseres Gehör als wir Menschen und reagieren wesentlich empfindlicher auf Lautstärke: Schnell wird der für uns ganz normale Spaß zur reinsten Qual für sie. In ihrer Not versuchen sie, der scheinbaren Gefahr durch panische Flucht zu entgehen.

„Hundehalter sind gut beraten, ihre Lieblinge in der Zeit kurz vor dem Jahreswechsel, besonders gut im Auge zu behalten und nicht darauf vertrauen, dass sie abrufbar sind. Aber auch ein angeleinter Hund kann sich plötzlich losreißen und das Weite suchen. Es genügt nur ein einziger Knall“, gibt Philip McCreight, Leiter von TASSO, zu bedenken. „Katzenhalter sollten sich überlegen, ob sie ihre Freigängerkatzen in der Zeit um Neujahr herum nicht lieber in den heimischen, schützenden vier Wänden behalten wollen.“

Lärm, Menschenansammlungen oder andere unvorhersehbare Einflüsse begünstigen, dass Tiere aus der Not heraus das Weite suchen.  „Wer sein Tier schützen will, registriert es. Wenn es verschwindet, ist die Chance, es wieder zu bekommen, dadurch am größten“, erklärt Philip McCreight. „TASSO führt mit 7,7 Millionen registrierten Tieren das größte Heimtierzentralregister Europas. Die Mitarbeiter der Notrufzentrale von TASSO arbeiten rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr – auch an Silvester und Neujahr.“

Die Registrierung ist kostenfrei und ganz unkompliziert auch online möglich: www.tasso.net/registrierung

Fünf Tipps für einen entspannten Jahreswechsel

Wer seinen Vierbeiner vor unnötigem Stress schützen möchte, hat mehrere Möglichkeiten:

  • Schließen Sie Fenster und Türen, und lassen Sie die Rollläden herunter. Je weniger Licht und Lärm nach innen dringen, umso besser.

  • Bleiben Sie bei Ihrem Tier, oder stellen Sie ihm eine andere – ihm vertraute – Person während des Jahreswechsels an seine Seite.

  • Nehmen Sie Ihrem Tier nicht die Möglichkeit des Hörens. Die Ohren zuhalten oder gar verstopfen führt dazu, dass es sich nur noch mehr aufregt.

  • Beginnen Sie bereits einige Tage vorher mit der Vorbereitung auf die Silvesternacht: Besonders Haltern ängstlicher Hunde raten wir, die Tiere rund um das Feuerwerk beim Gassigehen anzuleinen, da bereits vor und auch nach dem 31. Dezember Knaller gezündet werden könnten.

  • Registrieren Sie Ihr Tier bei TASSO. Wenn es Ihnen entwischt, ist die Chance so am größten, dass wir es Ihnen zurückbringen können.

Wir wünschen Ihnen und ihren tierischen Lieblingen einen schönen und vor allem sicheren Silvesterabend und einen guten Rutsch ins Jahr 2016. 

 

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Pfoten im Schnee:
Mit dem Hund entspannt durch die kalte Jahreszeit

 

Der Winter hält Einzug, und sobald die ersten Flocken fallen, sind ausgiebige Spaziergänge mit dem Hund in der weißen Pracht ein Vergnügen, auf das sich Hunde und ihre Halter gleichermaßen freuen. Die Pfoten verlangen bei den Vierbeinern aber nun mehr Pflege. Insbesondere bei längeren Ausflügen im Schnee bilden sich im Fell und zwischen den Pfoten kleine Eisklumpen, die dem Hund das Laufen erschweren und Schmerzen verursachen können. Von Zeit zu Zeit müssen die Bröckchen vorsichtig entfernt werden.

 

Äußerst unangenehm aber gerade in der Stadt kaum zu vermeiden sind für alle Hunde Streusalz und Splitt. „Gegen Streusalz hilft das kurze Baden der Pfoten in handwarmem Wasser“, weiß Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO. „Anschließend die Pfoten und gegebenenfalls den ganzen Hund mit einem angewärmten Handtuch abrubbeln.“ TASSO-Tipp: Als Schutz der Pfoten vor Salz bieten sich fetthaltige Cremes wie Hirschtalg oder Melkfett an. Vor allem nach Spaziergängen bei matschigem Wetter sollten Hundehalter prüfen, ob sich keine kleinen, harten Laub- oder Splittstückchen oder sonstiger Schmutz in den Ballen festgesetzt haben.

 

Die meisten Hunde lieben Schnee, und Kälte macht ihnen nichts aus. „Bei kurzhaarigen, tropischen oder subtropischen Rassen ist jedoch eine gewisse Vorsicht geboten“, warnt McCreight. „Denn diese Hunde – beispielsweise der afrikanische Rhodesian Ridgeback oder der mexikanische Chihuahua – besitzen weniger Unterwolle und ein dünneres Unterhautfettgewebe. Sie frieren leicht.“ TASSO-Tipp: Abhilfe kann ein möglichst wasserabweisendes „Mäntelchen“ schaffen. Auf keinen Fall sollten diese kälteempfindlichen Hunde bei Minusgraden draußen angebunden werden. Im schlimmsten Fall kann dies zu einer Lungenentzündung führen.

 

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Wie Sie Wildvögel im Winter richtig füttern

 

Rotkehlchen, Meisen, Sperlinge und viele andere Vogelarten fliegen zur kalten Jahreszeit nicht gen Süden, sondern verbringen den Winter in Deutschland. Das bedeutet, dass sie sich in Zeiten von schlechterem Nahrungsangebot anpassen müssen. TASSO sprach mit Martin Hormann, dem Vogelschutzexperten der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, und erklärt Ihnen, worauf Sie bei der Fütterung von Wildvögeln achten müssen.

Die Qual der Wahl: Futterhäuschen, Tellerchen oder Futtersilo

So hübsch manch ein Vogelfutterhäuschen auch gestaltet sein mag, entscheiden Sie sich lieber für einen Futtersilo: Das ist eine mit Futter gefüllte und oben geschlossene Kunststoffröhre mit einem unten angeschlossenen kleinen Auffangschälchen, in das das Futter gleichmäßig nachfließt. „Hier können Vögel nicht durch das Futter laufen, sodass einer Verschmutzung durch Kot und einer Ausbreitung von Krankheitserregern vorgebeugt wird“, erklärt Martin Hormann von der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. „Zudem sind Futtersilos wind- und wasserdicht und schützen das Futter auch an stürmischen, regnerischen oder verschneiten Tagen. Auf diese einfache Weise wird eventueller Schimmelbildung oder aber auch einer Vereisung des Futters vorgebeugt“, so Martin Hormann weiter.

TASSO-Tipp: Bringen Sie Ihren Futtersilo an einem vor Wettereinflüssen geschützten Ort an. Achten Sie auch darauf, dass die Futterstelle vor Katzen sicher ist und genügend Fluchtmöglichkeiten für die Vögel bietet. Futtersilos sollten zudem nicht zu nahe an Glasscheiben (beispielsweise Wintergärten) aufgestellt werden, um Anflügen vorzubeugen.

Beliebt und zu Winterbeginn in jedem Lebensmittelgeschäft anzutreffen sind Meisenknödel. „Greifen Sie jedoch nicht zu solchen, die in Plastiknetze verpackt sind. Bei diesen Produkten besteht die Gefahr, dass Vögel mit ihren zierlichen Beinchen hängen bleiben und sich verletzen“, gibt Martin Hormann zu bedenken. „Entscheiden Sie sich immer für Meisenknödel ohne Netz, und stellen Sie die Leckereien in einem speziellen Meisenknödelspender zur Verfügung.“

Artgerechte Nahrung: Vögel sind keine Resteverwerter

Viele Menschen meinen es zwar gut: Essenreste wie Brot, Brötchen, Speck, Salzkartoffeln oder Anderweitiges von unserem Speiseplan sollten jedoch nicht verfüttert werden. „Zwar nehmen Vögel vieles oftmals gerne an, Beschwerden und gesundheitliche Leiden sind jedoch leider oft von uns unbemerkt die Folge“, sagt Martin Hormann.

„Entscheiden Sie sich immer für artgerechte Nahrung. Jede Vogelart hat ihre eigenen Vorlieben: Sind Sie sich unsicher, welche Vogelarten Ihre Futterstelle aufsuchen, bieten Sie einfach Sonnenblumenkerne an. Diese werden von den meisten Vögeln gut angenommen“, rät Martin Hormann. Der Experte weist Vogelliebhaber außerdem daraufhin, dass bei den Winterfuttermischungen keine Beimischungen von Neophyten-Samen enthalten sein sollten. Der Grund: Es müsse verhindert werden, dass sich mit dem Winterfutter fremdländische Pflanzen – wie die Beifuß-Ambrosie – ungewollt bei uns ausbreiteten. Diese Pflanze entwickele hochallergene Pollen, die den Menschen stark belasten könnten. Deshalb sollte nur hochwertiges, zertifiziertes Vogelfutter gekauft werden.

TASSO-Tipp: Haben Sie Spaß daran, die Vögel während ihrer Mahlzeit zu beobachten, greifen Sie zu ungeschälten Kernen. Zwar haben Sie hinterher ein kleines Häufchen Sonnenblumenschalen zu entsorgen, dafür halten sich die Vögel deutlich länger an Ihrer Futterstelle auf.

Der Handel bietet auch fertige Futtermischungen mit vielen verschiedenen Körnern an. Hier kann sich jeder Vogel das herauspicken, was er essen möchte.

„Neben Vogelarten, die Körnerfutter bevorzugen, wie beispielsweise Sperlinge, Meisen oder Finken, freuen sich auch Vogelarten, die Weichfutter fressen, über ein zusätzliches Futterangebot. Stellen Sie Amseln, Rotkehlchen und Wacholderdrosseln frisches Obst, Rosinen oder Haferflocken in Bodennähe zur Verfügung“, erklärt Martin Hormann. „Achten Sie besonders auf Frische, entsorgen Sie nicht angenommenes Futter, und reinigen Sie den Futterspender täglich, damit es zu keiner Schimmelbildung kommt. Greifen Sie am besten auch hier zu speziellen Bodenfutterspendern.“

Der frühe Vogel hat Hunger

Die Tageszeit kann entscheidend sein, ob und in welchen Maßen Ihr Futter von Vögeln angenommen wird. „Möchten Sie täglich frisches Futter auslegen, machen Sie dies am besten früh morgens noch vor der Dämmerung. Nach einer langen und kalten Nacht begeben sich die Vögel nämlich direkt auf Futtersuche. Aber auch noch in den frühen Abendstunden kann es sinnvoll sein, die Futterstelle nachzufüllen. Denn zu dieser Zeit müssen die Vögel ihre Energiereserven vor der kommenden Nacht auffüllen“, rät Martin Hormann.

Wir freuen uns, wenn auch Sie den heimischen Vögeln mit Futter über den Winter helfen und wünschen Ihnen viel Spaß beim Beobachten der Wildtiere.

 

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Herbstzeit ist Igelzeit:
Igeln richtig über den Winter helfen

 

 

Drei Viertel aller Igelbabys kommen in den Monaten August und September zur Welt. Daher sind in den Herbstmonaten viele kleine Igel unterwegs, um sich für den bevorstehenden Winterschlaf genügend Fett anzufressen.

TASSO e.V. gibt Tipps, was Tierfreunde tun können, wenn sie einen hilfsbedürftigen Igel finden und wie sie den stacheligen Bewohnern in ihrem Garten am besten über den Winter helfen können.
 
„Igel brauchen mindestens 500 Gramm Körpergewicht, um den Winter sicher überstehen zu können“, erklärt Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Solange die Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt liegen, können die jungen Stacheltiere im Freien selbstständig und ohne fremde Hilfe an Gewicht zulegen.“

Wenn die Kälte Einzug hält und die Nahrungstiere der Igel im Garten seltener werden, können die Menschen zufüttern. „Der Fachhandel bietet für die Fütterung spezielles Igelfutter an. Alternativen sind Katzenfeuchtfutter mit Haferflocken vermischt oder ungewürztes gegartes Rührei und Hackfleisch. Zum Trinken sollte den Tieren frisches Wasser angeboten werden, aber keine Milch, denn die vertragen sie nicht“, empfiehlt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach.

Nicht jeder Igel braucht Hilfe. Am besten ist es, die Tiere erst einmal eine Zeit lang zu beobachten. Nur hilfsbedürftige Igel dürfen mitgenommen, gesund gepflegt, sachgemäß aufgezogen und im Frühjahr wieder ausgewildert werden. Hierfür sollte sich der Finder in jedem Fall fachmännische Hilfe holen. Diese findet er bei einer Igelstation (beispielsweise unter www.pro-igel.de) oder alternativ auch beim nächstgelegenen Tierheim oder Tierarzt.

Bei folgenden Anzeichen ist menschliche Hilfe gefragt:

  • Das Stacheltier macht insgesamt einen eher kläglichen Eindruck.

  • Der Igel rollt sich beim Kontakt nicht sofort zusammen.

  • Das Tier ist auffallend dünn und apathisch oder verletzt.

„Igel eignen sich keinesfalls als Haustiere oder gar Spielgefährten für die Kinder“, warnt Dr. Anette Fach. Man sollte einen Igel grundsätzlich nur dann bei sich zu Hause aufnehmen, wenn bereits ausreichend Sachkenntnis, vor allem zum Thema Fütterung, besteht. In diesem Fall eignet sich eine möglichst zwei Quadratmeter große, ausbruchsichere Unterbringung mit Schlafhaus als Überwinterungsquartier. „Da Igel Einzelgänger sind, kann man die Tiere ohne Probleme alleine überwintern lassen“, weiß die Tierärztin.

Was man sonst noch tun kann:

  • Den Garten igelfreundlich gestalten.

  • Trockenes Laub oder Reisig auf einem Haufen gesammelt, bietet den Tieren ein sicheres Zuhause für den Winter.

  • Auch einen offenen Komposthaufen nutzen die Tiere gerne als Winterbehausung.

  • Auf den Einsatz von Laubsaugern sollte generell verzichtet werden, da sie neben dem Laub auch die Beutetiere der Igel aufsaugen.

  • Vorsicht bei aufbewahrtem Kaminholz im Freien: Auch hier könnte sich ein Stacheltier versteckt haben.

Weitere Informationen finden Sie in unserem TASSO-TV-Beitrag "Igel gefunden, was nun?"

 

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Welttierschutztag am 4. Oktober:
TASSO e.V. fordert Verbot des Abschusses
von Hunden und Katzen

 

Zehntausende Hunde und Katzen werden jedes Jahr von Jägern erschossen oder in Fallen gefangen und getötet. Genaue Statistiken existieren nicht, da lediglich in fünf Bundesländern die Zahlen erfasst werden. Anlässlich des Welttierschutztags am 4. Oktober fordert TASSO e.V. ein bundesweites Abschussverbot von Haustieren durch Jäger. Hunde und Katzen sind zwar keine jagdbaren Tiere im Sinne des Jagdrechtes, dürfen aber im Rahmen des sogenannten Jagdschutzes getötet werden. So ist es erlaubt, Hunde, die in einem Jagdbezirk ohne ihren Halter oder außerhalb seines Einwirkungsbereichs wildernd angetroffen werden, zu erschießen. Katzen dürfen, je nach Bundesland und Jahreszeit, im Abstand von 200 bis 500 Meter zur letzten Ansiedlung getötet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie Wildtiere gefährden oder nicht. „Die derzeitigen Regelungen sind unverhältnismäßig und gehen weit über das hinaus, was zum Schutz von Wildtieren erforderlich ist“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO.

In der Beziehung zwischen Mensch und Haustier hat sich aber in den vergangenen Jahren ein großer gesellschaftlicher Wandel vollzogen. Menschen empfinden ihre Hunde und Katzen als vollwertige Familienmitglieder. Diese Entwicklung muss sich nun endlich auch in der Jagdgesetzgebung niederschlagen. Ein Abschuss von Haustieren ist durch nichts zu rechtfertigen.

Weitaus mildere Maßnahmen möglich

Bereits jetzt kann mit geltendem Ordnungs- und Polizeirecht gegen wildernde Hunde und deren Halter vorgegangen werden. Darüber hinaus ist die Haltung von Hunden, die andere Tiere hetzen oder reißen, gemäß der Hundeverordnungen und -gesetze der Länder an Auflagen wie Wesenstest, Sachkundenachweis oder polizeiliches Führungszeugnis gebunden. „In diesem Zusammenhang bekräftigen wir unsere Forderung nach einer Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde sowie nach einer Einführung eines Sachkundenachweises für Hundehalter“, betont Mike Ruckelshaus.

Auch das Töten freilaufender Katzen lehnt TASSO ab und verweist auf die Einführung einer Kastrationspflicht als nachhaltigen Lösungsansatz. Hierfür hat der Gesetzgeber den Kommunen mit einer Erweiterung des Tierschutzgesetzes die rechtliche Grundlage geschaffen, Verordnungen zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von Hauskatzen mit Freigang zu erlassen. „Auf diese Weise kann die unkontrollierte Fortpflanzung von Katzen eingedämmt und mittelfristig die Population der Streunerkatzen drastisch gesenkt werden“, erläutert Mike Ruckelshaus. „Wir freuen uns, dass das hessische Darmstadt im Juli 2015 die bundesweit erste Katzenschutzverordnung nach dem Tierschutzrecht erlassen hat. Freigängerkatzen im Stadtgebiet müssen kastriert, gekennzeichnet und laut Verordnung bei TASSO registriert sein.“

Gemeinsam für eine Novellierung des Jagdrechts

Um die Landesregierung Hessen darin zu unterstützen, die hessische Jagdverordnung zu reformieren, hat TASSO das „Bündnis Jagdreform Hessen“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit acht weiteren Tier- und Naturschutzorganisationen setzen wir uns für mehr Tierschutz im hessischen Jagdrecht ein.

Einen ersten Schritt in Richtung Novellierung hat die schwarz-grüne Landesregierung mit dem Entwurf einer neuen Jagdverordnung gemacht: Dieser regelt unter anderem die Jagd- und Schonzeiten in Hessen. „Uns geht der Entwurf jedoch nicht weit genug“, erklärt Mike Ruckelshaus. „Zwar befürworten wir die Initiative der GRÜNEN-Umweltministerin Priska Hinz, die Jagdzeiten an wissenschaftliche und ökologische Erkenntnisse anpassen zu wollen. Wir fordern jedoch eine komplett jagdfreie Zeit von Januar bis September für alle Tiere, ein Jagdverbot für Fuchs, Dachs, Waschbär und Co. und das Verbot der Fallenjagd.“

Weiterhin ermöglicht der Entwurf, Tiere ohne sinnvollen Verwertungszweck (als Nahrungsmittel) und ohne wissenschaftlich belegte ökologische Erfordernis zu töten. „Das ist weder im Sinne des Tierschutzgesetzes, noch entspricht es dem heutigen gesellschaftlichen Verständnis im Umgang mit Tieren“, betont Mike Ruckelshaus. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Praxisbeispiele belegen, dass insbesondere die Jagd auf Beutegreifer nicht zu einer nachhaltigen Bestandsreduzierung führt und entsprechend keine dauerhafte Auswirkung auf den Artenschutz hat.

Darüber hinaus beabsichtigt die Landesregierung, den Abschuss von Hunden und Katzen einer wissenschaftlichen Bewertung zu unterziehen und gegebenenfalls zu verbieten.

Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben bereits ihre Jagdgesetze novelliert und in diesem Zuge unter anderem den Abschuss von Haustieren weitestgehend verboten. Mit dem Bündnis „Jagdreform Jetzt!“ hatte TASSO im Herbst 2014 in Nordrhein-Westfalen Einfluss auf diese haustierfreundliche Entscheidung genommen.

 

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Hals- und Beinbruch:
Tipps zur Pflege nach einer Operation

 

Ob Krankheit, Alterserscheinungen oder Unfall: Die Notwendigkeit einer Operationen kann jedes Haustier treffen. Allerdings kann ein noch so kleiner Eingriff zu einer großen Belastung für das Tier werden.

Normalität beruhigt

Der nach der Narkose noch leicht benebelte Blick des eigenen Haustiers verleitet viele Halter dazu, den geliebten Vierbeiner pausenlos zu streicheln und ihm gut zuzusprechen. In der Hoffnung, dass das Tier das Gesagte versteht, kommt ihm so eine große Portion Aufmerksamkeit zu. Aber Obacht: Das oberste Gebot der schnellen Genesung lautet Ruhe. Schaffen Sie einen passenden Platz zur Erholung. Ein ruhiges Zimmer ohne Fernseher oder andere Lärmquellen eignet sich hierfür am besten. Sie können das Zimmer auch etwas abdunkeln. Wenn das Tier in seiner Transportbox ausreichend Platz hat, kann es die erste Zeit auch darin verbringen. Behalten Sie die Zimmertür jedoch offen, damit Sie Ihren Schützling im Auge behalten können.

Da Tiere uns nicht direkt mitteilen können, ob es ihnen schlecht geht, kann es für den Halter manchmal schwer sein, den Zustand genau einzuschätzen. Strahlen Sie viel Ruhe aus und behalten Sie die gewohnten Abläufe aus Ihrem Alltag bei. Auf diese Weise vermitteln Sie Ihrem geschwächten Tier, dass alles normal und somit nicht besorgniserregend ist.
 
Wunde sauber halten

Vor allem nach größeren Operationen mit genähter oder geklammerter Wunde ist der Verbandwechsel ein wichtiger Bestandteil der Pflege. Im Rahmen der Nachuntersuchung wird das zwar oft vom Tierarzt übernommen, manch ein geübter Tierhalter macht das jedoch auch selbst. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn der Tierarzt begutachtet dabei auch die Wundheilung und die Gesamtsituation. Eine Beratung beim behandelnden Tierarzt ist unbedingt notwendig, denn wenn eine Entzündung an der Naht entsteht, ist das Tragen des Verbandes noch länger als geplant erforderlich.

Achten Sie in jedem Fall darauf, dass das Tier die Wunde nicht aufleckt. Frisch operierte Tiere sollten aus diesem Grund einen Operationskragen tragen. Als Alternative eignen sich spezielle Bodys, die dem Tier angezogen werden können: sie verhindern das Durchdringen der Zunge bis zur Wunde und schützen vor Schmutz. Bei gesunden Tieren verheilen Wunden in aller Regel ohne Probleme.

Den Ball flach halten

Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auch wenn Ihr Tier am liebsten wieder toben und spielen will: Bis der Tierarzt nicht sein OK gegeben hat, sollten Sie bei Hunden auf ausgedehnte Spaziergänge mit wildem Springen und Toben unbedingt verzichten. Ebenso sollten Katzen und andere Tiere nicht zum Spielen animiert werden. Die Gefahr, dass sich die Wunde wieder öffnet, ist viel zu groß. So sehr das Tier um Spieleinheiten auch bettelt: Holen Sie den versäumten Spaß nach, sobald es vollkommen genesen ist.

Neuer Speiseplan

Vor allem nach Operationen an Magen und Darm wird vom Tierarzt eine spezielle Schonkost verordnet. Diese spezielle Diät belastet den Magen-Darm-Trakt des Tieres nicht zusätzlich. Das Futter ist in der Regel leicht verdaulich. Wasser sollte, wie sonst auch immer, jederzeit erreichbar sein.

Wir wünschen allen Tieren, die eine Operation hinter sich und die Genesung noch vor sich haben, alles Gute.

 

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Unseren Katzen zuliebe:
Kastrationsaktion anlässlich des Weltkatzentags am 8. August

 

Unsere Katzen sind uns treue Begleiter im Leben und stehen uns meist weit über ein ganzes Jahrzehnt zur Seite. Neben unseren geliebten Stubentigern leben in Deutschland rund zwei Millionen verwilderte Katzen auf der Straße. Immer auf der Suche nach Futter sind sie oft ausgemergelt, schwach und krank. Unkastrierte Katzen mit Freigang, die sich mit den Streunerkatzen paaren, verschlimmern ihre Situation zusätzlich, indem sie für Nachwuchs sorgen.

Die einzig sinnvolle und tiergerechte Methode, das Leid der Tiere zu verringern, ist die Kastration. Deshalb haben TASSO e.V., der Bund gegen Missbrauch der Tiere und Vier Pfoten Ende 2011 das Bündnis „Pro Katze” gegründet.

Anlässlich des Internationalen Weltkatzentags startet das Bündnis „Pro Katze“ erneut eine Kastrationsaktion. Da es besonders für hilfsbedürftige Menschen schwer ist, diesen wichtigen Eingriff zu finanzieren, wird das Bündnis „Pro Katze“ in Zusammenarbeit mit den Tiertafeln Hamburg, München, Düsseldorf, Herten und Kiel insgesamt 88 Katzen von hilfsbedürftigen Menschen kostenfrei kastrieren, chippen und bei TASSO registrieren.

„Katzen sind bereits mit vier bis fünf Monaten geschlechtsreif. Eine Katze kann pro Jahr zwei Würfe mit mindestens drei Kätzchen großziehen, die wiederum nach einem halben Jahr selbst für Nachwuchs sorgen. Die Zahl der Nachkommen von nur einer einzigen Katze steigt so nach nur vier Jahren in die Tausende“, schildert Dr. Cristeta Brause, Tierschutzreferentin bei TASSO e.V., die dramatische Lage.

Neben der Kastration erhalten die Tiere bei Bedarf auch eine medizinische Behandlung, beispielsweise bei Befall mit Parasiten.

Die Anmeldung zu der Aktion fand über die teilnehmenden Tiertafeln statt. Der Tierfutterhersteller „Happy Cat“ unterstützt die Kastrationsaktion finanziell.

Alle Informationen zu „Pro Katze“ unter www.tasso.net/kastration-von-katzen
 

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Presse-Mitteilung

 

Tierschutzfall Milchkuhhaltung in Deutschland –
TASSO e.V. fordert Konsequenzen

 

Anlässlich der am Montag von der ARD ausgestrahlten Sendung „Verheizt für billige Milch – Das Leiden der deutschen Turbokühe“ fordert die Tierschutzorganisation TASSO e.V. eine grundlegende Abkehr von der extremen Hochleistungszucht in der Milchkuhhaltung sowie den tierschutzwidrigen Haltungsformen.

„Kühe als Wiederkäuer können die für eine übermäßige Milchproduktion erforderliche Stoffwechselleistung nicht erbringen“, sagt Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. „Die Tiere leiden nicht nur an nutzungsbedingten lebensbedrohlichen Stoffwechselstörungen, sondern auch an schmerzhaften Euter- und Klauenerkrankungen.“ Zudem würden die großen Euter die Kühe beim Gehen, Liegen und Aufstehen behindern. Bereits nach durchschnittlich 4,7 Lebensjahren seien Milchkühe völlig ausgezehrt und kämen zum Schlachthof. Auch die Kälber als „Nebenprodukt“ der Milchkuhhaltung gehörten zu den Leidtragenden in diesem gnadenlosen System, das auf die einseitige Ausbeutung der Tiere ausgerichtet ist.

„Die extreme Hochleistungszucht von Nutztieren erfüllt zudem faktisch den Tatbestand der Qualzucht nach §11b Tierschutzgesetz“, so Mike Ruckelshaus weiter. Dieser wurde jedoch bislang mangels auf landwirtschaftlich genutzte Tiere bezogener Gutachten nicht angewendet. „Hier ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefordert, entsprechende geeignete Gutachten zur Umsetzung des §11b Tierschutzgesetz zu erstellen“, so Mike Ruckelshaus.

Ferner sieht TASSO bei der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung dringenden Novellierungsbedarf, da diese bisher keine Regelungen für die Haltung erwachsener Rinder enthält.

Auf EU-Ebene hat TASSO bereits im November 2013 zusammen mit den Organisationen „Compassion in World Farming“ (CIWF) und „World Society for the Protection of Animals" (WSPA) in Brüssel 293.511 Unterschriften übergeben, um die Einführung gesetzlich geregelter Mindeststandards für die Haltung von Milchkühen im Rahmen einer EU-Tierschutzrichtlinie zu erreichen, die unter anderem Freilauf vorsieht und Anbindehaltung verbietet.

„Die leider auch in Deutschland immer noch in etwa 25 Prozent der Betriebe praktizierte Anbindehaltung von Rindern zwingt die Tiere zur fast völligen Bewegungslosigkeit“, weiß Mike Ruckelshaus. Weitere elementare Bedürfnisse wie das normale Fortbewegungs-, Ruhe-, Komfort-, Nahrungsaufnahme- und Sozialverhalten könnten die Tiere bei dieser Haltungsform gar nicht ausleben.

Da der Bund bezüglich eines Ausstiegs aus der Anbindehaltung bisher noch nicht tätig wurde, hat TASSO e.V. aktuell zusammen mit sieben weiteren Tierschutzorganisationen diese Forderung auf Länderebene eingebracht.

 

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Ihr Sommer mit Ihren Tieren
Das sollten Sie beachten

 

Ob mit dem Vierbeiner in den Urlaub oder ohne: Wenn Sie sich gut vorbereiten, wird der Sommer für Tier und Mensch zum Vergnügen.

TASSO e.V. gibt Tipps für einen unbeschwerten Sommer mit Ihrem Haustier.

Eine Reise muss gut vorbereiten sein

Bei Reisen innerhalb der EU vergessen Sie keinesfalls den EU-Heimtierausweis für Hunde, Katzen und Frettchen mit aktuellen Impfdaten. Informieren Sie sich vorab über die Einreisebestimmungen Ihres Urlaubslandes, auch bei Reisen in Drittländer. Packen Sie für die Fahrt eine Extraportion Wasser für das Tier ein. Die letzte Mahlzeit sollten Sie spätestens vier bis sechs Stunden vor Abreise anbieten, und dann erst wieder am Ankunftsort.

TASSO-Tipp: Teilen Sie uns vor Abfahrt unbedingt unter www.tasso.net/adresse Ihre Handynummer mit. Entläuft Ihr Tier am Urlaubsort, können wir es schnell und unkompliziert zurückvermitteln.

Eine ausführliche Liste, der Dinge, die Sie unbedingt beachten sollten, finden Sie unter www.tasso.net/mit-dem-tierischen-freund-in-den-urlaub

Auch im Auto wird es heiß

Es reichen schon 20 Grad, um bei direkter Sonneneinstrahlung das Wageninnere binnen kürzester Zeit auf über 50 Grad aufzuheizen. Das bedeutet für die Insassen Lebensgefahr! Auch das einen Spalt breit geöffnete Fenster hilft nicht. Lassen Sie Ihren Vierbeiner niemals allein im Auto zurück. Aber auch wenn Sie in einem fremden Auto ein leidendes Tier sehen, können Sie helfen.

Nähere Informationen zum richtigen Umgang in einer solchen Notsituation finden Sie unter www.tasso.net/auch-im-auto-wird-es-heiss

Wichtige Hilfestellung, wie Sie bei einem Hitzschlag schnell helfen können, finden Sie unter  www.tasso.net/hitzschlag-zu-viel-sonne-schadet-tieren

Ausreichend trinken

Was bei sommerlichen Temperaturen für Menschen gilt, ist auch für Ihr Haustier wichtig: ausreichend trinken!

Wie viel Wasser Ihr Tier benötigt, was noch zu beachten ist und wie Sie herausfinden, ob Ihr Hund genug trinkt, erfahren Sie unter www.tasso.net/ausreichend-trinken

Tiere aus dem Urlaub mitbringen

Bei Reisen in südliche und südöstliche Länder kommen Urlauber oft mit streunenden Hunden und Katzen in Kontakt. Am liebsten möchte man sie mit nach Hause nehmen. Bedenken Sie dabei die damit verbundenen bürokratischen Hürden und eventuelle Quarantänebestimmungen. Informieren Sie sich am besten vorab über eine Tierschutzorganisation, die Sie vor Ort kontaktieren können. Auch lokale Tierschützer freuen sich über Ihren Besuch und die Anerkennung ihres Engagements.

Einreisebestimmungen in Ihr Urlaubsland beachten

In einigen Ländern unterliegt die Haltung, aber auch sogar der kurze Urlaubsaufenthalt mit einem Tier strikten Gesetzen. So sollten sich beispielsweise Hundehalter, die eine Reise nach Dänemark planen vorab genau darüber informieren, ob sie mit ihrem Hund überhaupt einreisen dürfen.

Weitere Informationen zu den Einreisebestimmungen einzelner Länder und eine Liste der 13 in Dänemark als gefährlich geltenden Hunderassen, für die in Dänemark ein Verbot von Zucht, Haltung und Einfuhr besteht, finden Sie unter www.tasso.net/vorsicht-bei-reisen-in-andere-laender

Ohne Tier in den Urlaub

Nicht immer kann uns der geliebte Vierbeiner in den Urlaub begleiten. Ohne tägliche Versorgung und Betreuung sollte er aber keinesfalls allein zu Hause bleiben. Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Zeit Ihrer Abwesenheit zu überbrücken.
Eine ausführliche Zusammenstellung von Tipps, was Sie grundsätzlich bedenken sollten, wie Sie eine passende Tierpension finden und was aus rechtlicher Sicht zu beachten ist, finden Sie unter www.tasso.net/ohne-tier-in-den-urlaub

TASSO-Tipp: Teilen Sie uns vor Abfahrt unbedingt die Kontaktdaten der Urlaubsbetreuung Ihres Tieres mit. Entläuft Ihr Tier während Ihrer Abwesenheit, können wir es schnell und unkompliziert an die Tierbetreuung zurückvermitteln.

 

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Grüne Gefahr
Vorsicht vor giftigen Zimmerpflanzen

 

Still stehen sie in der Zimmerecke oder im Regal und sorgen mit ihrem Grün für eine wohlige Atmosphäre. Für Haustiere können Sie aber auch gefährlich sein: unsere Zimmerpflanzen.

TASSO e.V. erklärt, worauf Sie achten müssen.

Stacheln und Gift

Bei Kakteen und anderen Stachelgewächsen besteht ein Verletzungsrisiko. Besonders junge Katzen und Hunde möchten alles aus nächster Nähe beschnuppern und ertasten. Achten Sie darauf, dass solche Pflanzen außer Reichweite stehen.

Eine weitaus größere Gefahr geht von Giftstoffen aus, die in vielen Zimmerpflanzen stecken: Besonders Welpen sind stets auf der Suche nach etwas, das sie ankauen können. Deshalb dürfen giftige Pflanzen nicht in ihrer Reichweite stehen. Während Katzen mit Freigang draußen Gras aufnehmen, sind für Wohnungskatzen Zimmerpflanzen besonders attraktiv. Bieten Sie Ihrer Katze deshalb immer frisches Katzengras an. Um sicherzustellen, dass sich weder Freigänger noch Wohnungskatze nicht doch mal an die Zimmerpflanzen heranwagen, entfernen Sie am besten alle giftigen Gewächse aus ihrer Umgebung. Oft wird die Vergiftungsgefahr für Vögel unterschätzt: So knabbern beispielsweise Wellensittiche gerne auch mal an Zimmerpflanzen. Im shelta-Blog (shelta ist das Online-Tierheim von TASSO) erfahren Sie, was für die
Haltung der geselligen Überflieger zu beachten ist.

Die Liste der giftigen Zimmerpflanzen ist lang: Beispielsweise sollten Amaryllis, Diffenbachia, Efeutute, Einblatt, Fensterblatt, Flamingoblume, sämtliche Ficusarten, Kaladien, Klivien, Kolbenfaden, Kroton, Philodendron, Porzellanblume, Weihnachtsstern und Zimmercalla nicht in Reichweite Ihrer Tiere stehen.

TASSO-Tipp: Nehmen Sie diesen TASSO-Newsletter zum Anlass, Ihre Zimmerpflanzen einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Erfahrungsgemäß bekommt man im Laufe der Zeit zu verschiedenen Gelegenheiten immer wieder Pflanzen geschenkt, die man bedenkenlos aufstellt. Wenn Sie nicht wissen, um welche Pflanze es sich auf Ihrer Fensterbank handelt, lassen Sie sich von einem Fachmann beraten. In jedem Fall gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Unterschätzter Dünger

Eine oft übersehene Gefahr birgt das mit Dünger angereicherte Gießwasser. Damit kein belastetes Wasser in Reichweite des Tieres kommt, nutzen Sie für Ihre Pflanzen ausnahmslos Übertöpfe und verzichten auf Blumenuntersetzer. Für Katzen ist selbst die kleine Öffnung der Gießkanne keine große Herausforderung. Sie tunken einfach ihre Pfote hinein und schlecken das Wasser ab. Fügen Sie dem Gießwasser den Flüssigdünger immer erst direkt vor der Verwendung zu. Spülen Sie anschließend die Gießkanne gründlich aus, damit keine Rückstände zurückbleiben.

Für Vögel kann auch die mit Dünger angereicherte Blumenerde gefährlich werden, denn sie picken und wühlen gerne und laufen somit Gefahr, Dünger, Pflanzenschutzmittel und Schimmelsporen aufzunehmen. Um das zu verhindern, legen Sie einfach Steine auf die Blumenerde.

Und wenn es doch passiert

Knabbert Ihr Tier an einer giftigen Pflanze, kann es zu Beschwerden wie Magen-Darmentzündung, Erbrechen, Durchfall, Bewegungsstörungen oder Benommenheit kommen. Im schlimmsten Fall kann es tödlich enden. Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung, ist der erste Weg deshalb immer der Gang zum Tierarzt.
Tipps zur Ersten Hilfe am Tier
finden Sie im shelta-Blog.

TASSO wünscht Ihnen eine wohlige Wohnatmosphäre mit ausreichend Schutz für Ihre Tiere.


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Presse-Mitteilung

 

Tag des Hundes 2015
Anlässlich dieses Aktionstages am 7. Juni weist TASSO e.V. auf
Alltagsgefahren hin, die jeder Hundehalter im Blick haben sollte

 

Rund 5 Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten. Seit 2010 gebührt ihnen deshalb ein eigener Tag, der vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) ins Leben gerufen wurde. Unter dem Motto „Unser Tag des Hundes“ finden am kommenden Wochenende deutschlandweit Aktivitäten statt, die die besondere Bedeutung dieses treuen Begleiters in unserer Gesellschaft hervorheben sollen. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. nimmt diesen Tag zum Anlass, um auf Gefahren hinzuweisen, die Hunden im ganz alltäglichen Leben begegnen können.

Treppe benutzen oder kleine Vierbeiner auf den Arm nehmen

Immer wieder sieht man Hundehalter, die ihre Vierbeine auf die Rolltreppe mitnehmen. „Eine für den Hund sehr gefährliche Angelegenheit“, warnt Philip McCreight, Leiter von TASSO. Das Tier kann sich am Ende der Treppe mit seinen Krallen oder Haaren in dem kamm-ähnlichen stählernen Aufsatz verfangen. Die Folgen sind ernsthafte Verletzungen, die bis hin zur Amputation führen können. „Wenn man unbedingt die Rolltreppe nutzen möchte, gehören kleine Hunde auf den Arm“, so der Tierschützer weiter. „Hunde, die zu groß und zu schwer sind, um sie hochzuheben, haben auf der Rolltreppe nichts zu suchen. Lieber die Treppe benutzen oder einen Umweg laufen.“

Nach der Norm DIN EN 115 müssen in der Nähe der Zugänge zu Rolltreppen Gebots- beziehungsweise Verbotszeichen angebracht sein, die kenntlich machen, dass Hunde getragen werden müssen. Im schnellen Vorbeigehen werden diese Schilder aber oft übersehen.

Vorsicht bei sich selbst schließenden Türen

Auch bei Aufzugfahrten ist Aufmerksamkeit geboten. Hundehalter sollten unbedingt darauf achten, dass die Leine nicht versehentlich in der Fahrstuhltür eingeklemmt wird. Dies kann nämlich dazu führen, dass der Hund nach oben gezogen und dabei stranguliert wird, sobald der Lift sich in Bewegung setzt.

Sich selbst schließende Türen stellen grundsätzlich eine Gefahr für Tiere dar. Häufig ist von Unfällen im öffentlichen Straßenverkehr zu lesen. Schnell ist die Leine oder eine Pfote in der sich schließenden Bus- oder Bahntür eingeklemmt. Wenn der Hund sich noch draußen befindet, der Mensch mit der Leine aber bereits im Innern, ist es für das Tier meist schon zu spät. „Wenn es möglich ist, seinen Hund in das Fahrzeug zu heben und somit gemeinsam einzusteigen, sollte man dies tun“, lautet der Alltags-Tipp von Philip McCreight. „Ist dies nicht machbar, sollte der Hundehalter so lange in der Lichtschranke stehen bleiben, bis das Tier vollständig eingestiegen ist.“

Nicht vergessen: Auch schwere Feuerschutztüren, die von selbst zufallen, sind eine Gefahrenquelle. Da sie häufig in Bürogebäuden genutzt werden, sollten Tierhalter, die ihren Hund mit ins Büro nehmen, immer darauf achten, dass ihr Tier nicht versehentlich eingeklemmt wird.

Aufgepasst beim Gassi gehen

Ein neuer Hausgenosse sollte gut und sicher angeleint werden. Nur ein Halsband mit Flexileine ist riskant und gefährlich. Fallengelassene Flexileinen veranlassen manchen Hund zu panischer Flucht und haben schon Tieren das Leben gekostet. Fällt dagegen eine robuste Leine aus der Hand, kann man diese mit dem Fuß schnell halten und hat den Hund so wieder sicher im Griff. In einigen Ländern werden Hunde von Hundefängern mit Schlingen gefangen und sind daher im Halsbereich sehr sensibel. Auch um diesen empfindlichen Bereich zu schonen, empfehlen wir als Ergänzung zum Halsband, das die Kennmarke von TASSO tragen sollte, ein gut sitzendes Brustgeschirr und somit eine doppelte Sicherung. Für ängstliche und unsichere Hunde gibt es zudem spezielle ausbruchsichere Sicherheitsgeschirre.

Beim Gassi gehen sollten Hundehalter zudem immer die Augen offen halten und aufmerksam sein. Scherben oder andere scharfe Gegenstände verletzen schnell die Ballen an den Hundepfoten. Auch Giftköder sind ein leidiges Thema. Mal kurz nicht hingeschaut und schon hat der Hund einen solchen verschlungen. Dann muss schnell gehandelt werden.

Unbedingt kennzeichnen und registrieren

Kein Vierbeiner ist vor dem Weglaufen geschützt. Ein plötzliches Geräusch, ein interessanter Geruch oder ein anderes Tier, und plötzlich ist der Hund verschwunden. „Deswegen ist es so wichtig, sein Tier kennzeichnen und registrieren zu lassen“, gibt Philip McCreight zu bedenken. „Nur, wenn ein Tier registriert ist, hat es die größtmögliche Chance wieder zu seinem Halter zurückzukommen.“ Die Registrierung bei TASSO dauert nur wenige Minuten, schützt das Tier aber sein Leben lang, und ist genau wie die Rückvermittlung mit keinerlei Kosten verbunden.

 

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„Mama, ein Wau-wau!“
Eine ganz besondere Beziehung zwischen Tier und Kleinkind

 

Die Liebe zu Tieren ist wohl allen Kindern in die Wiege gelegt. Meist gehören ein lautes „Wau-wau“ oder ein langgezogenes „Miau“ zu den ersten Wörtern, die ein Kind freudig vor sich hinplappert.

Schnell wächst in vielen Kinderherzen der Wunsch nach einem eigenen Haustier. Eltern scheuen jedoch so manches Mal den Weg ins Tierheim. Relativ unkompliziert können sie sich jedoch vom heimischen Sofa aus im
Online-Tierheim shelta von TASSO über ihr Wunschtier vorab informieren.

Die ganze Familie kann von einem Leben mit einem Haustier profitieren. Verschiedene Untersuchungen führen eine besonders positive kindliche Entwicklung auf das Zusammenleben mit Tieren zurück: So fallen diese Kinder im Vergleich zu Altersgenossen ohne Haustiere weniger häufig durch aggressives Verhalten auf und sind im Allgemeinen emotional ausgeglichener und einfühlsamer ihrer Umwelt gegenüber. Tierhalter wundert das nicht, denn bereits das krabbelnde Kind wird an den umsichtigen Umgang mit dem tierischen Hausgenossen herangeführt, sobald es nach dem wedelnden Hundeschwanz greifen möchte. Zudem lernen die Kleinen ganz nebenbei, Verantwortung zu übernehmen: Da wird aus der täglichen Fütterung ein liebevolles Ritual zwischen Kind und Haustier, auf das sich beide freuen. Für Stadtkinder ist das Haustier auch oftmals der einzige Bezug zur Tierwelt und Natur. Spaziergänge und Herumtollen mit dem Hund sorgen somit für die Extraportion frische Luft.

Die Entscheidung für ein Haustier sollte jedoch nie überstürzt und aus dem Bauch heraus getroffen werden. Schließlich stehen in erster Linie die Eltern in der Pflicht, dem Tier gerecht zu werden. Ganz egal, welches Tier in die Familie aufgenommen werden soll: Über die jeweiligen Bedürfnisse muss man sich im Vorhinein informieren. Und schließlich bereitet jedes Tier Arbeit. „Unser Familienhund Ben ist für meine Kinder eine echte Bereicherung, sorgt aber so manches Mal für Wirbel, wenn er zum Beispiel nach dem Gassigang total nass und matschig über den frisch gewischten Flurboden rennt. Da sehen die Kinder die direkte Verbindung zwischen Haustier und Sauberkeit, und den Aufwand, der dazwischen steht“, schmunzelt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO, Familienvater und Hundehalter.

Ein Haustier begleitet Kinder und Eltern meist über Jahre hinweg und wird oft zum allerbesten Freund. Plötzlich kann es aber passieren, dass der Hund oder die Katze wegläuft und die Familie traurig zurücklässt. Wir von TASSO versuchen, das dadurch entstehende Leid zu lindern. Denn man kann kein Tier vor dem Weglaufen schützen – aber davor, nicht zurückzukommen.

 

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Wenn die Blutsauger kommen – Frühlingszeit ist Zeckenzeit
TASSO e.V. gibt Tipps zur Vorsorge

 

Was wir im Winter ungestört genießen können, wird im Frühjahr regelmäßig zum Hürdenlauf: ein Spaziergang durch Wald und Flur. Ob der Hund über die Wiese tobt oder die Freigängerkatze nach ihrem Rundgang nach Haus kommt: Die Tiere sollten zeitnah nach Zecken abgesucht werden. Denn steigen die Temperaturen regelmäßig auf etwa 7 Grad, erwachen die Parasiten aus ihrer Winterruhe.

Die hungrige Zecke und ihre Taktik

Auf der Suche nach der nächsten Mahlzeit bedienen sich Zecken zweier Strategien. So lauert beispielsweise der Gemeine Holzbock in Wiesen und Sträuchern auf sein Opfer und wartet nur darauf, sich an das vorbeilaufende Tier oder den Mensch heften zu können. Die Braune Hundezecke hingegen gehört zu den Jägern unter den Zecken, die sich aktiv auf die Suche nach einem passenden Wirt macht. Sie ist in allen Mittelmeerländern zu Hause und wird meist aus dem Urlaub mitgebracht. Deutsche Winter überlebt sie zwar nicht, kann jedoch in beheizten Räumen, wie zum Beispiel Wohnungen, fortbestehen und sich schlimmstenfalls auch fortpflanzen.

Hat die Zecke den Sprung auf den Hund oder die Katze geschafft, begibt sie sich auf die Suche nach einer passenden Einstichstelle. Bevorzug werden schwach behaarte, dünnhäutige und gut durchblutete Körperregionen, wie beispielsweise Ohren, Hals, Bauch und Schenkelinnenseiten, sowie die Zehenzwischenräume. Schauen Sie bei der Zeckensuche an diesen Stellen zuerst.

Achtung Infektionsrisiko

Zwar geht nicht von jeder Zecke eine Gefahr für Gesundheit und Leben aus. Mit der Übertragung von Krankheitserregern muss man aber immer rechnen. Dabei gilt: Je länger die Zecke am Blut des Hundes oder der Katze saugt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass lebensgefährliche Erreger übertragen werden. Aus diesem Grund ist es ratsam, immer beispielsweise einen Zeckenhebel bei sich zu tragen, um schnellstmöglich reagieren zu können.

Kleiner Biss, großer Schaden: Lyme-Borreliose bei Hunden

Es gibt eine Reihe von Krankheiten, die aufgrund von Zeckenstichen auftreten und oft tödlich verlaufen. Die am weitesten durch Zecken verbreitete Krankheit ist die Lyme-Borreliose, die durch den Gemeinen Holzbock übertragen wird und zumeist bei Hunden auftritt.

Zwar können Hunde ab dem Alter von zwölf Wochen vorsorglich gegen Lyme-Borreliose geimpft werden, ein vollständiger Schutz gegen diese Krankheit lässt sich dadurch jedoch nicht erreichen. Aufpassen sollten Tierhalter in ganz Deutschland, denn zwischen fünf und 35% der Zecken tragen Borrelien in sich. „Wenn sich ein Tier angesteckt hat, bricht die Krankheit nach einer Inkubationszeit von zwei Wochen bis zu fünf Monaten aus und führt unter anderem zu Fieber, Schmerzen und Entzündungen der Gelenke sowie Lähmungen der Beine. Der Verlauf kann beschwerdefrei bis hin zu schwer und sogar tödlich endend sein. Typisches Symptom für eine Borrelien-Infektion ist die sogenannte Wanderröte rund um die Einstichstelle herum. Allerdings kann sie bei Hund und Katze durch das Fell oder eine Hautpigmentierung verdeckt sein, oder auch gar nicht auftreten“, erklärt die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Schmidt.

Bereits beim ersten Verdacht muss das Tier unverzüglich dem Tierarzt vorgestellt werden, der entsprechende Tests durchführt. Während der Therapie erhält das Tier etwa 30 Tage lang Antibiotika. Werden nicht alle Bakterien abgetötet, kann die Erkrankung chronisch verlaufen und immer wieder in Schüben auftreten.

Vorbeugung und Nachsorge

Der Tierbedarfsmarkt bietet eine große Fülle an abweisenden und mitunter abtötenden Antizeckenmitteln. Am besten beraten sind Tierhalter jedoch, wenn sie ein Anti-Zeckenmittel beim Tierarzt kaufen, weil die verschiedenen Zeckenarten auch aufgrund ihrer Rezeptoren nicht gleich gut von den Zeckenmitteln abgeschreckt werden und hier eine gute Beratung sehr wichtig ist. Jeder Tierhalter sollte sich umfassend über Wirkung und eventuelle Nebenwirkungen informieren. Auch, wenn es in den Urlaub geht, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.

Entdeckt der Halter trotz Vorsorge eine Zecke am Tier, muss sie schnellstmöglich entfernt werden. Nutzen Sie hierfür eine Zeckenzange, -karte,  einen Zeckenhebel oder lösen Sie sie mit den Fingern, ohne sie zu quetschen. Um sicher zu gehen, dass Sie das ganze Tier entfernen und nicht etwa der Kopf des Parasiten in der Wunde stecken bleibt, sollten Sie die Zecke nicht herausdrehen, sondern vorsichtig herausziehen. Von Hausmitteln aller Art ist abzuraten.

 

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Unterschätzte Gefahr
TASSO warnt davor, Hunde vor dem Geschäft
angeleint warten zu lassen

 

Eigentlich möchte man nicht viel einkaufen, drei Minuten müssten reichen: schnell ins Geschäft, nach einer Packung Salz, einem Kilogramm Zucker und einem Glas Gurken greifen und zur Kasse hasten, denn schließlich wartet der Hund vor dem Eingang.

Immer wieder erreichen die Mitarbeiter der TASSO-Notrufzentrale Meldungen, dass Hunde, die für einen kurzen Moment vor dem Laden angeleint wurden, verschwunden sind. „Das ist eine stark unterschätzte Gefahr“, erklärt TASSO-Leiter Philip McCreight, der sich seit über 30 Jahren für die Rückvermittlung verschwundener Tiere einsetzt. Hundehalter, die ihr Tier vor Geschäften anleinen, gehen dabei gleich drei Risiken ein. So kann der geliebte Vierbeiner gestohlen werden: Kriminelle können die Situation beobachten und blitzschnell zuschlagen. Der Hund ist in den allermeisten Fällen unwiederbringlich weg. Auch muss man sich bewusst machen, dass es viele Hundehasser gibt, die dem Hund unbemerkt einen Giftköder anbieten können. Hat der Hund nicht gelernt, Futter von Fremden abzulehnen, kann ein dreiminütiger Einkauf das Tier unter Umständen sein Leben kosten. Zuletzt muss man auch immer davon ausgehen, dass der angeleinte Hund von Passanten bedrängt werden kann. Da die Länge der Leine keine ausreichende Rückzugsmöglichkeit bietet, kann es passieren, dass er aus Angst zuschnappt und so eine unnötige Konfliktsituation losgetreten wird.

Vor Geschäften angeleinte Hunde können zudem auch selbst als Gefahr wahrgenommen werden: Für  Menschen, die Angst vor Hunden haben, kann das Betreten eines Geschäftes, dessen Eingangstür scheinbar von einem Hund bewacht wird, zur stressigen und vielleicht sogar unmöglichen Herausforderung werden.

TASSO empfiehlt: Nehmen Sie Rücksicht auf die Sicherheit Ihres Hundes und auf Ihre Mitmenschen. Sofern es die Wetterbedingungen zulassen, kann der Hund einen kurzen Zeitraum im Auto warten. Am besten ist der Hund jedoch immer zu Hause aufgehoben.

In eigener Sache

TASSO sucht Ihre persönliche TASSO-Rückvermittlungsgeschichte für den TIERNOTRUF
Haben Sie im letzten Jahr Ihr Tier vermisst? Und ist Ihr tierischer Liebling mithilfe von TASSO wieder zu Hause? Dann ist Ihre Erfolgsstory vielleicht genau die richtige Geschichte für unsere kommende Ausgabe von DER TIERNOTRUF. Erzählen Sie uns, was Ihnen und Ihrem Tier passiert ist, und von dem Glück, wieder vereint zu sein. Lassen Sie andere daran teilhaben. Mitmachen unter:
www.tasso.net/TIERNOTRUF-Titelstory

 

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Unterschätzte Gefahr
TASSO warnt davor, Hunde vor dem Geschäft
angeleint warten zu lassen

 

Eigentlich möchte man nicht viel einkaufen, drei Minuten müssten reichen: schnell ins Geschäft, nach einer Packung Salz, einem Kilogramm Zucker und einem Glas Gurken greifen und zur Kasse hasten, denn schließlich wartet der Hund vor dem Eingang.

Immer wieder erreichen die Mitarbeiter der TASSO-Notrufzentrale Meldungen, dass Hunde, die für einen kurzen Moment vor dem Laden angeleint wurden, verschwunden sind. „Das ist eine stark unterschätzte Gefahr“, erklärt TASSO-Leiter Philip McCreight, der sich seit über 30 Jahren für die Rückvermittlung verschwundener Tiere einsetzt. Hundehalter, die ihr Tier vor Geschäften anleinen, gehen dabei gleich drei Risiken ein. So kann der geliebte Vierbeiner gestohlen werden: Kriminelle können die Situation beobachten und blitzschnell zuschlagen. Der Hund ist in den allermeisten Fällen unwiederbringlich weg. Auch muss man sich bewusst machen, dass es viele Hundehasser gibt, die dem Hund unbemerkt einen Giftköder anbieten können. Hat der Hund nicht gelernt, Futter von Fremden abzulehnen, kann ein dreiminütiger Einkauf das Tier unter Umständen sein Leben kosten. Zuletzt muss man auch immer davon ausgehen, dass der angeleinte Hund von Passanten bedrängt werden kann. Da die Länge der Leine keine ausreichende Rückzugsmöglichkeit bietet, kann es passieren, dass er aus Angst zuschnappt und so eine unnötige Konfliktsituation losgetreten wird.

Vor Geschäften angeleinte Hunde können zudem auch selbst als Gefahr wahrgenommen werden: Für  Menschen, die Angst vor Hunden haben, kann das Betreten eines Geschäftes, dessen Eingangstür scheinbar von einem Hund bewacht wird, zur stressigen und vielleicht sogar unmöglichen Herausforderung werden.

TASSO empfiehlt: Nehmen Sie Rücksicht auf die Sicherheit Ihres Hundes und auf Ihre Mitmenschen. Sofern es die Wetterbedingungen zulassen, kann der Hund einen kurzen Zeitraum im Auto warten. Am besten ist der Hund jedoch immer zu Hause aufgehoben.

In eigener Sache

TASSO sucht Ihre persönliche TASSO-Rückvermittlungsgeschichte für den TIERNOTRUF
Haben Sie im letzten Jahr Ihr Tier vermisst? Und ist Ihr tierischer Liebling mithilfe von TASSO wieder zu Hause? Dann ist Ihre Erfolgsstory vielleicht genau die richtige Geschichte für unsere kommende Ausgabe von DER TIERNOTRUF. Erzählen Sie uns, was Ihnen und Ihrem Tier passiert ist, und von dem Glück, wieder vereint zu sein. Lassen Sie andere daran teilhaben. Mitmachen unter:
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Presse-Mitteilung

 

Was tun mit totem Fundtier?

 

Jetzt ist sie da, die dunkle Jahreszeit. Die Tage werden kürzer, die Sicht aus dem fahrenden Auto heraus ist eingeschränkt. Sehr schnell übersieht man da ein Tier. Die Umstellung der Uhren auf die Winterzeit birgt ein zusätzliches Risiko: Zu für uns ungewohnten Uhrzeiten drehen Tiere ihre üblichen Runden. Kam es zu einem für das Tier tödlichen Unfall oder haben Sie ein bereits totes Tier gefunden, können Sie dennoch helfen:

Handelt es sich um einen Hund oder eine Katze, wird das Tier wahrscheinlich von seinem Halter vermisst. Leider gibt es im Umgang mit toten Fundtieren keine einheitliche Verfahrensweise. Oft werden diese von Städten und Gemeinden entsorgt, ohne eine mögliche Halterregistrierung zu prüfen. Der Finder hat verschiedene Anlaufstellen zur Wahl, wo Tiere identifiziert werden können. „Voraussetzung ist, dass das Tier mit einem Transponder versehen und beispielsweise bei TASSO e.V. registriert ist“, erklärt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO. „Wir haben über 7,4 Millionen Tiere erfasst, da bestehen gute Chancen, den Halter zu finden.“ Da der Transponder (umgangssprachlich auch „Chip“ genannt) ausschließlich von Tierärzten gesetzt wird, ist jede Tierarztpraxis mit einem Transponder-Lesegerät ausgestattet. Meist verfügen auch Tierheime über entsprechende Geräte. Polizei und Feuerwehr können nur in seltenen Fällen helfen, weil sie nicht regulär mit Transponderlesegeräten ausgestattet sind.

 

Ist die Haltersuche abgeschlossen, muss mit dem Tierkörper fachgerecht weiterverfahren werden: Eine Bestattung im örtlichen Park oder Wald ist gesetzlich verboten. Hierfür sind Tierkörperbeseitigungsgesellschaften zuständig. Die Übermittlung können die genannten Anlaufstellen übernehmen.

Es lohnt sich, bei der eigenen Gemeinde nachzufragen, ob eine geregelte Vorgehensweise besteht, die auch das Auslesen des Transponders und die Haltersuche beinhaltet. Unter dem Motto „Städte mit Herz“ bietet die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hierzu Informationsmaterialien auf ihrer Homepage an.

Neben unseren Haustieren können gerade nach der winterlichen Zeitumstellung Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere Opfer eines Unfalls werden. Zudem steigt besonders in der dunklen Jahreszeit die Gefahr: Sind die Felder abgeerntet und die Tiere somit ohne Deckungs- und Rückzugmöglichkeiten, machen sie sich auf die Suche nach neuem Lebensraum und Futter. Beugen Sie Unfällen vor, indem Sie auf Strecken, die durch Wald oder Felder führen, extrem vorsichtig fahren und den Straßenrand immer im Auge behalten. Taucht ein Tier am Straßenrand auf, hupen Sie und blenden Sie ab: Grelles Scheinwerferlicht irritiert die Tiere, sie bleiben dann oft regungslos stehen. Der Versuch, das Tier durch ein Ausweichmanöver zu schützen, schlägt in der Regel fehl und ist auch aus Gründen der allgemeinen Sicherheit nicht sinnvoll. Wenn der Zusammenstoß unvermeidbar ist, empfiehlt der ADAC, das Lenkrad festzuhalten und kontrolliert zu bremsen. Ist es zu einem Zusammenstoß gekommen, sichern Sie zuerst die Unfallstelle ab und rufen die Polizei. Da es oft zu Schäden am Auto kommt, für die die Versicherung herangezogen werden kann, ist dies auch in Ihrem Interesse. Fassen Sie verletzte Tiere nicht an: Aus Schmerz oder Angst heraus können sie beißen oder in Panik geraten. In keinem Fall dürfen Sie das Tier mitnehmen, das würde als Wilderei interpretiert werden.

Damit es gar nicht so weit kommt: Passen Sie Ihre Fahrweise und Geschwindigkeit den Licht- und Witterungsverhältnissen an.

 

© Copyright TASSO e.V.

 

Jetzt ist sie da, die dunkle Jahreszeit. Die Tage werden kürzer, die Sicht aus dem fahrenden Auto heraus ist eingeschränkt. Sehr schnell übersieht man da ein Tier. Die Umstellung der Uhren auf die Winterzeit birgt ein zusätzliches Risiko: Zu für uns ungewohnten Uhrzeiten drehen Tiere ihre üblichen Runden. Kam es zu einem für das Tier tödlichen Unfall oder haben Sie ein bereits totes Tier gefunden, können Sie dennoch helfen:

Handelt es sich um einen Hund oder eine Katze, wird das Tier wahrscheinlich von seinem Halter vermisst. Leider gibt es im Umgang mit toten Fundtieren keine einheitliche Verfahrensweise. Oft werden diese von Städten und Gemeinden entsorgt, ohne eine mögliche Halterregistrierung zu prüfen. Der Finder hat verschiedene Anlaufstellen zur Wahl, wo Tiere identifiziert werden können. „Voraussetzung ist, dass das Tier mit einem Transponder versehen und beispielsweise bei TASSO e.V. registriert ist“, erklärt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO. „Wir haben über 7,4 Millionen Tiere erfasst, da bestehen gute Chancen, den Halter zu finden.“ Da der Transponder (umgangssprachlich auch „Chip“ genannt) ausschließlich von Tierärzten gesetzt wird, ist jede Tierarztpraxis mit einem Transponder-Lesegerät ausgestattet. Meist verfügen auch Tierheime über entsprechende Geräte. Polizei und Feuerwehr können nur in seltenen Fällen helfen, weil sie nicht regulär mit Transponderlesegeräten ausgestattet sind. Ist die Haltersuche abgeschlossen, muss mit dem Tierkörper fachgerecht weiterverfahren werden: Eine Bestattung im örtlichen Park oder Wald ist gesetzlich verboten. Hierfür sind Tierkörperbeseitigungsgesellschaften zuständig. Die Übermittlung können die genannten Anlaufstellen übernehmen.

Es lohnt sich, bei der eigenen Gemeinde nachzufragen, ob eine geregelte Vorgehensweise besteht, die auch das Auslesen des Transponders und die Haltersuche beinhaltet. Unter dem Motto „Städte mit Herz“ bietet die Tierschutzorganisation TASSO e.V. hierzu Informationsmaterialien auf ihrer Homepage an.

Neben unseren Haustieren können gerade nach der winterlichen Zeitumstellung Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere Opfer eines Unfalls werden. Zudem steigt besonders in der dunklen Jahreszeit die Gefahr: Sind die Felder abgeerntet und die Tiere somit ohne Deckungs- und Rückzugmöglichkeiten, machen sie sich auf die Suche nach neuem Lebensraum und Futter. Beugen Sie Unfällen vor, indem Sie auf Strecken, die durch Wald oder Felder führen, extrem vorsichtig fahren und den Straßenrand immer im Auge behalten. Taucht ein Tier am Straßenrand auf, hupen Sie und blenden Sie ab: Grelles Scheinwerferlicht irritiert die Tiere, sie bleiben dann oft regungslos stehen. Der Versuch, das Tier durch ein Ausweichmanöver zu schützen, schlägt in der Regel fehl und ist auch aus Gründen der allgemeinen Sicherheit nicht sinnvoll. Wenn der Zusammenstoß unvermeidbar ist, empfiehlt der ADAC, das Lenkrad festzuhalten und kontrolliert zu bremsen. Ist es zu einem Zusammenstoß gekommen, sichern Sie zuerst die Unfallstelle ab und rufen die Polizei. Da es oft zu Schäden am Auto kommt, für die die Versicherung herangezogen werden kann, ist dies auch in Ihrem Interesse. Fassen Sie verletzte Tiere nicht an: Aus Schmerz oder Angst heraus können sie beißen oder in Panik geraten. In keinem Fall dürfen Sie das Tier mitnehmen, das würde als Wilderei interpretiert werden.

Damit es gar nicht so weit kommt: Passen Sie Ihre Fahrweise und Geschwindigkeit den Licht- und Witterungsverhältnissen an.

 

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